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Scheidenschmerzen beim Geschlechtsverkehr

Schmerzen beim Sex können verschiedene Ursachen haben. Treten die Beschwerden kurz vor, während oder unmittelbar nach dem Eindringen des Penis in die Vagina auf, wird das als Dyspareunie bezeichnet. Sie können das eigene Körperempfinden als auch eine Beziehung stark belasten.

Insbesondere Frauen sind vergleichsweise häufig von Schmerzen beim Geschlechtsverkehr betroffen: rund zehn Prozent der Frauen empfinden Schmerzen während des Sex. Der Anteil der Frauen, die Sex als unangenehm empfinden, ist sogar noch größer. Die Beschwerden können unter anderem durch Scheidentrockenheit oder Entzündungen im Genitalbereich begünstigt werden. Auch ein Lichen sclerosus (LS) kann Schmerzen hervorrufen. Im Folgenden lesen Sie mehr über mögliche Ursachen und Therapien bei Scheidenschmerzen.

Wie kommt es zu Scheidenschmerzen beim Sex?

Nach Orgasmusstörungen stellen Schmerzen beim Geschlechtsverkehr das zweithäufigste Problem für Frauen beim Sex dar. Die Ursachen für eine sogenannte Dyspareunie sind dabei sehr vielfältig. Es können sowohl körperliche als auch psychische Auslöser vorliegen.

Vereinzelt Schmerzen beim Sex zu haben, ist nicht zwangsläufig etwas Beunruhigendes oder ein Grund, sofort ärztlichen Rat aufzusuchen. Hin und wieder können vor allem Stress und Anspannung dafür sorgen, dass der Geschlechtsverkehr plötzlich als unangenehm oder eben sogar schmerzhaft wahrgenommen wird. Beispielsweise können auch die Tage unmittelbar vor der Menstruation dazu beitragen, dass sich Frauen unwohl fühlen und der Geschlechtsakt wehtut. Sollte es jedoch regelmäßig zu Schmerzen oder Unwohlsein beim Sex kommen, sollten mögliche Ursachen abgeklärt werden.

Vor allem eine trockene Scheide ist oftmals ein Grund dafür, dass der Geschlechtsverkehr für Frauen mit Schmerzen verbunden ist. Die Scheidentrockenheit kann unterschiedliche Ursachen haben, darunter der Menstruationszyklus, Wechseljahre, hormonelle Schwankungen während Schwangerschaft und Stillzeit, Entzündungen oder psychische Einwirkungen wie Stress. Auch eine „falsche“ oder übertriebene Intimhygiene kann schuld daran sein, dass es beim Sex zu Schmerzen kommt.

Wie stellen Ärzt:innen die Diagnose?

Bei Scheidenschmerzen ist es zunächst wichtig, offen und ehrlich mit der Angelegenheit umzugehen. Wenden Sie sich ohne Scheu an Ihren Frauenarzt beziehungsweise Ihre Frauenärztin und sprechen Sie das Thema an. Durch eine genaue Anamnese der Beschwerden und eine körperliche Untersuchung können mögliche Auslöser eingegrenzt und gezielt therapiert werden.

Hierbei ist es unter anderem entscheidend, wo und wann die Schmerzen auftreten. Sind der Patientin bereits „Muster“ aufgefallen, beispielsweise, dass die Schmerzen immer zu einem bestimmten Zeitpunkt im Zyklus bemerkt werden? Hat sich möglicherweise etwas im privaten und intimen Liebesleben verändert? Bestehen neue sexuelle Wünsche, die möglicherweise auch eine psychische Ursache für die auftretenden Schmerzen denkbar machen?

Anhand dieser und anderer Angaben sowie der technischen Untersuchung mithilfe einer Kolposkopie, Tastbefunden oder auch einer Ultraschalluntersuchung kann der Arzt/die Ärztin in vielen Fällen bereits eine Diagnose stellen und über eine entsprechende Therapie beraten. Seltener sind weitere Untersuchungen (z. B. MRT, Bauchspiegelung) notwendig, falls die Befunde keine eindeutigen Rückschlüsse zulassen.

Therapiemöglichkeiten bei Schmerzen beim Geschlechtsverkehr

Sind die Ursachen für die Schmerzen psychischer Natur, wird der Gynäkologe beziehungsweise die Gynäkologin die Patientin weiter beraten und an einen psychologischen Facharzt/eine psychologische Fachärztin weiterempfehlen. Das Vorgehen ist hierbei sehr individuell und richtet sich nach den jeweiligen Gegebenheiten.

Lassen sich die Schmerzen auf eine Scheidentrockenheit zurückführen, gibt es auch hier unterschiedliche Maßnahmen, die dabei helfen können, die Lubrikation wieder zu verbessern. Eine moderne Behandlungsmethode, die ich in meiner Praxis anbiete, ist die Behandlung mit MonaLisa Touch®. Dabei handelt es sich um eine nichtinvasive Lasertherapie, die den Intimbereich auf schonende Weise unterstützt. Über die spezielle Vaginalsonde wird Energie an das Scheidengewebe abgegeben, das daraufhin angeregt wird, mehr Kollagen zu produzieren. Auch die Durchblutung des Areals wird gefördert. Letztendlich wirkt das Verfahren auch positiv auf die Feuchtigkeitsversorgung der Vagina ein und kann dabei helfen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr zu reduzieren.

Möchten Sie mehr darüber erfahren, stehe ich Ihnen gern in einem persönlichen Beratungsgespräch zur Verfügung. Die Lasertherapie eignet sich zur Behandlung von Scheidentrockenheit, vaginalen Wechseljahresbeschwerden, Blasenschwäche und Schmerzen beim Wasserlassen. Sollte MonaLisa Touch® in Ihrem Fall eine geeignete Behandlungsmethode darstellen, kläre ich Sie natürlich umfassend zur Therapie auf. Sollten Ihre Schmerzen auf eine Ursache zurückzuführen sein, die sich nicht mit dem Verfahren behandeln lässt, informiere ich Sie über geeignete Alternativen. Gemeinsam verhelfen wir Ihnen wieder zu mehr Wohlbefinden!

Schmerzen und Unwohlsein während der Periode entgegenwirken

Einige Frauen haben jeden Monat mit Beschwerden zu kämpfen, die im Zusammenhang mit der Periode auftreten. Vor allem Krämpfe im Unterleib, empfindliche Brüste, Kopfschmerzen, Übelkeit und Stimmungsschwankungen zählen zu den typischen Begleiterscheinungen. Da jede Frau und jeder Zyklus individuell sind, gibt es kein allgemeingültiges Patentrezept. Mit einigen Tipps ist es jedoch möglich, den monatlichen Beschwerden vorzubeugen beziehungsweise diese zu lindern. Überdies gibt es sanfte Behandlungen für den Intimbereich, die unter anderem Brennen, Juckreiz oder Probleme wie Scheidentrockenheit behandeln können.

Sport entspannt die Muskulatur
Bewegung ist im Allgemeinen gut für den Körper und auch für den Kopf. Viele Personen finden Sport an der frischen Luft entspannend und erfüllend. Zudem wird durch die körperliche Ertüchtigung die Durchblutung gefördert, wodurch die Zellen besser mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden. Ein regelmäßiges Training beziehungsweise regelmäßige Kurse können auch den Beschwerden durch die Periode entgegenwirken. Häufig reichen bereits zwei bis drei Trainingseinheiten in der Woche aus, um die Schmerzen während der Monatsblutung geringer ausfallen zu lassen. Vor allem Yoga und Wassergymnastik haben einen positiven Effekt gezeigt. Auch gezielte Muskelentspannungen, Stretching, Krafttraining und Laufen können den Schmerzen und Beschwerden präventiv vorbeugen. Nicht nur im Vorfeld, sondern auch bei den akuten Beschwerden kann Sport helfen, denn durch die Bewegung werden Stresshormone gemindert, Glückshormone freigesetzt und die Muskeln entspannt. Auf diese Weise wird dem Körper ein regelrechter Glücksboost geschenkt, der sich auch auf die Psyche positiv auswirkt.

Die Rolle der Ernährung
Einige Lebensmittel können Regelschmerzen verstärken. Die typischen Unterleibsschmerzen werden für gewöhnlich durch bestimmte Gewebshormone hervorgerufen. Diese können unter anderem auch Probleme mit der Verdauung bedingen oder zu Kopfschmerzen führen. Vor allem tierische Produkte stehen im Verdacht, als Baustein der schmerzauslösenden Gewebshormone von Bedeutung zu sein. Daher kann es einigen Frauen helfen, den Verzehr tierischer Produkte während dieser Zeit zu verringern.

Während der Regelblutung – also zu Beginn des Zyklus – ist es wichtig, den Körper mit gesunden Fetten und Vitaminen zu versorgen. Auch Magnesium, das sich vor allem in Hülsenfrüchten, Nüssen und vollkornhaltigen Lebensmitteln befindet, kann gegen Migräne und Krämpfe hilfreich sein. Zudem führt der Blutverlust während der Menstruation zu einem geringeren Eisengehalt. Der Eisenmangel kann negative Effekte mit sich bringen und unter anderem Symptome und Beschwerden intensivieren. Samen, Kerne und Nüsse können den Mangel ausgleichen. Vitamin C kann die Aufnahme von Eisen begünstigen, während auf schwarze Tees und Kaffee eher verzichtet werden sollte, denn diese hemmen die Eisenaufnahme.

Auch Ballaststoffe und Antioxidantien sind im Laufe des Zyklus wichtig. Alles in Allem sollte auf eine ausgewogene Ernährung geachtet werden. Zu Beginn kann es sich auch anbieten, eine Art Ernährungstagebuch zu führen, um festzustellen, ob bestimmte Lebensmittel oder Gewürze die individuellen Beschwerden verstärken können.

Regelschmerzen einheizen
Für viele Frauen sind Heizkissen oder Wärmflasche der willkommene Begleiter, wenn es zu Schmerzen während er Periode kommt. Die Wärme sorgt dafür, dass sich die Muskulatur entspannt, wodurch die Beschwerden abschwächen. Auch eine warme Dusche oder ein gemütliches Vollbad können den Effekt erzielen. Bei einem Bad können zusätzlich bestimmte Extrakte zugegeben werden, die eine entkrampfende Wirkung haben. Hierzu zählen zum Beispiel Kamillenbäder.

Massagen und leichter Druck gegen Krämpfe
Schmerzen im Unterleib können sich negativ auf das ganze körperliche und seelische Befinden niederschlagen. Ein guter Tipp gegen diese Beschwerden kommt ursprünglich aus der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) und lautet: Akupressur. Mithilfe leichter Druckausübungen auf die entsprechenden Stellen soll eine schnelle Linderung verschafft werden. Dazu legen Sie die Fingerkuppen etwa eine handbreit unter dem Nabel auf die Haut auf und massieren den Bauch leicht. Nach etwa 30 Sekunden führen Sie die Massagebewegungen erneut zwei Finger über dem Schambein noch einmal durch. Für gewöhnlich schwächt diese leichte Massage die Unterleibsschmerzen bereits sehr gut ab. Sie können Sie nach Belieben wiederholen und anwenden. Auch im unteren Rücken kann dies zu Entspannung und mehr Wohlbefinden führen.

Positiv bleiben und Pausen einlegen
Ein positives Mindset ist oftmals die goldene Regel während der Regel. Lassen Sie sich von den Schmerzen nicht herunterziehen, sondern probieren Sie verschiedene einfache und schonende Mittel und Tipps aus, um sich wieder wohler und ausgeglichener zu fühlen. Starke Regelschmerzen und Stimmungsschwankungen kosten Ihnen sehr viel Energie. Legen Sie daher ruhig viele kurze Pausen ein, in denen Sie bewusst abschalten und beispielsweise einen wohltuenden Tee trinken. Das schenkt Ihnen neue Kraft.

Medikamente bei Regelschmerzen
Auch wenn es viele gute Tipps und Hausmittel gibt, um unliebsame Beschwerden während der Periode zu mindern – teilweise ist eine schnelle und wirkungsvolle Linderung durch Arzneimittel gewünscht. Es gibt verschiedene Präparate, die speziell auf Menstruationsbeschwerden abgestimmt sind. Sie enthalten beispielsweise krampflösende Inhaltsstoffe, die die Muskulatur lockern. Gleichzeitig können auch schmerzstillende Bestandteile enthalten sein.

In einem persönlichen Beratungsgespräch informiere ich Sie gern über geeignete Medikamente bei Regelschmerzen und gebe Ihnen gern auch wertvolle Tipps gegen Menstruationsbeschwerden mit nach Hause.

Vorzeitige Wechseljahre: Ursachen, Symptome und Therapie

Die Wechseljahre treten in den meisten Fällen bei Frauen ab 50 ein. Vereinzelt können sie auch früher oder zu einem späteren Zeitpunkt einsetzen. Manche Frauen erleben sogar vor dem 40. Lebensjahr ihre Wechseljahre. In diesen Fällen spricht man von den „vorzeitigen Wechseljahren“. Etwa ein Prozent aller Frauen ist davon betroffen. Warum die Eierstöcke bei einigen Frauen bereits so früh ihre Funktion einstellen, kann vielfältige Gründe haben. Sowohl genetische Ursachen als auch Erkrankungen oder medizinische Eingriffe kommen dafür infrage.

Wie machen sich vorzeitige Wechseljahre bemerkbar?
Die Symptome der vorzeitigen Wechseljahre sind die gleichen wie die, der „richtigen“ Wechseljahre. Oftmals zeigen sich Hitzewallungen und plötzliche Schweißausbrüche. Zudem haben Frauen oftmals mit Schlafproblemen zu kämpfen. Auch kann sich die Veränderung in einer trockenen Scheide und Stimmungsschwankungen äußern. Auch wenn es sich hierbei um typische Wechseljahresbeschwerden handelt, denken viele junge Frauen nicht unbedingt an das Klimakterium. Immerhin erleben Frauen diese neue Lebensphase meist erst zwischen dem 50. und dem 53. Lebensjahr. Es ist daher auch nicht unüblich, dass die vorzeitigen Wechseljahre zunächst für eine Hormonstörung gehalten werden.

Ein Hinweis auf die Wechseljahre bietet auch eine Unregelmäßigkeit bei der Regelblutung. Teilweise erfolgen die Blutungen für einige Monate im normalen Rhythmus, um dann einige Monate komplett auszusetzen. Dabei sind sie des Öfteren auch ungewöhnlich stark. Gleichzeitig kann es vor den Blutungen zu Brustspannungen und anderen prämenstruellen Symptomen kommen.

Gewissheit, dass sich eine Frau in den Wechseljahren befindet, bringt das völlige Ausbleiben der Regelblutung für ein Jahr. Das Einsetzen der Menopause kann somit zurückdatiert werden, sobald feststeht, dass es sich tatsächlich um die letzte Regelblutung gehandelt hat.

Welche Ursachen können zu vorzeitigen Wechseljahren führen?
Für das frühzeitige Eintreten der Wechseljahre kann es verschiedene Gründen geben. Schlagartig befinden sich Frauen in den Wechseljahren, bei denen ein medizinisches Entfernen der Eierstöcke notwendig war. In diesem Fall ist der Körper natürlich nicht mehr in der Lage, Eizellen für eine eventuelle Befruchtung vorzubereiten. Im Gegensatz zu den natürlichen Wechseljahren handelt es sich hierbei nicht um einen schleichenden Prozess, der sich über mehrere Monate bis Jahre ereignen kann, sondern um einen direkten Zeitpunkt: den OP-Termin. Auch andere medizinische Behandlungen an den Eierstöcken wie beispielsweise eine OP bei Endometriose oder eine Strahlen- und Chemotherapie bei Krebs kann zu frühen Wechseljahren führen.

Als weitere mögliche Auslöser kommen auch bestimmte Autoimmunerkrankungen, Virusinfektionen (z. B. Entzündung der Eierstöcke) und spezielle Stoffwechselstörungen in Betracht. Die vorzeitigen Wechseljahre können zudem durch Rauchen gefördert werden. Das Nikotin schädigt auf Dauer die Gefäße. Dadurch kommt es unter anderem zu einer schlechteren Blutversorgung, die auch die Eierstöcke betreffen kann. Durchschnittlich treten bei Raucherinnen die Wechseljahre etwa zwei Jahre früher auf als bei Frauen, die nicht rauchen.

In einigen Familien treten vorzeitige Wechseljahre gehäuft auf, was die Vermutung einer genetischen Veranlagung als weitere mögliche Ursache nahelegt. Trotz sorgsamer Untersuchungen ist es bei vielen Frauen der Fall, dass keine genaue Ursache für das frühzeitige Eintreten der Wechseljahre bestimmt werden kann.

Wie stellt der Gynäkologe bzw. die Gynäkologin die vorzeitigen Wechseljahre fest?
Im gynäkologischen Gespräch wird der Arzt beziehungsweise die Ärztin zunächst eine ausführliche Anamnese zur bisherigen Krankengeschichte der Patientin vornehmen. Möglicherweise geben bestimmte bekannte Erkrankungen bereits einen Hinweis darauf, dass es sich bei den ebenfalls genannten Symptomen um ein früh einsetzendes Klimakterium handeln kann. Auch eventuelle medizinische Eingriffe sind hierbei zu erwähnen.

Anschließend wird eine Blutuntersuchung durchgeführt, um den Hormonspiegel der Patientin zu messen. Zeigen sich hier auffällige Abweichungen von der Norm, kann dies für vorzeitige Wechseljahre sprechen. Dabei werden unter anderem die Konzentration von Östrogen sowie die im Körper befindliche Menge an FSH (Follikel-stimulierendes Hormon) bestimmt. Weitere individuelle Untersuchungen können dann genauer auf die möglichen Ursachen eingehen.

Wie können vorzeitige Wechseljahre therapiert werden?
Ein frühes Einsetzen der Wechseljahre kann für die Frauen später gesundheitliche Folgen mit sich bringen. So stellt es keine Seltenheit dar, dass das Risiko für beispielsweise Osteoporose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Demenz laut wissenschaftlicher Studien steigt, wenn der natürliche Hormonmangel, der in den Wechseljahren eintritt, sich bereits bei jungen Frauen ereignet. Daher empfiehlt sich häufig die Einnahme von Hormonersatzpräparaten, um diesen Mangel auszugleichen.

Wichtig ist, dass der Prozess der Wechseljahre nicht umgekehrt werden kann. Das bedeutet: Setzen die (vorzeitigen) Wechseljahre einmal ein, müssen die betroffenen Frauen diesen neuen Lebensumstand akzeptieren und sich darauf einstellen. Besonders schwierig ist es häufig für junge Frauen, die noch einen Kinderwunsch hegen, denn durch die vorzeitigen Wechseljahre ist eine Schwangerschaft nicht mehr möglich.

Um die Symptome beziehungsweise die typischen Wechseljahresbeschwerden zu lindern, gibt es verschiedene Methoden, die am besten individuell ausprobiert werden. Linderung können hierbei sowohl medikamentöse Therapien als auch Bewegung und Sport sowie gezielte Ruheübungen bringen. Im persönlichen Gespräch mit dem Gynäkologen beziehungsweise der Gynäkologin können die Patientinnen sich hierbei Ratschläge und Tipps einholen. Im Fall der vorzeitigen Wechseljahre können teilweise auch psychologische Angebote ratsam sein, um besser mit der neuen Situation zurechtzukommen. Eine ausführliche, individuelle und auch flexible Beratung ist hierbei besonders wichtig, denn jede Frau und jedes Klimakterium ist etwas ganz Individuelles. Des Weiteren gibt es moderne Laserbehandlungen, die vulvovaginale Beschwerden im Zuge der Wechseljahre reduzieren können.

Veränderungen im Intimbereich nach Schwangerschaft und Geburt

Dass sich der Körper während einer Schwangerschaft verändert, ist kein Geheimnis. Vor allem der Bauch und die Brüste sind dabei häufig thematisierte Bereiche. Doch auch die Intimzone kann während einer Schwangerschaft und nach der Geburt des Kindes anders aussehen. Nicht selten kommt es auch zu begleitenden Erscheinungen oder Beschwerden wie Scheidentrockenheit oder Juckreiz. Welche Veränderungen in dieser aufregenden Zeit möglich sind und welche Hilfe es gegen bestimmte Beschwerden gibt, darüber klärt der folgende Beitrag auf.

Veränderte Hautfärbung

Kein Intimbereich sieht identisch aus. Leichte Abweichungen hinsichtlich Form und Farbe sind für gewöhnlich vollkommen normal und unbedenklich. Oftmals ist die Haut in der Intimzone rötlich oder dunkel. Während der Schwangerschaft wird der Intimbereich meist stärker durchblutet. Diese verstärkte Durchblutung kann dazu führen, dass die Vagina bläulich oder violett erscheint. Die Färbung kann bereits ab der sechsten Schwangerschaftswoche auftreten. Nach der Schwangerschaft wechselt die Färbung selbstständig wieder zurück.

Krampfadern

Zu den typischen Beschwerden in einer Schwangerschaft zählen Krampfadern an den Beinen. Es handelt sich um erweiterte Venen, die wie kleine Verzweigungen unter der Haut durchschimmern. Sie erscheinen bläulich oder violett und treten teilweise auch leicht hervor. Oftmals führen sie dazu, dass sich die Beine schwer anfühlen. Auch nächtliche Wadenkrämpfe, Juckreiz und Taubheitsgefühle stellen keine Seltenheit dar.

Krampfadern können während der Schwangerschaft nicht nur an den Beinen, sondern auch im Bereich der Vagina auftreten. Etwa zehn Prozent der schwangeren Frauen sollen von ihnen betroffen sein, wobei das Risiko mit der Anzahl der Schwangerschaften zu steigen scheint. Auslöser für Krampfadern im Intimbereich sind unter anderem Hormone, die die Gefäße weiten, die Gewichtszunahme der Gebärmutter und die verstärkte Durchblutung der Intimzone. Die vaginalen Krampfadern können pulsieren und unangenehme Druckgefühle auslösen. Gut sechs Wochen nach der Entbindung bilden sie sich in der Regel wieder zurück.

Juckreiz – Wann zum Arzt?

Juckreiz und Brennen in der Intimzone können aus einer gestörten Scheidenflora resultieren. Im normalen und gesunden Zustand ist das Scheidenmilieu sauer, das bedeutet, es besitzt einen pH-Wert zwischen 3,8 und 4,4. Hervorgerufen wird das saure Milieu durch die sogenannten Laktobazillen (Milchsäurebakterien). Die saure Umgebung ist wichtig, damit unerwünschte Keime und Bakterien sich nicht ansiedeln und vermehren können. Sie werden somit aus dem Körper ferngehalten.

Durch die verschiedenen Umstellungen, Hormonschwankungen und Stress während der Schwangerschaft kann das Immunsystem leicht aus der Balance geraten. Auch die Bakterienflora der Scheide kann dabei mitbetroffen sein, wobei die Anzahl der „guten“ Laktobazillen sinkt. Dadurch haben es „schlechte“ Bakterien leichter, sich anzusiedeln und die natürliche Schutzbarriere zu durchbrechen.
Bei Juckreiz sollte immer eine ärztliche Rücksprache stattfinden, um eventuelle Risiken schnellstmöglich auszuschalten. Meist reicht eine sanfte Tablettenkur aus, um die Scheidenflora wieder ins Gleichgewicht zu bringen und den Juckreiz zu lindern.

Erschlafftes Gewebe und trockene Scheide

Nach der Schwangerschaft leiden viele Frauen unter Scheidentrockenheit. Die Menge an Östrogen lässt nach Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit ab. Dadurch wird die Schleimhaut dünner und sensibler. Zudem kann, wie beschrieben, die Scheidenflora aus dem Gleichgewicht geraten. Infolgedessen bildet sich weniger Vaginalsekret, was in Juckreiz, Brennen und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr resultieren kann. Auch Reizungen und leichte Blutungen der Vaginalhaut können auftreten. Des Weiteren kann das Gewebe, das durch die Schwangerschaft und Geburt gedehnt wird, erschlaffen.

Gegen Scheidentrockenheit und erschlafftes Gewebe gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Zu den sanften Methoden gehört auch die schonende Laserbehandlung. Hierbei wird fokussierte Energie in das Vaginalgewebe abgegeben. Dort regt die Laserenergie die Bildung von Kollagen und die körpereigenen Stoffwechselprozesse an. Neben Kollagen werden auch neue kleine Blutkapillare gebildet, die den Bereich besser durchbluten. Diese Vorgänge führen zu einer verbesserten Feuchtigkeitsversorgung der Scheide. Die Behandlung wirkt somit Scheidentrockenheit entgegen und kann weitere Beschwerden wie Brennen und Jucken lindern.

Zwischen der Entbindung und der sanften Laserbehandlung liegen für gewöhnlich mindestens sechs Monate, um die Sicherheit und Gesundheit von Mutter und Kind zu garantieren und eventuelle Komplikationen durch die Behandlung auszuschließen.

Laserbehandlung MonaLisa Touch® – ambulant und risikoarm

Zu den Vorteilen der vaginalen Laserbehandlung zählt vor allem, dass sie ohne einen operativen Eingriff ambulant in der Praxis durchgeführt werden kann. Die Behandlung ist bereits nach fünf bis zehn Minuten beendet. Für ein optimales Ergebnis sind in der Regel drei bis fünf Behandlungen notwendig. Eine Narkose ist nicht erforderlich. Die Behandlung verläuft auch ohne Betäubung schmerzfrei. Die Nebenwirkungen sind minimal. Die Vagina kann nach der Behandlung etwas empfindlicher sein als sonst. Auch kleine Schwellungen sind möglich. Die Beschwerden lassen jedoch nach kurzer Zeit wieder nach.

Eine ausführliche Beratung zum Thema MonaLisa Touch® erhalten Sie gern bei einem persönlichen und unverbindlichen Termin in meiner Praxis.

Tipps zur Pflege und Hygiene bei Lichen sclerosus

Der Lichen sclerosus (LS) ist eine chronische Hautkrankheit im Vaginalbereich. Für die Betroffenen ist er für gewöhnlich sehr unangenehm, da er zum einen Schmerzen und Beschwerden hervorruft und zum anderen oftmals eine Erkrankung ist, über die die Patienten nicht gern offen reden. Sie schämen sich und trauen sich häufig nicht, mit ihrer Gynäkologin oder ihrem Gynäkologen darüber zu sprechen. Des Weiteren wird LS teilweise erst spät diagnostiziert, da zahlreiche Ärzte die Krankheit mit anderen Erkrankungen wie etwa einer Pilzinfektion verwechseln. Lichen sclerosus ist nach heutigem Erkenntnisstand nicht heilbar, jedoch lassen sich die unangenehmen Symptome mithilfe einer gezielten Therapie abschwächen. Neben einer Salbenkur (Kortison) biete ich in meiner Praxis auch die minimalinvasive Behandlung mit MonaLisa Touch® an. Durch die schonende Laserbehandlung können Juckreiz und Brennen im Intimbereich gelindert werden.

Ein wichtiges Thema für LS-Betroffene ist die Körperpflege und Hygiene. Gibt es bestimmte Produkte, die sich bei LS eignen? Welche Mittel sollten vermieden werden? Hier finden Sie einige Hinweise zu dem Thema „Pflege und Hygiene bei Lichen sclerosus“.

Empfindliche Haut im Intimbereich
Die Intimzone ist ohnehin ein sehr sensibler Bereich des menschlichen Körpers. Wird sie zusätzlich durch den Lichen sclerosus gereizt, ist sie noch viel empfindlicher und bedarf einer gezielten Pflege. Insbesondere rückfettende Substanzen sind wichtig und empfehlenswert. Durch den Lichen sclerosus trocknet die Haut aus und wird rissig. Die regelmäßige Verwendung von Salben, Ölen und Vaseline spendet Feuchtigkeit und gibt der sensiblen Haut Geschmeidigkeit zurück. Dadurch wird die Gefahr für Risse und Schmerzen ebenfalls geringer.

Wie oft fetthaltige Pflegemittel aufgetragen werden sollten, probieren Sie am besten selbst aus. Meist bietet es sich an, die Salben oder Öle morgens und abends auf die Stellen zu geben. Bei Bedarf können Sie die Mittel auch während des Tages auftragen – je nachdem, was Ihnen guttut. In einem persönlichen Gespräch verrate ich Ihnen gern, welche Mittel sich eignen und was Sie bei der Anwendung berücksichtigen können.

Verzicht auf Duftstoffe
Ein entscheidender Punkt bei der Wahl von Pflegeprodukten sind Duftstoffe. Sie sollten bestenfalls nicht auf der Inhaltsstoffliste auftauchen. Sind die Pflege- und Hygienemittel parfümiert, können sie Reizungen auf der Haut hervorrufen oder allergische Reaktionen auslösen. Da die Haut durch die Erkrankung bereits gereizt ist, sollten weitere Einflüsse bestmöglich vermieden werden. Greifen Sie daher eher zu sanften Produkten mit natürlichen Inhaltsstoffen ohne Duftstoffen und Parfümen.

Hinweise zum Waschen und Duschen
Bei der täglichen Hygiene sollte vorrangig klares Wasser verwendet werden. Dieser Ratschlag gilt sowohl bei Lichen sclerosus als auch bei einem gesunden Intimbereich. Durch Duschgele oder Seifen kann der pH-Wert der Intimzone verändert werden, was zu einer Störung der Intimflora führen kann.

Zudem sollte der Intimbereich mit der Hand gereinigt werden. Bei der Verwendung von Stoff können sich Bakterien in dem Material absetzen und später zu Reizungen führen.
Beim Duschen kann zudem Öl aufgetragen werden, um den sensiblen Bereich zu fetten und zu beruhigen.

Sitzbäder gegen den Juckreiz
Sitzbäder stellen eine gute Möglichkeit dar, um Juckreiz und Brennen zu lindern. Durch wohltuende Extrakte kann die gestresste und gereizte Haut entspannen. Auch hierbei sollten Sie selbst austesten, was Sie vertragen und was Ihnen guttut. Prinzipiell gibt es zwei mögliche Varianten: warme Sitzbäder von circa 36 Grad für etwa 15 Minuten oder kalte Sitzbäder von etwa 18 Grad für weniger als zehn Minuten.

Nach dem Sitzbad sollte der Intimbereich vorsichtig abgetupft und anschließend eingefettet werden.

Hygieneartikel während der Periode
Die zwei häufigsten Hygieneartikel während der Periode sind Slipeinlagen und Tampons. Von Slipeinlagen ist beim Lichen sclerosus eher abzuraten. Die Einlage kann an der Haut reiben und die Reizungen verstärken. Zudem kann die Haut durch die Feuchtigkeit der Binde bei einigen Frauen anschwellen. Daher empfinden es viele LS-Patientinnen als angenehmer, Tampons zu verwenden, die den Bereich für gewöhnlich weniger negativ beeinflussen.

Sollten Sie dennoch Binden verwenden wollen, achten Sie in jedem Fall darauf, dass sie keine Duftstoffe sowie keine Plastikstreifen enthalten. Am besten eignen sich Binden aus Baumwolle, die ohne Duft und chlorfrei sind.

Mehr zur Pflege und Behandlung von Lichen sclerosus
Sie wünschen sich ein persönliches Gespräch zum Thema Lichen sclerosus? Gern informiere und berate ich Sie in diskreter Atmosphäre in meiner Berliner Praxis. Ich habe mich auf die Diagnose und Behandlung der chronischen Hauterkrankung LS spezialisiert. Auf Wunsch erläutere ich Ihnen auch die Möglichkeiten der sanften Laserbehandlung mit MonaLisa Touch®, die ambulant in der Praxis vorgenommen werden kann. Kontaktieren Sie mich gern für ein unverbindliches Gespräch.

Brennen beim Wasserlassen: mögliche Ursachen und Therapien

Ist das Blaseentleeren erschwert und begleitet das Wasserlassen ein brennendes Gefühl, wird das in der Medizin als Dysurie oder Algurie bezeichnet. Letzteres bezieht sich lediglich auf ein schmerzhaftes Wasserlassen, während Dysurie eine allgemeine Dysfunktion beim Harnabgang beschreibt. Für die Betroffenen mit vergleichbaren Problemen wird damit jeder Gang zur Toilette eine regelrechte Belastung. Es gibt verschiedene Ursachen, die vorliegen können. Diese gilt es genauestens zu untersuchen und abzuklären, um eine entsprechende Therapie einleiten zu können. Teilweise lassen sich die Beschwerden medikamentös behandeln oder es bietet sich eine schonende Lasertherapie wie die Behandlung mit MonaLisa Touch® an.

Was kann zum Brennen beim Wasserlassen führen?
Schmerzen beim Urinieren sind ein häufiger Grund, weshalb Patienten einen Arzt aufsuchen. Die Beschwerden können äußerst unangenehm und auf verschiedene Ursachen zurückzuführen sein. Oftmals handelt es sich um eine bakterielle Entzündung, die das Brennen hervorruft. Ändert sich beispielsweise das Scheidenmilieu und weist einen deutlich weniger sauren pH-Wert auf, haben es Keime und Bakterien leichter, in den Körper einzudringen und sich zu vermehren. Von einer Blasenentzündung sind Frauen häufiger betroffen als Männer, da ihre Harnröhre etwa drei Zentimeter kürzer ist und Bakterien es somit leichter haben, in die Blase zu gelangen und dort die Entzündung hervorzurufen.

Manchmal können Schmerzen beim Wasserlassen auch mit sexuell übertragbaren Erkrankungen in Verbindung stehen. Die Infektion erfolgt bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr mit einem infizierten Partner. Ein Brennen beim Wasserlassen kann daher ein Anzeichen für unter anderem Syphilis, Tripper, Herpes im Genitalbereich oder eine Chlamydieninfektion sein und sollte ärztlich abgeklärt werden.

Ein weiterer möglicher Grund für Beschwerden beim Wasserlassen können sogenannte Blasensteine sein. Sie bestehen meist aus Kaliumsalzen, Harnsäure oder anderen Salzen und werden entweder direkt in der Blase oder im Nierenbecken gebildet. Die Steine an sich führen nicht zu Schmerzen. Sobald sie jedoch mit dem Urin transportiert werden und den Ausführgang der Blase verstopfen, kommt es zum Brennen beim Toilettengang. Weitere typische Symptome sind Blut im Urin und plötzliche, sehr starke Unterbauchschmerzen.

Ebenso können Tumorerkrankungen oder Erkrankungen der Prostata bei Männern zu Schmerzen beim Urinieren auslösen.

Scheidentrockenheit als Grund für Brennen beim Wasserlassen
Eine trockene Scheide betrifft zahlreiche Frauen. Vor allem mit den Wechseljahren kommt es häufig auch zur Reduktion der Scheidenfeuchtigkeit, aber auch junge Frauen können unter einer Scheidentrockenheit leiden. Durch die trockene Scheide kann es sowohl zu Schmerzen beim Wasserlassen als auch zu schmerzhaften Beschwerden beim Geschlechtsverkehr kommen. Teilweise reicht bereits die Verwendung von Gleitgelen oder Feuchtigkeitscremes aus, um die jeweiligen Beschwerden zu lindern. Bei anderen Patientinnen sind hingegen weitere Maßnahmen wie eine Änderung der Intimhygiene, medikamentöse Hilfe (Hormonpräparate als auch hormonfreie Alternativen) oder eine sanfte Lasertherapie empfehlenswert, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen.

MonaLisa Touch® gegen Dysurie
Bei MonaLisa Touch® handelt es sich um ein innovatives und besonders schonendes Verfahren gegen diverse vulvovaginale Beschwerden. Mithilfe einer Vaginalsonde, die in die Scheide eingeführt wird, werden Impulse an das Vaginalgewebe abgegeben. Diese Impulse regen die Kollagenbildung, Zellneubildung sowie die Bildung feiner Blutkapillaren an. Infolgedessen wird das Scheidengewebe besser durchblutet und auch die Feuchtigkeitsversorgung wird optimiert. Insbesondere einer trockenen Scheide kann mit der kurzen Behandlung, die ambulant und ohne operative Schritte erfolgt, entgegengewirkt werden. Auch bei anderen vulvovaginalen Problemen wie Schmerzen beim Wasserlassen kann die Behandlung eine Verbesserung erwirken.

Was kann ich selbst gegen Schmerzen beim Wasserlassen tun?
Es mag zunächst etwas paradox klingen, doch bei Schmerzen beim Wasserlassen sollten Sie zunächst darauf achten, viel zu trinken – auch wenn der anschließende Gang zur Toilette unangenehm wird. Vor allem bei einem Harnwegsinfekt kann eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr beim Heilungsprozess behilflich sein, indem der Harndrang anregt wird, um die entsprechenden Auslöser „wegzuspülen“. Zudem können pflanzliche Wirkstoffe beruhigend wirken. Auch Wärme kann sich lindernd auswirken. Sie können beispielsweise eine Heizdecke oder eine Wärmflasche verwenden.
 
Vorbeugende Maßnahmen sind zudem:

  • Blase immer ganz leeren, da Restharn einen guten Nährboden für Keime darstellt
  • Unterleib warmhalten, Unterkühlung vermeiden
  • Bei der Reinigung der Intimzone immer von vorn nach hinten (von der Vagina zum After) säubern
  • Eine übertriebene Intimhygiene sowie aggressive/parfümierte Mittel vermeiden
  • Beim Geschlechtsverkehr auf den Schutz mit Kondomen achten, um Geschlechtserkrankungen zu vermeiden

Um die Beschwerden effektiv behandeln zu lassen, sollten Sie das Brennen beim Wasserlassen in jedem Fall ärztlich abklären lassen.

Vaginale Atrophie – ein beschwiegenes Thema

Eine trockene Scheide ist für viele betroffene Frauen ein unangenehmes Thema, über das sie nicht offen sprechen möchten. Gleiches gilt für Jucken und Brennen im Intimbereich oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Als sogenannte vaginale oder vulvovaginale Atrophie werden Veränderungen des Genitalgewebes bezeichnet. Durch die Verdünnung des Gewebes, die meist als natürliche Folge des Alterungsprozesses auftritt, kann es zu Scheidentrockenheit, Schmerzen und Juckreiz kommen. Frauen müssen sich wegen dieser Veränderungen und Beschwerden keinesfalls schämen. Sie sollten nicht vernachlässigt, sondern offen angesprochen werden. Denn heutzutage gibt es schonende Verfahren, die in kurzer Zeit Abhilfe schaffen können. So kann beispielsweise die Laserbehandlung mit MonaLisa Touch® gängige Probleme der vulvovaginalen Atrophie auf sanfte Weise behandeln und lindern.

Was genau bedeutet vaginale Atrophie?

Die vaginale oder urogenitale Atrophie ist eine Folge eines verminderten Östrogenspiegels. Daher tritt sie häufig während der Menopause auf. Auch durch die Behandlung gynäkologischer Tumoren können die Eierstöcke in ihrer Östrogenproduktion gestört werden, was wiederum in einer vaginalen Atrophie resultieren kann.

Durch die geringere Östrogenproduktion nimmt das Gewebe im Genitalbereich ab und wird zunehmend dünner. Gleichzeitig bedeutet das auch, dass durch die Abnahme der Vaginal- und Vulvaschleimhaut die Scheide empfindlicher, reizbarer und auch verletzlicher werden kann.

Typische Beschwerden infolge einer vaginalen Atrophie sind unter anderem:

  • Scheidentrockenheit
  • Veränderung des vaginalen pH-Werts (über 5,0)
  • Verringerung der Anzahl an Laktobazillen
  • häufige Infektionen und Entzündungen
  • Juckreiz und Brennen
  • atypischer Ausfluss
  • Berührungsempfindlichkeit
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (aufgrund geringerer Lubrikation der Vagina)
  • Verringerung der Libido
  • Inkontinenz

Ziel der Atrophie-Therapie

Die Behandlung einer vaginalen Atrophie zielt gemeinhin darauf ab, den „normalen“ Zustand der Vagina wiederherzustellen. Das bedeutet, dass die Feuchtigkeitsversorgung gesteigert, eine Dickenzunahme des Epithels begünstigt und ein vaginaler pH-Wert von etwa 4 angestrebt werden. Zudem sollte die Therapie möglichst schonend und nebenwirkungsarm sein.
Laserbehandlung gegen vaginale Atrophie

Eine schonende und hormonfreie Behandlungsmethode bei vaginaler Atrophie ist die Lasertherapie mit MonaLisa Touch®. Dabei werden gezielt Impulse an die Vaginaschleimhaut gesendet, um die körpereigenen Regenerationsprozesse einzuleiten. Daraufhin produziert der Körper mehr Kollagen sowie neue Gefäße. Der Intimbereich wird aufgrund der neuen feinen Blutkapillare besser durchblutet und die Vaginalschleimhaut wird gestärkt. Zudem verbessert die Behandlung auch die Lubrikation, also die Feuchtigkeitsversorgung des Scheidenbereichs.

Die Behandlung erfolgt schnell, ambulant und ohne Schmerzen. Die spezielle Vaginalsonde wird sanft in die Vagina eingeführt und gibt dort die Impulse direkt an die Zellen ab. Bereits nach fünf bis zehn Minuten ist die Behandlungssitzung beendet und die Patientin kann ihrem gewohnten Alltag nachgehen. Für gewöhnlich umfasst ein Behandlungszyklus drei bis fünf Sitzungen, die in einem jeweiligen Abstand von vier bis sechs Wochen stattfinden. Eine Narkose oder Betäubung ist für das Laserverfahren nicht notwendig.

Wann sind die Ergebnisse spürbar?
Viele Patientinnen bemerken direkt nach der ersten Anwendung eine Verbesserung. Meist reichen drei bis fünf Behandlungssitzungen aus, um die jeweiligen Beschwerden abzuschwächen und ein plus an Lebensqualität zu schenken. Durch regelmäßige Wiederholungen der Behandlung können die positiven Ergebnisse aufgefrischt beziehungsweise erhalten werden. Für gewöhnlich wird die Auffrischung einmal pro Jahr vorgenommen.

Gibt es Risiken bei der Behandlung?

Die Lasertherapie ist äußerst risikoarm. Sie verläuft in der Regel schmerzfrei. Mit Ausfallzeiten oder starken Beschwerden ist nach der Behandlung nicht zu rechnen. Es kann zu leichten Nebenwirkungen wie Rötungen oder Schwellungen kommen. Diese sind erfahrungsgemäß unbedenklich und bilden sich ohne Zutun von allein wieder zurück. Bei Bedarf können die Areale vorsichtig gekühlt werden, um das Abklingen der Schwellungen und Rötungen zu unterstützen.

Schweres Heben oder heiße Bäder sollten unmittelbar nach der Therapie vermieden werden, um die Genesung nicht zu behindern. Auch körperliche Betätigungen sollten zunächst etwas reduziert werden. Genauere Informationen und Anweisungen erhalten die Patientinnen im individuellen Beratungsgespräch.

Persönliche Beratung zu MonaLisa Touch®

Die schonende Laserbehandlung mit MonaLisa Touch® ist eine innovative Methode, um verschiedenen vulvovaginalen Beschwerden auf sanfte Weise entgegenzuwirken und diese effektiv zu lindern. In meiner Praxis kläre ich Sie gern ausführlich über die Möglichkeiten dieses Verfahrens auf. Gemeinsam besprechen wir, ob die Behandlung für Ihre Anliegen eine geeignete Lösung darstellen kann. Für die Beratung und Untersuchung nehme ich mir viel Zeit, um individuell auf Sie und Ihre Wünsche eingehen zu können. Vereinbaren Sie einfach Ihren Termin für ein unverbindliches Gespräch in meiner Praxis. Ich freue mich darauf, Sie kennenzulernen!

Wechseljahre – und jetzt? Tipps und Behandlungen

Die sogenannten Wechseljahre (das Klimakterium) gehören zum Leben der Frau unweigerlich dazu. Während einige Frauen dem Prozess entspannt und erwartungsvoll entgegensehen, haben andere mit Ängsten und Unsicherheiten zu kämpfen. Wichtig ist in jedem Fall, Folgendes zu berücksichtigen: Die Wechseljahre sind keine Krankheit. Stattdessen sind sie ein natürlicher Bestandteil des Älterwerdens. Mit einigen Tipps und Ausprobieren, was Ihnen guttut, können unliebsame Beschwerden während der Wechseljahre effektiv und schonend gelindert werden.

Akzeptanz und Information
Es gibt eine essenzielle Voraussetzung, um möglichst stressfrei und gut durch die Wechseljahre zu kommen, auch wenn diese etwas banal klingen mag: Akzeptieren Sie die Wechseljahre. Das Klimakterium ist nichts Ungewöhnliches oder Bedrohliches, sondern ein Lebensabschnitt wie jeder andere, der etwas Neues und Aufregendes mit sich bringen kann. Meist setzt der Prozess zwischen dem 40. und dem 50. Lebensjahr ein. Bei einigen Frauen kann es auch etwas länger dauern, wohingegen andere frühzeitig in die Wechseljahre kommen können. Die jeweiligen Erfahrungen und Begleiterscheinungen können dabei ebenfalls von Frau zu Frau unterschiedlich sein.

In Gesprächsgruppen oder Onlineforen gibt es viele Möglichkeiten, sich über die Wechseljahre auszutauschen. Gut informiert zu sein und hilfreiche Ratschläge aus erster Hand von anderen Frauen zu bekommen, stärkt nicht nur das Gemeinschaftsgefühl, sondern trägt auch dazu bei, eigene Beschwerden und Unannehmlichkeiten während dieser Zeit möglichst gering halten zu können. Mit einer positiven und aufgeschlossenen Grundhaltung lässt sich bereits viel bewirken.

Der Wechsel beginnt im Kopf
Unterstützend zu einer optimistischen Einstellung können vor allem bewusste Ruhephasen durch die Wechseljahre helfen. Welche Entspannungsübungen sich für Sie eignen, finden Sie am besten selbst heraus. Bereits wenige Minuten Atemübungen oder eine kurze Meditation können neue Energien geben und den Stresslevel enorm reduzieren. Viele Frauen finden zudem Gefallen an Yoga, um die Gedanken schweifen zu lassen, zu entspannen und gleichzeitig körperlich etwas aktiv zu werden. Überdies können allein das Hören der Lieblingsband, ein gutes Buch, Garten- oder Handarbeit sowie ein kurzer Spaziergang einen entspannenden und bestärkenden Effekt erzielen.

Sport und Bewegung an der frischen Luft
Aktivitäten in der Natur sind in jedem Lebensabschnitt eine wertvolle Ergänzung zu einem gesunden und ausgewogenen Lebensstil. Sie halten Körper und Geist gleichermaßen fit und bringen den Kreislauf in Schwung. Sport wirkt sich beruhigend auf das Nervensystem aus und macht somit zufriedener. Da sich das vegetative Nervensystem bei regelmäßiger körperlicher Betätigung stabilisiert, treten bei sportlich aktiven Frauen weniger häufig Pulsrasen oder Schweißausbrüche in den Wechseljahren auf. Überdies führt Bewegung zu einem positiven Körpergefühl und hebt damit nicht nur die allgemeine Stimmung, sondern stärkt auch das Selbstbewusstsein.

Sport wirkt zudem den altersbedingten Abbauprozessen entgegen. Da Muskelkontraktionen unter anderem den Knochenaufbau anregen, wird das Risiko für Osteoporose reduziert. Zudem wird auch die Gefahr für Gefäßerkrankungen gesenkt, da Bewegung dabei hilft, die Blutfettwerte gering zu halten. Außerdem wird die Herzleistung unterstützt.

Neben ausdauernden Sportarten wie Joggen sollte auch das Krafttraining während der Wechseljahre nicht zu kurz kommen. Als beliebter Allroundsport für Ausdauer und Muskeln gilt Schwimmen, denn hierbei bleiben nur wenige Muskeln ungenutzt.

„Du bist, was du isst“
Diesen Leitspruch haben Sie sicher schon einmal gehört. Er ist nicht ganz falsch, denn über eine ausgewogene und gesunde Ernährung lassen sich Körper und Geist durchaus fit halten. In jeder Lebensphase ist die typgerechte Ernährung ein wichtiger Bestandteil. Während der Wechseljahre kann zudem darauf geachtet werden, ob bestimmte Lebensmittel die unliebsamen Symptome der Wechseljahresbeschwerden hervorrufen oder verstärken können. Ob und in welchem Ausmaß die Ernährung eine Rolle bei Wechseljahresbeschwerden einnimmt, ist noch nicht abschließend erforscht. Verlassen Sie sich hierbei also auf Ihr Bauchgefühl und testen Sie selbst aus, was Ihnen guttut. Stellen Sie beispielsweise fest, dass schärfere Speisen Hitzewallungen begünstigen können, nehmen Sie diese vorerst von Ihrem Speiseplan. Ebenso kann es sein, dass sich bestimmte Lebensmittel und pflanzliche Produkte besonders positiv auswirken und einzelne Beschwerden sogar lindern können.

Auch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sollte nicht missachtet werden!

Schonende Behandlung per Lasertherapie
Mit den Wechseljahren können verschiedenste Beschwerden auftreten. Nicht selten kommt es zu Veränderungen im Intimbereich wie beispielsweise Scheidentrockenheit. Gegen vulvovaginale Beschwerden hat sich die schonende Intimlaserbehandlung mit MonaLisa Touch® bewährt. Durch gezielte Impulse wird die Vaginalschleimhaut stimuliert, sodass sie besser durchblutet und verjüngt wird. Auch die Feuchtigkeitsversorgung wird mithilfe der Behandlung verbessert. Auf diese Weise lassen sich unterschiedliche intime Probleme sanft und ohne einen operativen Eingriff beheben – für mehr Wohlbefinden. Auch in den Wechseljahren bietet das Behandlungsverfahren für viele Frauen eine angenehme Unterstützung und Linderung.

Die Wechseljahre sind etwas ganz Individuelles. Gern bespreche ich mit Ihnen in einem persönlichen Beratungsgespräch, welche Möglichkeiten und Tipps es gibt, um diesen neuen Lebensabschnitt zu „meistern“. Auch über die sanfte Laserbehandlung kläre ich Sie gern auf, wenn Sie auf der Suche nach einem schonenden Verfahren gegen vulvovaginale Wechseljahresbeschwerden sind.

Was der Ausfluss bedeuten kann

Bei Frauen beginnt der Ausfluss kurz vor der Pubertät und begleitet sie dann bis zu den Wechseljahren. Er ist eine normale Reaktion des Körpers. Für gewöhnlich ist er durchsichtig und geruchsneutral. Im Laufe eines jedes Zyklus kann er sich leicht verändern. Insbesondere während des Eisprungs kann es beispielsweise zu einem vermehrten Ausfluss kommen. Weichen Farbe, Geruch oder Beschaffenheit des Ausflusses von „der Norm“ ab, kann dies jedoch auch ein Anzeichen für Veränderungen oder Erkrankungen im Körper sein. Im nachfolgenden Beitrag findet sich eine kleine Übersicht über den weiblichen Ausfluss.

Der normale Ausfluss

Die Scheide sondert regelmäßig Ausfluss ab. Dieser normale Ausfluss wird auch als „Weißfluss“ bezeichnet. Er setzt etwa ein Jahr vor der ersten Periode ein und endet mit dem Erreichen der Wechseljahre, wenn die Scheidenfeuchtigkeit abnimmt. Von Frau zu Frau unterscheidet sich der Ausfluss leicht. Auch die Menge kann variieren. Gemeinhin ist der „Weißfluss“ geruchsneutral, durchsichtig bis weißlich-milchig sowie wässrig bis zähflüssig.

Der weibliche Ausfluss übernimmt eine wichtige Schutzfunktion. Durch ihn haben es Bakterien und andere Krankheitserreger schwerer, in den Körper zu gelangen und dort Erkrankungen auszulösen. Er stellt somit eine Art Barriere dar.

Zudem befinden sich in der Vagina Milchsäurebakterien (Laktobazillen), die unter anderem Milchsäure und Wasserstoffperoxid produzieren. Sie sorgen dafür, dass die Scheide ein saures Milieu (mit einem pH-Wert um 4) aufweist, in dem sich Bakterien schwerer ansiedeln und vermehren können. Dadurch wird die Vagina ebenfalls vor Infektionen und anderen Krankheiten geschützt.

Veränderungen während des monatlichen Zyklus

Am ersten Tag des Zyklus, das heißt unmittelbar nach der Regelblutung, ist der Ausfluss bei vielen Frauen kaum vorhanden. Die Scheide kann zu diesem Zeitpunkt sogar eher trocken sein. Innerhalb weniger Tage setzt die Bildung des Vaginalsekrets wieder ein, wodurch es wieder zum Ausfluss kommt. Um den Eisprung herum kann sich die Beschaffenheit des Ausflusses ebenfalls ändern. Circa sechs Tage vor dem Eisprung sowie unmittelbar nach dem Eisprung ist der Ausfluss meist etwas dickflüssiger, zäher und zeigt eine weißlichere Farbe. In einigen Fällen kann er sogar klumpig sein.

Frauen, die hormonell verhüten (z. B. mit der Pille), betreffen die oben genannten Veränderungen in der Form meist nicht. Die verschiedenen Arten des natürlichen Ausflusses werden hauptsächlich durch die Hormone Östrogen und Gestagen geregelt. Die Pille versorgt den Körper regelmäßig mit diesen Sexualhormonen, weswegen es weniger zu derartigen Unterschieden kommt. Teilweise haben Frauen, die hormonell verhüten, sogar gar keinen Ausfluss.

Was kann ein veränderter Ausfluss bedeuten?

Zeigt die Scheidenflüssigkeit Veränderungen hinsichtlich ihrer Farbe, ihres Geruchs oder ihrer sonstigen Beschaffenheit, ist das für gewöhnlich ein Anzeichen dafür, dass das Scheidenmilieu nicht mehr dasselbe ist. Ein gestörtes Scheidenmilieu meint, dass die Zusammensetzung aus dem Gleichgewicht geraten ist, sodass die Anzahl an Keimen wie Bakterien, Viren, Pilzen oder anderen Arten nicht mehr von den Laktobazillen in Schach gehalten werden kann. Der pH-Wert der Scheide liegt dann nicht mehr im sauren Bereich. Häufig treten auch begleitende Symptome wie Jucken, Brennen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder Rötungen auf, die auf eine Erkrankung wie eine Schleimhautentzündung hindeuten. Des Weiteren kann ein verändertes Scheidensekret eine Geschlechtskrankheit oder eine Tumorerkrankung anzeigen. Die genauen Ursachen und die benötigten Behandlungsschritte werden von der Gynäkologin beziehungsweise vom Gynäkologen untersucht und festgelegt.

Wann sollte ein Arzt aufgesucht werden?

Der weibliche Ausfluss ist nicht nur etwas ganz Natürliches, sondern er trägt auch zur Gesundheit der Vagina bei. Für viele Frauen ist die Bestimmung eines „normalen“ Ausflusses jedoch nicht so einfach. Immerhin ist er nicht nur von Frau zu Frau unterschiedlich, sondern kann auch im Laufe eines Monats leichte Veränderungen aufweisen, die komplett normal und unbedenklich sind. Nicht immer muss es sich sogleich um eine Erkrankung handeln: Neben hormonellen Schwankungen können sich auch Stress, eine übermäßige oder „falsche“ Intimhygiene, bestimmte Medikamente oder eine Allergie auf den Ausfluss auswirken.

Es ist daher nicht ganz einfach, zu entscheiden, wann Sie sich an einen Arzt wenden sollten. Wichtig ist, dass der weibliche Ausfluss keinesfalls ein Tabuthema ist. Auch wenn nicht gern darüber gesprochen wird und es Ihnen nicht leichtfällt, das Thema offen anzusprechen, sollten Sie sich bei Unsicherheiten oder Fragen keinesfalls genieren, Ihre Gynäkologin zu kontaktieren. Sollten Sie sich um die Gesundheit Ihrer Scheide sorgen oder einfach nähere Informationen zum Vaginalsekret suchen, sprechen Sie das Thema bei Ihrer Gynäkologin beziehungsweise Ihrem Gynäkologen ganz einfach an. Ein Ungleichgewicht des Scheidenmilieus kann für gewöhnlich mit einer simplen medikamentösen Kur behandelt werden. Auch bakterielle Entzündungen oder Pilze können oftmals mit den richtigen Medikamenten therapiert werden. Teilweise hilft es auch, die Intimhygiene anzupassen. Auch hierfür hält Ihre Gynäkologin beziehungsweise Ihr Gynäkologe auf Wunsch wertvolle Tipps für Sie bereit, um Ihnen zu mehr Wohlbefinden zu verhelfen.

Bei einer trockenen Scheide kann zusätzlich eine schonende Lasertherapie Abhilfe schaffen. In meiner Praxis biete ich die Behandlung mit MonaLisa Touch® an, die die Feuchtigkeitsversorgung der Scheide mit wenigen, etwa fünf- bis zehnminütigen Behandlungssitzungen positiv beeinflusst. Dadurch lassen sich verschiedene Beschwerden wie Scheidentrockenheit, Juckreiz sowie Schmerzen beim Wasserlassen oder beim Sex lindern. Gern informiere ich Sie bei einer persönlichen Beratung in meiner Praxis näher zu all diesen Themen.

Sehr starke Regelschmerzen – das kann die Ursache sein

Während der Periode haben viele Frauen mit verschiedenen Beschwerden zu kämpfen. Vor allem Krämpfe im Unterbauch zählen zu den typischen Begleiterscheinungen. Es gibt jedoch noch eine Vielzahl an weiteren Menstruationsbeschwerden, darunter Kopfschmerzen und Migräne, Gelenk- und Rückenschmerzen, sensible und schmerzende Brüste, Hautunreinheiten, Übelkeit sowie depressive Verstimmungen. Welche Symptome auftreten und in welcher Intensität sie vorliegen, ist nicht nur von Frau zu Frau unterschiedlich, sondern kann sich auch von Zyklus zu Zyklus verändern. Bei sehr starken krampfhaften Schmerzen während der Monatsblutung kann es sich auch um ein Anzeichen für eine sogenannte Endometriose handeln. Von dieser gutartigen Krankheit sind zahlreiche Frauen betroffen – viele wissen es dabei gar nicht. Die durchschnittliche Diagnosedauer liegt zwischen sieben und zehn Jahren. Was genau sich hinter der Erkrankung versteckt und wie sie therapiert werden kann, verrät der folgende Beitrag.

Was ist Endometriose?

Endometriose ist eine gutartige chronische Erkrankung. Endometrium ist die Fachbezeichnung für Gebärmutterschleimhaut. Während des weiblichen Zyklus bereitet sich der Körper auf eine mögliche Schwangerschaft vor. Dafür wächst die Schleimhaut an der Innenwand der Gebärmutter. Bleibt die Eizelle unbefruchtet, wird die Gebärmutterschleimhaut unter Einfluss der Hormone wieder abgebaut und über die Periode ausgeschieden.

Bei einer Endometriose siedelt sich Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, außerhalb der Gebärmutter im Körper an. Diese „Gewebeinseln“ werden auch als sogenannte Endometrioseherde bezeichnet. Sie setzen sich unter anderem an den Eileitern, der Blase oder dem Darm fest. Sehr selten treten sie an entfernteren Stellen wie dem Nabel oder der Lunge auf.

Symptome und Beschwerden durch eine Endometriose

Die Symptome einer Endometriose können sehr individuell sein. Teilweise liegt die Erkrankung vollkommen unbemerkt und symptomfrei vor. Während einige Frauen lediglich ein leichtes Ziehen feststellen, leiden andere Betroffene sehr stark unter der Erkrankung. Häufig sind es vor allem starke Krämpfe im Unterbauch, die sich insbesondere während der Monatsblutung zeigen. Auch außerhalb der Periode können wiederkehrende Schmerzen im Unterbauch auftreten, die sich vor allem in der zweiten Hälfte des Monatszyklus intensivieren.

Weitere mögliche Beschwerden können sein:

  • Starke Regelblutung
  • Zwischenblutungen
  • Schmerzen im Bauch und Rücken, die teilweise bis in die Beine strahlen
  • Schmerzen beim Wasserlassen
  • Blutungen im Urin oder Stuhlgang
  • Probleme oder Schmerzen beim Stuhlgang
  • Durchfall, Verstopfung
  • Schmerzen beim oder nach dem Geschlechtsverkehr
  • Schmerzen bei gynäkologischen Untersuchungen

Ursachen: wie entsteht Endometriose?

Die genauen Ursachen für Endometriose sind bislang unklar. Es bestehen verschiedene Theorien und Annahmen, wodurch eine Endometriose ausgelöst werden kann. Eine dieser Theorien geht davon aus, dass Schleimhautzellen während der Monatsblutung nicht durch die Vagina abfließen, sondern entgegengesetzt wergtransportiert werden und sich im Bauchraum neu ansiedeln. Der rückwärtige Transport von Schleimhautzellen durch die Eileiter kommt bei zahlreichen Frauen vor, jedoch erkrankt nicht jede von ihnen auch an Endometriose.

Auch das Immunsystem steht bei Theorien im Verdacht, als Ursache für Endometriose in Betracht zu kommen. Möglicherweise werden Schleimhautzellen auch bei einer Operation über Blut- und Lymphbahnen „verschleppt“.

Wiederum andere Annahmen gehen davon aus, dass sich die Schleimhautzellen nicht fälschlicherweise wegtransportiert, sondern außerhalb der Gebärmutter neu gebildet werden.
In manchen Familien tritt die Erkrankung gehäuft auf. Das lässt die Vermutung zu, dass auch die genetische Veranlagung eine Rolle bei der Entstehung der Krankheit spielen kann.

Ist Endometriose heilbar? Wie wird sie behandelt?

Ruft eine Endometriose keine Beschwerden hervor, ist eine Therapie nicht zwingend notwendig. Die Erkrankung sollte nichtsdestotrotz engmaschig vom Gynäkologen kontrolliert werden, um eine Verschlimmerung frühzeitig zu erkennen.

Da die Ursache für die Erkrankung bis dato noch nicht abschließend erforscht ist, gibt es auch keine gezielte Therapie. Obwohl Endometriose nicht heilbar ist, können die Symptome für gewöhnlich mit verschiedenen Behandlungen vorübergehend oder sogar dauerhaft gelindert werden. Gegen die Schmerzen kann eine medikamentöse Behandlung erfolgen. Mithilfe von Hormonen kann zudem das Wachstum der Endometrioseherde reduziert werden. Auch operative Behandlungsverfahren sind möglich, um die Endometrioseherde zu entfernen.

Ein wichtiger Teil der Therapie ist zudem die Information über die Krankheit. Vielen Patientinnen hilft es bereits, zu wissen, mit der Erkrankung nicht allein zu sein. Erfahrungsaustauschs und Tipps für den Alltag mit Endometriose können eine gute Unterstützung bieten.

Gynäkologische Beratung in Berlin

In meiner Praxis bespreche ich gern in einem diskreten Beratungsgespräch Ihre individuellen Anliegen und Sorgen mit Ihnen. Als erfahrene Gynäkologin sowie als Frau und Mutter liegt es mir am Herzen, dass Sie sich rundum wohl in Ihrem Körper fühlen und eventuelle Probleme offen zur Sprache bringen können. Zu meinem Behandlungsrepertoire zählen unter anderem moderne und schonende Maßnahmen, die verschiedene vulvovaginale Beschwerden therapieren können. Vereinbaren Sie gern einen individuellen Termin in meiner Praxis, um im persönlichen Gespräch Informationen und Behandlungsoptionen zu erhalten. Ich freue mich darauf, Sie kennenzulernen.