Ablauf der Wechseljahre

Die Wechseljahre stellen keinen plötzlichen Einschnitt dar. Vielmehr handelt es sich um eine Veränderung, die schrittweise erfolgt. Die Eierstöcke stellen zunehmend ihre Hormonproduktion ein, wodurch die Fruchtbarkeit der Frau allmählich nachlässt. Durchschnittlich dauern die Wechseljahre etwa zehn Jahre an. Sie können in drei Phasen unterteilt werden:

1.     Die Prämenopause: Die Eierstöcke produzieren immer weniger Progesteron, ein Sexualhormon, das die Gebärmutterschleimhaut auf die Einnistung der befruchteten Eizelle vorbereitet. Infolgedessen kommt es zu Unregelmäßigkeiten im Zyklus, bei denen die Monatsblutung gelegentlich ausbleiben kann. Des Weiteren wird auch weniger Östrogen gebildet.

2.     Die Menopause: Mit der Menopause wird die letzte Monatsblutung bezeichnet. Im Durchschnitt haben Frauen ihre Menopause mit 51 Jahren. Ein längeres Ausbleiben der Monatsblutung muss nicht sogleich die Menopause bedeuten – erst wenn die Regelblutung ein Jahr lang nicht mehr eingetreten ist, kann die Frau sicher sein, dass die Menopause erreicht ist und die Eierstöcke ihre Funktion gänzlich eingestellt haben.

3.     Die Postmenopause: Als Postmenopause wird die Zeit nach der letzten Regelblutung bezeichnet. Der weibliche Körper produziert nun praktisch keine Östrogene mehr.

Wechseljahresbeschwerden in Charlottenburg: Hormondiagnostik und Behandlungsmöglichkeiten

Die sogenannten Wechseljahre (das Klimakterium) stellen für viele Frauen eine Lebensphase dar, die mit zahlreichen persönlichen, psychischen und körperlichen Veränderungen einhergeht. Häufig begleiten auch einige Beschwerden diese Zeit der hormonellen Umstellung. Mithilfe der Ermittlung des individuellen Hormonzustandes und der jeweiligen Wechseljahresbeschwerden können verschiedene therapeutische Ansätze miteinander verknüpft werden, um unliebsame Symptome und Nebenwirkungen des Klimakteriums abzuschwächen. In unserer Praxis möchten wir Ihnen während dieser Zeit zur Seite stehen. Mit einer persönlichen Beratung und einem individuellen sowie flexiblen Therapiekonzept möchten wir Ihnen dabei helfen, diese neue Lebensphase so angenehm wie möglich zu gestalten und Wechseljahrbeschwerden in Charlottenburg vorzubeugen beziehungsweise schonend entgegenzuwirken.

 

Was sind die Wechseljahre?

Der medizinische Fachbegriff für die Wechseljahre lautet Klimakterium. Bei den Wechseljahren handelt es sich um eine Zeit des Umbruchs, die vor allem mit hormonellen Veränderungen einhergeht. Sie verlaufen von Frau zu Frau unterschiedlich und setzen meist zwischen dem 40. und dem 60. Lebensjahr ein. Rund ein Drittel der Frauen klagt kaum über Beschwerden, während zwei Drittel mit leichten bis schweren Symptomen zu kämpfen haben. Mit der Zeit klingen die Wechseljahresbeschwerden erfahrungsgemäß selbstständig wieder ab. Verschiedene Maßnahmen können dabei helfen, die Beschwerden zu lindern. Hierzu zählen sowohl Änderungen hinsichtlich der individuellen Lebensgewohnheit als auch Behandlungen wie Hormontherapien oder pflanzliche Therapien.

Typische Wechseljahresbeschwerden-Symptome

Zu den häufigsten Beschwerden während der Wechseljahre gehören Schweißausbrüche und Hitzewallungen. Treten sie nachts auf, führen sie bei vielen Frauen zudem zu Schlafstörungen und Müdigkeit. Hitzewallungen machen sich bei Frauen unterschiedlich bemerkbar. Während sie einigen Frauen gar nicht nennenswert auffallen, schränken sie bei anderen Patientinnen das alltägliche Leben stark ein. Durchschnittlich dauern sie etwa drei Minuten an – das kann sich nicht nur von Frau zu Frau, sondern auch von Tag zu Tag unterscheiden.

Ebenfalls berichten viele Frauen von Ein- und Durchschlafproblemen, Stimmungsschwankungen und depressiven Verstimmungen. Das sexuelle Verlangen kann sich in den Wechseljahren verringern. Zudem nehmen einige Frauen an Gewicht zu.

Mit der Menopause setzt ein Östrogenmangel im weiblichen Körper ein, der unter anderem dazu führt, dass sich die Scheidenwand allmählich zurückbildet. In der Medizin wird das als vaginale Atrophie bezeichnet. Zeitgleich lässt auch die Feuchtigkeitsversorgung der Schleimhäute nach, wodurch es vermehrt zu Trockenheit kommt. Diese Veränderungen können mit verschiedenen Beschwerden einhergehen, darunter Brennen, Juckreiz, Reizungen und Entzündungen, Schmerzen beim Wasserlassen und/oder beim Geschlechtsverkehr sowie Scheidentrockenheit und Inkontinenzprobleme.

Die Trockenheit der Schleimhäute muss sich nicht nur auf den vaginalen Bereich konzentrieren, sondern es können auch die Mundschleimhaut oder die Augen betroffen sein. Infolgedessen klagen einige Patientinnen darüber, dass sie durch die Trockenheit im Augenbereich oft das Gefühl haben, ein Fremdkörper befände sich im Auge. Vermehrtes Reiben führt dann meist zu Reizungen und Entzündungen.

Wie verläuft die Diagnostik bei Wechseljahresbeschwerden?

Ein Großteil der betroffenen Frauen sieht die Beschwerden in den Wechseljahren als normales Anzeichen des Alterungsprozesses an, gegen den sie nichts tun können. Dabei gibt es eine Vielzahl von Verhaltenstipps und Behandlungsmöglichkeiten, die dabei behilflich sein können, die Wechseljahresbeschwerden zu lindern. In einem persönlichen Beratungsgespräch erfragt der Facharzt für Gynäkologie, welche Symptome vorliegen. Neben der Erfassung der Symptome und der persönlichen Lebensgewohnheiten kann in der Praxis auch eine körperliche Untersuchung auf Hormonstörungen erfolgen. Des Weiteren ist es möglich, Ultraschalluntersuchungen durchzuführen und mithilfe von Laborauswertungen den individuellen Hormonstatus darzustellen. Anhand dieser Befunde wird dann das passende Behandlungskonzept entwickelt.

Wechseljahresbeschwerden behandeln – welche Möglichkeiten gibt es?

Ein allgemeingültiges Rezept gegen Wechseljahresbeschwerden gibt es nicht. Die Behandlung wird individuell an die jeweilige Patientin angepasst. Zu den gängigen Therapiemethoden zählen unter anderem pflanzliche Präparate, Ernährungstherapien, Bewegungstherapien, Akupunktur, homöopathische Mittel, Cremes, medikamentöse Behandlung, Vitamine sowie die Hormonersatztherapie. Die geeignete Behandlung zu finden, ist ein Prozess, den Arzt und Patientin gemeinsam bewältigen. Welche Methoden die meiste Linderung der Symptome und eine Verbesserung der Lebensqualität erzielen, entdecken die Patientinnen für sich selbst, indem sie verschiedene Behandlungsmöglichkeiten und -kombinationen ausprobieren.

Hierbei stehen wir Ihnen selbstverständlich beratend und unterstützend zur Seite.

 

Nutzen und Risiken einer Hormonersatztherapie (HRT)

Viele der Wechseljahresbeschwerden lassen sich auf die Veränderung des Östrogenspiegels zurückführen. Mit der Hormonersatztherapie soll der entstandene Hormonmangel durch medikamentöse Behandlung ausgeglichen werden. Die Therapie dient nicht dazu, die bisherige Hormonkonzentration im Körper wiederherzustellen, sondern gezielt auf die Beschwerden und Erkrankungen einzugehen, die durch den Östrogenmangel hervorgerufen werden.

Die Entscheidung für eine Hormonersatztherapie treffen Arzt und Patientin gemeinsam. Berücksichtigt werden sowohl der individuelle Leidensdruck und die Stärke der Beschwerden als auch die individuellen Risiken. Erfahrungsgemäß lassen sich typische Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen und Schweißausbrüche mit einer Hormonersatzbehandlung therapieren. Dem gegenüber stehen die möglichen Nebenwirkungen und Risiken, die jede medikamentöse Behandlung beinhaltet. Die Hormonersatztherapie kann das Risiko für Thrombosen erhöhen. Auch ein erhöhtes Krebsrisiko ist bei langzeitiger Anwendung möglich. Diese Faktoren müssen bei jeder Patientin individuell gegenübergestellt und abgewogen werden.

Die Behandlung mit MonaLisa Touch® bei Wechseljahresbeschwerden

Zu den innovativen Behandlungsmöglichkeiten von vulvovaginalen Beschwerden wie Trockenheit, Brennen, Juckreiz, Belastungsinkontinenz und Schmerzen beim Wasserlassen oder beim Geschlechtsverkehr gehört die Laserbehandlung mit MonaLisa Touch®. Der sogenannte fraktionierte CO2-Laser verfügt über eine spezielle Vaginalsonde, die Laserimpulse direkt an das Scheidengewebe abgibt. Dadurch werden gezielt die Zellneubildung und die Produktion von Kollagen und Elastin in dem Bereich angeregt. Auch der Feuchtigkeitshaushalt wird durch die Behandlung positiv beeinflusst.

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Wie kann ich selbst die Wechseljahresbeschwerden lindern?

Einige Verhaltensänderungen oder Anpassungen im Alltag können ebenfalls dazu beitragen, dass die Symptome der Wechseljahresbeschwerden weniger stark ausfallen und sich die Frauen insgesamt wohler fühlen. Bereits eine positive Grundeinstellung kann häufig viel ausmachen und depressiven Verstimmungen vorbeugen. Zudem hilft regelmäßige Bewegung vielen Frauen dabei, körperlich und geistig aktiv und fit zu bleiben. Durch sportliche Aktivitäten wird der Blutkreislauf angekurbelt, wodurch auch die Sauerstoffversorgung im Körper unterstützt wird. Ebenfalls hilfreich können eine Ernährungsberatung und -umstellung sowie ein bestmögliches Stressmanagement sein.

Im gemeinsamen Gespräch geben wir Ihnen gern Tipps dazu, wie Sie Wechseljahresbeschwerden zu Hause behandeln können.

Fragen zu Wechseljahresbeschwerden

Was sind die Wechseljahre und wann beginnen sie?

Die sogenannten Wechseljahre (das Klimakterium) sind eine natürliche Lebensphase der Frau. Es handelt sich nicht um einen direkten Zeitpunkt, sondern um einen mehrjährigen Prozess, bei dem sich der Hormonhaushalt umstellt. Die Produktion der weiblichen Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron nimmt schrittweise ab, wodurch die Fruchtbarkeit endet und die Regelblutung schließlich ausbleibt. Durch die hormonelle Umstellung kann es zu verschiedenen körperlichen und psychischen Veränderungen kommen.

Wann genau die Wechseljahre eintreten und wie sie sich äußern, ist individuell unterschiedlich. Die Prämenopause beginnt für viele Frauen mit etwa 40, die letzte Regelblutung (Menopause) tritt im Durchschnitt mit Anfang 50 auf.

Woran erkenne ich, dass ich in den Wechseljahren bin?

Es gibt verschiedene Anzeichen, die darauf hinweisen können, dass Sie sich in den Wechseljahren befinden. Wichtig ist, dass nicht alle Symptome zutreffen müssen und dass sie zudem bei jeder Frau unterschiedlich stark sein können.

Zu den häufigen Anzeichen der Wechseljahre gehören:
– unregelmäßige, verkürzte oder ausbleibende Monatsblutungen
– plötzliche Hitzewallungen und nächtliches Schwitzen
– Schlafprobleme und Durchschlafstörungen
– Stimmungsschwankungen und Reizbarkeit
– depressive Verstimmungen
– Konzentrationsprobleme (Brain Fog)
– trockene Haut und Schleimhäute sowie Scheidentrockenheit

Was sind typische Beschwerden in den Wechseljahren?

Wechseljahresbeschwerden können sich von Frau zu Frau unterschiedlich äußern. Schätzungsweise ist rund ein Drittel der Frauen kaum von Beschwerden betroffen, ein weiteres Drittel von leichten bis moderaten und das letzte Drittel von schweren Symptomen, die den Alltag belasten. Zu den gängigen Beschwerden gehören Hitzewallungen und Schweißausbrüche, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, Stoffwechselveränderungen sowie Haarausfall, brüchige Nägel und trockene Haut. Auch im Intimbereich kommt es zu wechseljahresbedingten Veränderungen. So können die Schleimhäute dünner werden, Scheidentrockenheit auftreten und das sexuelle Lustempfinden beeinflusst werden.

Welche Phase der Wechseljahre ist am schlimmsten?

Das lässt sich pauschal nicht beantworten, da die Wechseljahre für jede Frau individuell verlaufen. Manche Frauen beschreiben die Perimenopause – also die Jahre kurz vor sowie unmittelbar nach der letzten Regelblutung – als intensivste und beschwerdereichste Zeit, da sich der Hormonhaushalt umstellt. Bis eine neue Stabilität der Hormone gefunden ist, können unterschiedlichste körperliche als auch psychische Beschwerden diesen Prozess begleiten. Für andere Frauen ist die Erkenntnis, dass die fruchtbare Zeit endet, ein schwer zu akzeptierender Punkt, sodass in diesen Fällen die Menopause beziehungsweise die Postmenopause als besonders belastend empfunden werden können.

Wichtig ist: Die Wechseljahre sind keine Erkrankung, sondern der natürliche Lauf der Dinge. Wechseljahresbeschwerden können vielfach mit sanften Behandlungen und geeigneten Maßnahmen gelindert werden. Zudem bieten die Wechseljahre eine gute Möglichkeit, sich wieder mit dem eigenen Ich, dem eigenen Körper und den eigenen Wünschen zu befassen. Sehen Sie – trotz möglicher Symptome – die Wechseljahre also nicht bloß als Belastung, sondern als eine Chance für Neues und als eine positive Herausforderung.

Was kann ich gegen Wechseljahresbeschwerden tun?

Das richtet sich nach den jeweiligen Symptomen sowie individuellen Faktoren. Die Maßnahmen können von Lebensstilanpassungen, regelmäßigem Sport, Ernährung und Entspannungsübungen über pflanzliche Präparate, lokaler Pflege mit Salben und Gelen bis hin zu gezielten Behandlungen wie Hormontherapien und vaginale Laserbehandlungen wie MonaLisa Touch® reichen. Alle geeigneten Behandlungsmöglichkeiten werden an Ihre persönliche Situation und Ihr Beschwerdebild angepasst. Da sich Wechseljahresbeschwerden auch verändern oder neue Symptome hinzukommen können, wird auch das Behandlungskonzept regelmäßig überprüft, gemeinsam besprochen und bei Bedarf entsprechend weiterentwickelt.