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Scheidenpilz erkennen und behandeln

Scheidenpilz stellt eine häufige Pilzinfektion bei Frauen dar, die für gewöhnlich durch Hefepilze hervorgerufen wird. Anzeichen für die Infektion können ein Jucken und Brennen in der Intimzone sein. Statistisch gesehen bekommen drei von vier Frauen in ihrem Leben mindestens einmal eine Pilzinfektion. Durch eine entsprechende Behandlung lässt sich die Erkrankung in der Regel zügig und unkompliziert therapieren. Eine Pilzinfektion ist daher meist ungefährlich, bringt aber unangenehme Beschwerden für die betroffenen Frauen mit sich. Oftmals scheuen sich die Frauen aus Scham auch, die Symptome offen bei ihrer Gynäkologin beziehungsweise bei ihrem Gynäkologen anzusprechen. In meiner Praxis behandle ich all Ihre Informationen diskret. Sie können von Frau zu Frau ohne Angst oder Sorge mit mir reden und ich helfe Ihnen gern weiter. Einen ersten Überblick über Ursachen, Symptome und Behandlung bei Scheidenpilz oder Juckreiz im Genitalbereich finden Sie im folgenden Beitrag.

Was sind die Ursachen und Risikofaktoren für Scheidenpilz?

Bestimmte Bakterien und Pilze gehören zur natürlichen Flora der Haut und Schleimhäute von Frauen und Männern. Im gesunden Gleichgewicht rufen sie somit keinerlei Beschwerden hervor, da sie beispielsweise von der sauren Umgebung der Milchsäurebakterien und dem Immunsystem in Schach gehalten werden. Wird die gesunde Flora jedoch gestört, können sich die Pilze vermehren und Krankheiten auslösen.

Pilzinfektionen im Genitalbereich werden insbesondere durch Hefepilze wie Candida albicans verursacht. Als optimale Vermehrungsbedingungen gilt ein feuchtes und warmes Milieu. Zu den Auslösern für eine Pilzinfektion gehören unter anderem:

  • Hormonelle Veränderungen (z. B. während der Schwangerschaft, durch die Einnahme der Anti-Baby-Pille oder von Hormonersatzpräparaten)
  • Krankheiten, die das Immunsystem schwächen
  • Störungen im Stoffwechsel (z. B. Diabetes)
  • bestimmte Arzneimittel (z. B. Immunsuppressiva, Kortisonpräparate)
  • übermäßige Intimhygiene (z. B. aggressive Pflegemittel, die die Intimflora stören)
  • zu enge Kleidung oder synthetische Stoffe, die zu vermehrtem Schwitzen und Wärmestau führen

Zudem können die Pilze durch ungeschützten Geschlechtsverkehr von Person zu Person übertragen werden.

Was sind typische Symptome für eine Scheidenpilzinfektion?

Die Hauptbeschwerden bei einer Pilzinfektion sind Jucken und Brennen im Intimbereich. Zudem zeigt sich ein untypischer Ausfluss. Etwas Ausfluss ist für gewöhnlich ganz normal. Er kann sich im Laufe des weiblichen Zyklus verändern. Gemeinhin ist der Ausfluss gering, durchsichtig bis milchig und geruchlos. Bemerken Frauen hingegen einen vermehrten weißlichen Ausfluss, der eine krümmelige Konsistenz und Geruch aufweist, kann das auf eine Infektion hindeuten.

Weitere Scheidenpilz-Symptome können zudem folgende sein:

  • wunder Scheideneingang
  • grau-weißliche Beläge an der Schleimhaut, darunter entzündlich gerötete Areale
  • leichte Schwellungen der Schamlippen (Labien)
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Schmerzen beim Wasserlassen
  • Hautrisse an der Scheide

Was hilft gegen Scheidenpilz?

Sollten Frauen typische Symptome bei sich feststellen, ist ärztlicher Rat aufzusuchen. Zwar kursieren zahlreiche Hausmittel, die bei Scheidenpilz helfen sollen, in der Realität verschlimmern sie die Symptome jedoch eher, als Linderung zu verschaffen. In einem Beratungsgespräch mit der Gynäkologin können die Patienten ihre Beschwerden offen schildern. Anschließend erfolgt eine Untersuchung, bei der die Ärztin feststellen wird, ob es sich um eine Pilzinfektion oder eine andere Erkrankung handelt. Pilzinfektionen werden in der Regel medikamentös behandelt. Alternativ ist es auch möglich, Scheidenpilz mit einer speziellen Creme zu therapieren. Im individuellen Beratungsgespräch erhalten die Patientinnen Informationen zu den Vor- und Nachteilen der jeweiligen Behandlungsmethoden, um die geeignete Therapie zu finden.

Da eine Pilzinfektion ansteckend sein kann, ist es ratsam, dass auch der Sexualpartner sich untersuchen und – wenn nötig – mitbehandeln lässt. Die Mitbehandlung des Partners ist auch wichtig, um einer erneuten Infektion bei der Patientin vorzubeugen. Denn in einigen Fällen können sich Pilze unter der Vorhaut des Penis befinden, die keine Beschwerden beim Mann auslösen. Beim Kontakt mit dem frisch behandelten Intimbereich der Frau können sie jedoch dort eine erneute Infektion begünstigen.

Weitere Tipps zur Behandlung und Vorbeugung von Scheidenpilz

  • Verzichten Sie während einer Pilzinfektion auf Geschlechtsverkehr
  • Unmittelbar nach einer Pilzinfektion-Behandlung sollten Sie und Ihr Partner zum zusätzlichen Schutz Kondome verwenden
  • Verwenden Sie pH-neutrale Seifen oder nur Wasser für die Intimpflege
  • Achten Sie bei Ihrer Unterwäsche auf luftdurchlässige Materialien
  • Wechseln Sie täglich Ihre Unterwäsche
  • Kürzen Sie Ihre Schamhaare
  • Reinigen Sie Ihre Unterwäsche und Handtücher bei 60 Grad und benutzen Sie ein Vollwaschmittel, damit Bakterien und Pilze beseitigt werden

Brennen und Jucken im Intimbereich ohne Pilzinfektion

Brennen und Juckreiz im Intimbereich muss nicht zwingend auf eine Pilzinfektion hinweisen. Zu den möglichen Gründen gehört beispielsweise auch die Erkrankung Lichen sclerosus, eine chronische Hautentzündung. Auch infolge der Wechseljahre können die Symptome auftreten. Eine sanfte Behandlungsmethode bei vulvovaginalen Beschwerden stellt die Lasertherapie mit MonaLisa Touch® dar. Die Behandlung dauert wenige Minuten und wird ambulant in der Praxis vorgenommen. Auf meiner Behandlungsseite erfahren Sie mehr zu der modernen Therapiemethode. Gern kläre ich Sie auch in einem persönlichen Gespräch über MonaLisa Touch® auf.

Infos zu HPV – was Sie wissen sollten

HPV-Infektionen sind keine Seltenheit. Schätzungsweise treten rund 70 bis 80 Prozent aller sexuell aktiven Männer und Frauen im Laufe ihres Lebens mindestens einmal mit dem Virus in Kontakt. Viele dieser Infektionen verlaufen unbemerkt, vollkommen symptomfrei und heilen von selbst wieder aus. In einigen Fällen kann eine HPV-Infektion zu Hautveränderungen oder zu Warzen führen. Es gibt aber auch HPV-Formen, die zu den Hochrisiko-Typen gehören, die Zellen des Körpers verändern und Krebs auslösen können.

HPV – mehr als 150 Arten
HPV ist die Abkürzung für humane Papillomviren. Wie die Bezeichnung bereits erahnen lässt, kommt die Infektion beim Menschen (human) vor. Es gibt eine Vielzahl von HP-Virustypen – mehr als 150 Subtypen wurden bereits isoliert. Ein Großteil der Viren ist harmlos. Hierzulande sowie weltweit zählt die HPV-Infektion zu den am häufigsten auftretenden sexuell übertragbaren Infektionen (STI). In etwa 90 Prozent der Infektionsfällen heilt sie innerhalb von zwei Jahren selbstständig wieder aus. Bleibt die HPV-Infektion mit dem sogenannten Hochrisiko-Typ jedoch längere Zeit unbehandelt bestehen, kann sie zu Zellveränderungen führen. Im Laufe der Jahre kann dadurch unter anderem Gebärmutterhalskrebs entstehen.

Welche Erkrankungen können sie auslösen?

  • Hautwarzen (Papillome)
  • Gutartige Genitalwarzen (z. B. Feigwarzen)
  • Zellveränderungen am After und in der Geschlechtsregion (Krebsvorstufen und Krebs)

HPV erkennen
Oftmals rufen HPV-Infektionen keinerlei Beschwerden hervor. Daher wissen viele Patienten überhaupt nicht, dass sie sich angesteckt haben. Im Normalfall ist das auch keinesfalls problematisch, da der Großteil der Infektionen ohne Weiteres wieder ausheilt. Welche Begleiterscheinungen mit einer HPV-Erkrankung einhergehen können, hängt auch vom Virustyp ab. Sichtbare und spürbare Symptome können beispielsweise Feigwarzen, Schleimhautveränderungen, Nässegefühle, Brennen oder Jucken im Intimbereich, Blutungen nach dem Geschlechtsverkehr oder Schmerzen beim Wasserlassen sein.

Wie werden HP-Viren diagnostiziert?
Beim HPV-Test wird ein Zellabstrich der Schleimhaut oder eine kleine Gewebeprobe aus dem vermeintlich infizierten Bereich entnommen und im Labor untersucht. Mit dem Test wird Erbmaterial der humanen Papillomviren im Körper nachgewiesen. Bei bestimmten Risikotypen oder bei bekanntem sexuellen Kontakt mit einer infizierten Person wird oft zu solch einem Test geraten. Bei Frauen gehört ein HPV-Test zudem zur regelmäßigen Krebsvorsorge ab dem 35. Lebensjahr.

Wie kann ich mich vor HPV schützen?
Prinzipiell ist der einzige zuverlässige Schutz gegen eine HPV-Infektion ein enthaltsames Leben ohne sexuelle Kontakte. Mit Kondomen lässt sich die Ansteckungsgefahr ebenfalls senken. Da sie jedoch nicht alle Schleimhaut- und Hautbereiche abdecken, die von einer Infektion betroffen sein können, bieten sie keinen hundertprozentigen Schutz.
Eine weitere Möglichkeit, sich vor einer schädlichen HPV-Infektion zu schützen, ist die HPV-Impfung. Sie erfolgt in der Regel bei jungen Patienten, die bestenfalls noch nicht sexuell aktiv sind. Denn bei einer bereits erfolgten HPV-Infektion zeigt die Impfung keine Wirkung mehr. Die Altersempfehlung für die Impfung liegt zwischen dem 9. und dem 17. Lebensjahr.

Lässt sich eine HPV-Infektion behandeln?
Die HPV-Infektion selbst kann nicht behandelt werden. Entwickelt sich eine HPV-Erkrankung zu Krebsvorstufen beziehungsweise zu Krebs, stellen die frühzeitige Feststellung und die rechtzeitige Tumortherapie die wichtigsten Schritte dar. Bestehen Feigwarzen und veränderte Gewebeareale, werden diese meist chirurgisch oder mithilfe von speziellen Lasertechniken entfernt. Auch Gebärmutterhalskrebs wird in der Regel operativ behandelt. Zusätzlich kann die Therapie durch viele individuelle Methoden ergänzt werden, darunter Strahlentherapien, Chemotherapien, Schmerztherapien, psychologische Unterstützungen, Bewegungstherapien und vieles mehr.

Brennen und Jucken im Intimbereich – das kann sich noch dahinter verbergen
Unangenehmes Brennen und Juckreiz im Intimbereich können verschiedene Ursachen haben. So können unterschiedliche Bakterien ähnliche Symptome hervorrufen. Neben Geschlechtskrankheiten wie Chlamydien kann es sich hierbei auch um ein bakterielles Ungleichgewicht der Scheidenflora (Vaginose) handeln. Des Weiteren können Pilzinfektionen einen starken Juckreiz auslösen. Die Intimpflege ist ebenfalls ein sehr sensibles Thema. Nicht nur zu wenig Hygiene, sondern auch zu häufiges und „aggressives“ Reinigen mit den falschen Produkten kann das Milieu der Scheide stören und zu Jucken und Brennen führen. Zudem können Allergien gegen bestimmte Produkte vorliegen und Reizungen begünstigen.

Wird die Scheide unzureichend befeuchtigt, kann das ebenfalls ein Jucken und Brennen hervorrufen. Scheidentrockenheit tritt häufig in den Wechseljahren auf, kann aber durchaus auch jüngere Frauen betreffen.

In einigen Fällen kann Jucken und Brennen im Intimbereich auch auf die Erkrankung Lichen sclerosus hindeuten.

Als schonende Behandlungsform gegen vaginale Beschwerden wie Jucken, Brennen und Scheidentrockenheit hat sich die Laserbehandlung mit MonaLisa Touch® bewährt. Gern informiere ich Sie ausführlich in einem persönlichen Gespräch zu dieser Behandlungsmöglichkeit beziehungsweise zu anderen gynäkologischen Anliegen.

Scheidentrockenheit bei jungen Frauen

Vaginale Trockenheit wird häufig mit älteren Frauen assoziiert, weil sie zu den typischen Beschwerden während der Wechseljahre zählt. Das bedeutet jedoch keinesfalls, dass junge Frauen nicht von Scheidentrockenheit betroffen sein können. Leider wird auch heutzutage noch selten offen über dieses Thema geredet, da es vielen jungen Patientinnen äußerst unangenehm ist, wenn sie unter Trockenheit im Intimbereich leiden. Dabei stellt die Scheidentrockenheit nichts dar, wofür sich Frauen schämen müssen. Zudem können solche Beschwerden mithilfe moderner Behandlungsmethoden häufig schonend und wirksam gemindert werden. Zu diesen Möglichkeiten zählt die Lasertherapie mit MonaLisa Touch®. Im nachfolgenden Beitrag haben wir zusammengetragen, wodurch Scheidentrockenheit bei jungen Frauen ausgelöst werden kann und welche Behandlungsoptionen bestehen.

Die Beratung bei der Gynäkologin

Vielen Patientinnen fällt es schwer, offen über intime Probleme wie etwa Scheidentrockenheit zu sprechen. Da vaginale Trockenheit vor allem mit älteren Patientinnen verbunden wird, schämen sich junge Frauen oftmals und scheuen den Weg zu ihrer Gynäkologin beziehungsweise ihrem Gynäkologen. Auch die Begleitsymptome wie Brennen und Jucken werden dann oftmals von den Betroffenen heruntergespielt und versucht, zu verdrängen.

Seien Sie gewiss: Sie sind mit den Beschwerden nicht allein. Scheidentrockenheit tritt relativ häufig auf und kann durchaus auch bei jungen Frauen ein Thema sein. Es gibt verschiedenste Ursachen, die zu einer vaginalen Trockenheit führen können. In einem vertraulichen und diskreten Gespräch gehe ich gemeinsam mit Ihnen diesen möglichen Auslösern auf den Grund, um eine geeignete Behandlung zu erstellen. Bereits einige Verhaltenstipps und -umstellungen können zu einer Besserung führen. Zudem gibt es nichtinvasive Behandlungsmethoden, die eine Scheidentrockenheit reduzieren können.

Aufgabe der Feuchtigkeit im Intimbereich

Die Scheidenflora besteht vor allem aus verschiedenen Arten von Milchsäurebakterien (Laktobazillen). Die Feuchtigkeit im Intimbereich sorgt dafür, dass die richtigen Bedingungen für die Besiedlung und Vermehrung dieser wichtigen Bakterien vorherrschen. Ist die Scheide hingegen zu trocken und bilden sich beispielsweise dadurch feine Risse, haben schädliche Bakterien und Keime ein leichteres Spiel, in den Körper zu gelangen. Infolgedessen können schneller Entzündungen und Infektionen auftreten.

Zudem benötigt die Scheide die Feuchtigkeit beim Geschlechtsverkehr, um sich vor Verletzungen zu schützen. Das Scheidensekret verringert die Reibung. Fehlt die Feuchtigkeit, kann das nicht nur unangenehm sein, sondern auch zu Schmerzen und Reizungen führen.

Wodurch kommt es zu Scheidentrockenheit?

Die möglichen Gründe für eine Scheidentrockenheit sind sehr vielfältig. Oftmals tritt sie infolge hormoneller Veränderungen auf, die sich während der Wechseljahre ereignen. Bei jüngeren Frauen kann unter anderem eine zu übertriebene Intimhygiene zu einer trockenen Vagina führen. Insbesondere parfümierte Produkte und alkalische Seifen können die Intimflora negativ beeinflussen und dazu führen, dass die Menge der Milchsäurebakterien zurückgeht. Auch Stress und anhaltende Belastungen können zu einer Scheidentrockenheit führen. Weitere mögliche Gründe sind ein hoher Nikotin- oder Alkoholkonsum, die Einnahme bestimmter Medikamente oder Präparate (z. B. Mittel, die zu einem Östrogendefizit führen können), Hormonschwankungen (z. B. in der Schwangerschaft oder während der Stillzeit), bestimmte Erkrankungen (z. B. Diabetes, Bluthochdruck) sowie Krebstherapien.

Was hilft bei Scheidentrockenheit?

Manchmal kann die Scheidentrockenheit bereits durch einige Tipps, die die betroffenen Frauen selbst zu Hause ausprobieren können, gelindert werden. Durch Entspannungsübungen wie autogenes Training oder Yoga können Stress und Nervosität minimiert werden, die teilweise die Auslöser für eine vaginale Trockenheit sind. Während der Periode kann es zudem ratsam sein, Binden oder waschbare Periodenunterwäsche anstatt Tampons zu nutzen. Letztere nehmen nicht nur das Blut, sondern auch andere Flüssigkeiten auf, wodurch die Scheidentrockenheit verstärkt werden kann. Des Weiteren können betroffene Frauen darauf achten, die Intimhygiene nicht zu übertreiben und beispielsweise nur klares Wasser zu verwenden.

Sollte die Scheidentrockenheit eine Folge von Östrogenmangel sein, können freiverkäufliche und hormonfreie Präparate gegen Scheidentrockenheit probiert werden. Bei Schmerzen und einer trockenen Scheide beim Geschlechtsverkehr kann Feuchtigkeitscreme oder Gleitgel verwendet werden, um die Beschwerden zu lindern. Auch ein Pillenwechsel kann bei einigen Frauen helfen, die Scheidentrockenheit zu lindern.

Schonende Laserbehandlung als Hilfe bei Scheidentrockenheit

Eine unterstützende Behandlungsmöglichkeit bietet die moderne Laserbehandlung mit MonaLisa Touch®. Bei dem Verfahren wird Licht gezielt auf die Schleimhäute des Intimbereichs gerichtet. Dadurch werden die Bildung von Kollagen sowie die Zellneubildung angeregt. Auch kleine Blutgefäße (Blutapillaren) werden gebildet. Durch die Behandlung wird der Intimbereich verjüngt und die Feuchtigkeitsversorgung verbessert sich. Da die Behandlung lediglich fünf Minuten dauert und ohne Narkose schmerzfrei verläuft, kann sie ganz einfach ambulant in der Praxis vorgenommen werden.

Wenn Sie mehr zu den Möglichkeiten von MonaLisa Touch® gegen Scheidentrockenheit oder gegen andere vulvovaginale Beschwerden erfahren möchten, berate ich Sie sehr gern bei einem persönlichen Gespräch in meiner Praxis. Vereinbaren Sie ganz einfach Ihren individuellen Termin.

Nebenwirkungen einer Krebserkrankung im weiblichen Intimbereich

Die Diagnose Krebs ist für die betroffenen Personen sowie deren Angehörige ein einschneidendes Erlebnis. Die Erkrankung bringt oftmals viele Veränderungen mit sich. Sie belastet die Patienten sowohl körperlich als auch seelisch. Neben den Beschwerden durch die Erkrankung selbst können auch verschiedene Nebenwirkungen durch die Krebsbehandlung auftreten. So führt die Chemotherapie oftmals zu Übelkeit, Schwindel, Kopfschmerzen, Hautveränderungen und Entzündungen, Haarausfall oder zahlreichen anderen Beschwerden. Bei Frauen kann es auch zu Scheidentrockenheit kommen, was sie vor eine weitere Belastung stellt. Eine trockene Scheide führt für gewöhnlich zu Schmerzen, die das Wohlbefinden negativ beeinflussen und sich auch auf die Partnerschaft auswirken können. Offen darüber zu reden, fällt vielen Frauen sehr schwer. In der modernen Medizin gibt es jedoch wirksame und schonende Methoden, eine Scheidentrockenheit zu behandeln, ohne die Wirksamkeit der Krebstherapie zu behindern.

Vaginale Trockenheit durch Chemotherapie

Bei der Chemotherapie werden unter anderem Wirkstoffe eingesetzt, die die Teilung und Vermehrung der Krebszellen unterbinden sollen. Dabei werden aber nicht nur schädliche Zellen beeinflusst, sondern teilweise auch gesunde Zellen. Insbesondere die Zellen der Schleimhäute wie im Magen-Darm-Trakt oder der Scheidenhaut sowie die Zellen der Haarwurzeln und des Knochenmarks sind von der Chemotherapie mitbetroffen. Daher kommt es bei zahlreichen Frauen nicht nur zum typischen Verlust der Haare, sondern auch Scheidentrockenheit gehört zu den Beschwerden, mit denen mehrere Patientinnen zu kämpfen haben.

Strahlentherapie im Intimbereich

Bestimmte Krebsformen erfordern eine Strahlentherapie im Intimbereich. Hierzu zählt unter anderem Gebärmutterhalskrebs. Die Strahlentherapie wird gezielt auf die Krebszellen gerichtet. Jedoch kann dabei nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass auch umliegendes gesundes Gewebe von der Therapie beeinflusst wird. Kommt es zur Schädigung der Schleimhaut im Intimbereich, können dadurch schmerzhafte Verletzungen auftreten. Zudem kann die Lubrikation (Feuchtigkeitsversorgung) gestört werden, was wiederum in einer trockenen Scheide resultieren kann. Die Scheidentrockenheit kann zu Schmerzen und einem allgemeinen Unwohlsein führen, das die Betroffenen stark einschränkt.

Scheidentrockenheit durch Antihormontherapie

Vaginale Trockenheit ist häufig eine Folge eines gestörten Hormonhaushalts. Die Hormone im Körper sind fein aufeinander abgestimmt und stellen zusammen ein komplexes System dar, bei dem bereits kleinste Änderungen verschiedenste Auswirkungen hervorrufen können. Teil einiger Krebstherapien kann die sogenannte Antihormontherapie sein. Sie kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn das weibliche Hormon Östrogen am Wachstum der Tumoren beteiligt ist. Das ist beispielsweise bei vielen Formen von Brustkrebs der Fall. Die bei der Therapie verabreichten Medikamente zielen darauf ab, die Östrogenproduktion herunterzusetzen oder vollständig zu stoppen, um dem Krebswachstum entgegenzuwirken. Dadurch kommt es zu einem Östrogendefizit im Körper, was die betroffenen Frauen in eine Art „plötzliche Wechseljahre“ versetzen kann. Dabei kann es zu typischen Wechseljahresbeschwerden kommen, zu denen auch die Scheidentrockenheit gehört.

Schonende Therapie bei Scheidentrockenheit nach Krebs

Die moderne Krebsbehandlung fokussiert sich nicht nur darauf, die Tumoren zu entfernen, sondern einen ganzheitlichen Ansatz zu verfolgen, der auch die zahlreichen weiteren körperlichen und seelischen Beschwerden berücksichtigt. Vor allem mit schonenden Ansätzen soll den Patienten ein Plus an Lebensqualität gesichert werden. Eine mögliche Scheidentrockenheit infolge der Krebsbehandlung kann mit der nichtinvasiven Lasertherapie MonaLisa Touch® gemindert werden. Das spezielle Gerät sendet Impulse gezielt an die Schleimhaut der Vagina und regt dort die Produktion von Kollagen an. Auch die Zellneubildung wird positiv beeinflusst, sodass das Scheidengewebe verjüngt wird. Infolgedessen erhöht sich auch die Feuchtigkeitsversorgung der Scheide und Beschwerden wie Juckreiz, Brennen und Schmerzen werden nachhaltig gemindert.

Die Behandlung findet ambulant in der Praxis statt und benötigt keine Narkose. Sie verläuft schmerz- und risikoarm. Eine Sitzung dauert für gewöhnlich nicht länger als fünf Minuten. Wie viele Behandlungen notwendig sind, wird individuell mit der Patientin besprochen. In der Regel handelt es sich um drei Sitzungen, die in einem Abstand von jeweils sechs Wochen erfolgen. Die besonders schonenden Lichtimpulse setzen die Wirksamkeit der übrigen Krebstherapie nicht herab, sodass sie ergänzend zu dieser erfolgen kann.

MonaLisa Touch® in Berlin – Ihre individuelle Beratung

Sie haben noch Fragen zu den Möglichkeiten der minimalinvasiven Behandlungsmethode gegen Scheidentrockenheit? Gern informiere ich Sie in meiner Praxis ausführlich und persönlich zu diesen Themen und lege gemeinsam mit Ihnen den geeigneten Behandlungsplan fest. Vereinbaren Sie ganz einfach einen Termin mit meinem Praxisteam und wir helfen Ihnen weiter!

Die hormonellen Veränderungen bei der Frau

Der Hormonhaushalt ist ein komplexes System des Körpers, das Einfluss auf verschiedenste Bereiche nimmt. Hormone sind biochemische Botenstoffe, die über den Blutkreislauf transportiert werden. Sie sind eine Art Signalträger, die bei den bestimmten Zellen, zu denen sie transportiert werden, Wirkungen und Prozesse hervorrufen. Die Bezeichnung Hormon kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet so viel wie antreiben oder anregen. Sollten einzelne Hormone in dem fein abgestimmten System von der Norm abweichen (z. B. zu wenige Hormone dieses Typs oder zu viele), hat das Einfluss auf die Stimmung, die Gesundheit und das Verhalten.

In unserer modernen Gesellschaft werden Hormone oftmals auch stark von inneren und äußeren Faktoren wie anhaltendem Stress, Chemikalien und Umweltgiften sowie einer ungesunden Ernährung beeinflusst. Veränderungen und Störungen im Hormonhaushalt treten auch bei natürlichen Prozessen wie den Wechseljahren auf. Was Sie über Hormone wissen sollten und was Sie in Zeiten der hormonellen Veränderung tun können, erfahren Sie im folgenden Beitrag.

Machen Sie sich mit Ihren Hormonen vertraut

Im weiblichen Körper gibt es eine Vielzahl an verschiedenen Hormonen. Für den weiblichen Zyklus spielen vor allem Östrogene (Estrogene) und Progesterone eine übergeordnete Rolle. Neben ihrer Funktion als Geschlechtshormone modulieren sie auch zahlreiche andere Körperfunktionen. Zudem sind diese beiden Gruppen bei Weitem nicht die einzigen hormonellen Botenstoffe. Nachfolgend haben wir eine kleine Übersicht an ausgewählten Hormonen erstellt.

  1. Östrogen
    Die Östrogene sind die wichtigsten weiblichen Sexualhormone, die in der Zeit von Menstruation und Eisprung stetig ansteigen. Sie werden in den Eierstöcken produziert. Neben der Entwicklung des weiblichen Organismus und der Fruchtbarkeit sorgen Östrogene auch für die Regulierung der Stimmung und für die Unterstützung der Knochendichte.
  2. Progesteron
    Auch Progesteron wird in den Eierstöcken produziert und zählt neben Östrogen zu den wichtigen Sexualhormonen der Frau. Es reguliert den Menstruationszyklus und wird kurz nach dem Eisprung vom Gelbkörper gebildet. Daher trägt es auch die Bezeichnung Gelbkörperhormon. Zu seinen Aufgaben gehört es, die Gebärmutterschleimhaut für eine eventuelle Einnistung einer befruchteten Eizelle vorzubereiten. Ein Progesteronmangel kann demnach eine Schwangerschaft erschweren, da sich die Eizellen nicht beziehungsweise schwerer einnisten können.
  3. FSH
    Die Abkürzung FSH steht für Follikel stimulierendes Hormon. Es wird im Gehirn, genauer gesagt in der Hirnanhangsdrüse, gebildet. Gemeinsam mit dem luteinisierenden Hormon (LH) kommt ihm eine entscheidende Bedeutung bei der Regulation des weiblichen Zyklus zu. Ein erhöhter FSH-Wert kann auf den Beginn der Menopause hindeuten.
  4. LH
    Das Luteinisierungshormon (LH) wird ebenfalls in der Hirnanhangsdrüse gebildet und bei einem hohen Östrogenspiegel ausgeschüttet. Es setzt den Eisprung in Gang. Somit ist der LH-Wert im Körper kurz vor dem Eisprung auch am höchsten.
  5. Testosteron
    Testosteron wird vor allem mit dem männlichen Geschlecht assoziiert. Dennoch spielt das männliche Sexualhormon auch bei der Frau eine wichtige Rolle. Es wirkt stimmungsaufhellend und hat positiven Einfluss auf das Selbstvertrauen. Auch für die Libido und den Muskelaufbau ist das Hormon entscheidend.
  6. Cortisol
    Cortisol ist das sogenannte Stresshormon des Körpers. Im Normalbereich sorgt es dafür, dass der Blutzucker und das Immunsystem reguliert werden. Hohe Werte an Cortisol können hingegen zu Panikattacken und Depressionsgefühlen führen. Zudem kann es die Gedächtnisleistung negativ beeinflussen und das Immunsystem schwächen.
  7. Schilddrüsenhormone
    Die in den Schilddrüsen produzierten Hormone steuern verschiedene wichtige Aufgaben, darunter die Atmung, die Herzfrequenz, den Stoffwechsel und die Körpertemperatur. Ein Ungleichgewicht der Schilddrüsenhormone kann beispielsweise in Haarausfall, Müdigkeit, Gewichtsschwankungen und Herzrasen resultieren.
  8. DHEA
    DHEA (Dehydroepiandrosteron) zählt zu den eher allgemein unbekannten Hormonen. Es handelt sich sogar um einen Hormonvorläufer, der Reaktionen auslöst, die zur Produktion anderer Hormone wie Östrogen oder Testosteron führen. DHEA spielt vor allem während der Pubertät eine wichtige Rolle. Zudem stellt es einen Schutz vor Stress und eine Unterstützung des Immunsystems dar.
  9. Insulin
    Die Aufgabe von Insulin ist es, den Blutzuckerspiegel zu regulieren. Es ist daher ein wichtiger Bestandteil des Stoffwechsels. Störungen im Insulinhaushalt können auf Dauer zu Diabetes führen.
  10. Serotonin
    Serotonin ist das sogenannte Glückshormon des Körpers. Produziert wird es hauptsächlich im Darm, aber auch im Gehirn (hier vor allem während des Schlafs). Ein über längere Zeit geringer Serotoninwert kann mitverantwortlich für die Entwicklung von Depressionen sein.

Zyklen und Schwankungen im Blick behalten

Dass sich der Hormonspiegel regelmäßig ändert ist völlig normal und löst verschiedene Ereignisse aus. Um Zyklen und den Einfluss auf unseren Körper besser zu verstehen und damit umgehen zu können, ist es wichtig, den eigenen Ablauf zu beobachten und möglicherweise auch zu notieren. So können sowohl Regelmäßigkeiten als auch Abweichungen und damit mögliche Störungen festgestellt werden. Wenn Sie wissen, wie sich Ihr Körper wann verhält, lassen sich Verhaltensmaßnahmen und Routinen finden, um bestimmte Auswirkungen oder Beschwerden abzumindern. Stellen Sie beispielsweise fest, dass Sie zum Ende Ihres Menstruationszyklus für gewöhnlich leichter reizbar, gestresster und ängstlicher sind, können Sie dem mit gezielten Entspannungsübungen entgegenwirken.

Was verändert sich während der Wechseljahre?

In der Prämenopause nimmt die Eierstockfunktion schrittweise ab. Die Eierstöcke reagieren weniger auf die Steuerhormone, wodurch vermehrt FSH ausgeschüttet wird. Dadurch wird auch die Östrogenproduktion noch einmal stark angeregt, während der Gestagen- und der Progesteronspiegel sinken. Im Verlauf der Wechseljahre nimmt dann auch der Östrogenwert immer mehr ab. Haben die Eierstöcke schließlich ihre Funktion gänzlich eingestellt, werden auch die weiblichen Sexualhormone nicht mehr gebildet.

Wie äußert sich das?

Das „fehlende“ Östrogen kann sich auf unterschiedliche Weise bemerkbar machen. Typische Symptome sind Zyklusstörungen (Zwischenblutungen, Ausbleiben der Monatsblutung), Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Konzentrationsschwierigkeiten, depressive Verstimmungen, Schlafstörungen und Scheidentrockenheit. Von Frau zu Frau können die Beschwerden und Veränderungen unterschiedlich sein.

Was kann ich dagegen tun?

Gegen die natürlichen Veränderungen des Hormonhaushalts gibt es kein Mittel, das diesen Prozess aufhält – sie gehören zum Leben dazu. Ein erster wichtiger Schritt für Frauen ist es daher, sich über die „neue Lebensphase“ zu informieren und sich mit ihr zu arrangieren. Sehen Sie die Wechseljahre nicht als Problem oder „Krankheit“ an, sondern als etwas Neues und Spannendes. Allein eine positive Grundeinstellung hilft vielen Frauen enorm.

Um die eventuellen Beschwerden während der Wechseljahre zu lindern, gibt es verschiedene schonende Methoden, die die Frauen am besten selbst ausprobieren. Ernährungsumstellungen, Bewegung und Yoga sind nur einige Beispiele. Auch pflanzliche Mittel und minimalinvasive Behandlungen wie die Lasertherapie mit MonaLisa Touch® können bei einigen Symptomen wie Scheidentrockenheit helfen.

Nähere Informationen und eine persönliche Beratung zu den Wechseljahren sowie den Behandlungsmöglichkeiten bespreche ich gern in einem individuellen Termin in meiner Praxis mit Ihnen. Ihre Fragen und Anliegen können Sie ganz offen mit mir von Frau zu Frau bereden.

Laser gegen Scheidentrockenheit – was ist möglich?

Ein trockener Intimbereich ist für Frauen vor allem während der Wechseljahre ein häufig auftretendes Problem. Es gibt aber durchaus auch junge Frauen, die unter Scheidentrockenheit leiden. Es gibt sowohl körperliche als auch psychische Ursachen, die zu einer Trockenheit im Genitalbereich führen können. Viele der Betroffenen leiden unter Brennen, Juckreiz, Entzündungen oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr sowie Schmerzen beim Wasserlassen. Zudem führt Scheidentrockenheit oftmals zu einem starken psychischen Leidensdruck, der die Frauen belastet. Unsicherheiten und Scham sind keine Seltenheit. In der modernen Medizin gibt es schonende, nichtoperative Verfahren, die bei Scheidentrockenheit Abhilfe schaffen können. Eine dieser Methoden ist die Lasertherapie mit MonaLisa Touch®.

Wie kommt es zu Scheidentrockenheit?

Einer der Hauptgründe für Scheidentrockenheit sind hormonelle Veränderungen. Verschiedenste Gründe können zu Störungen im Hormonhaushalt führen. Insbesondere in den Wechseljahren bemerkt etwa jede dritte Frau eine Abnahme der Lubrikation im Scheidenbereich. Die Feuchtigkeitsversorgung der Scheide wird auch durch sexuelle Stimulation erhöht. Lassen das sexuelle Verlangen und die Häufigkeit der Stimulation nach, kann das ebenfalls in einer Scheidentrockenheit resultieren.

Schwankungen im Hormonhaushalt treten auch während der Schwangerschaft sowie während der Stillzeit auf. Auch in diesen Phasen kann es demnach zu einer Scheidentrockenheit kommen. Hormonelle Veränderungen können auch nach einer Operation an den Eierstöcken oder an der Gebärmutter vorliegen und zu einer trockenen Scheide führen.

Des Weiteren können bestimmte Medikamente dazu führen, dass der Hormonhaushalt ins Wanken gerät. Hierzu zählen auch einige hormonelle Verhütungsmittel, die beispielsweise Gestagene enthalten. Sollten Medikamente beziehungsweise die Verhütungsmittel der Auslöser für die Scheidentrockenheit sein, kann bereits eine Umstellung dazu beitragen, dass die Scheide wieder besser mit Feuchtigkeit versorgt wird.

Psychische Ursachen für eine trockene Scheide

Anhaltender Stress und Ängste können sich auf verschiedene Weise auf den gesamten Körper auswirken. Auch Scheidentrockenheit kann ein Begleitsymptom sein. Bis zu einem gewissen Maß spielt sich die sexuelle Erregung der Frau im Kopf ab. Durch Nervosität und negative Anspannung kann daher das Lustempfinden gesenkt werden, wodurch auch die Lubrikation der Scheide abnimmt. Ebenso können Traumata – beispielsweise durch eine tabuisierte Sexualerziehung oder sogar sexuellen Missbrauch – dazu führen, dass Frauen ein gemindertes sexuelles Interesse haben, was sich wiederum auf die Feuchtigkeitsversorgung der Scheide auswirken kann.

Scheidentrockenheit durch Krankheiten

Scheidentrockenheit kann auch auf eine weitere vorliegende Grunderkrankung hindeuten. Hierzu zählen beispielsweise Diabetes und Bluthochdruck. Auch gutartige Wucherungen an der Gebärmutterschleimhaut, die als Endometriose bezeichnet werden, können dazu führen, dass die Scheide schlechter mit Feuchtigkeit versorgt wird. Teilweise berichten Krebspatientinnen, dass durch die Therapie wie Chemobehandlungen und Antihormontherapien nach einer Brustkrebserkrankung plötzlich die Wechseljahre eintreten. In diesem Fall kann sich das auch in einer Scheidentrockenheit bemerkbar machen.

Schwerwiegende Erkrankungen sind jedoch vergleichsweise selten der Auslöser für eine Scheidentrockenheit. Zumeist verbergen sich normale Veränderungen wie die Wechseljahre dahinter.

Was kann man gegen Scheidentrockenheit tun?

Bei einer Scheidentrockenheit ist es zunächst wichtig, die möglichen Gründe zu ermitteln, um die Therapie dementsprechend anzupassen. Dazu findet ein ausführliches Gespräch mit der Gynäkologin statt. Je nach Befund kann sich beispielsweise eine schonende Laserbehandlung anbieten, um die Lubrikation der Scheide zu unterstützen. Bei der MonaLisa Touch®-Behandlung wird Lichtenergie gezielt auf die Schleimhäute der Vagina gerichtet. Dadurch wird die körpereigene Produktion von Kollagen angeregt, wodurch ein Verjüngungseffekt eintritt. Auf diese Weise wird auch die Feuchtigkeitsversorgung des Intimbereichs verbessert.

Die Behandlung findet ambulant in der Praxis statt und dauert nicht länger als fünf Minuten. Für ein optimales Ergebnis bieten sich in der Regel drei Sitzungen an, die in einem Abstand von mehreren Wochen stattfinden. Die genaue Anzahl der Behandlungssitzungen kann von Patientin zu Patientin variieren und wird von der Expertin nach dem Gespräch und der Untersuchung festgelegt. Nebenwirkungen oder Ausfallzeiten sind für gewöhnlich nicht zu erwarten. Die Ergebnisse sind oftmals bereits kurze Zeit nach der ersten Behandlung zu verzeichnen – die endgültigen Resultate zeigen sich meist nach etwa zwölf Wochen. Um die positiven Effekte aufrechtzuerhalten, bieten sich jährliche Auffrischungsbehandlungen an. Den Zeitpunkt und die Intervalle für die Nachbehandlung legt die Ärztin individuell fest.

Individuelle Beratung in der Praxis

Sollten Sie noch Fragen zur schonenden Laserbehandlung haben oder sich eine persönliche Beratung wünschen, können Sie sehr gern einen Termin in meiner Praxis vereinbaren. Ich kläre Sie umfassend zu den Details der Behandlungsmöglichkeit auf und nehme mir Zeit für Ihre Fragen. In diskreter Atmosphäre können Sie ganz offen mit mir von Frau zu Frau sprechen.

Bin ich in den Wechseljahren?

Für jede Frau stellen die Wechseljahre etwas Anderes dar. Zudem äußern sich die Wechseljahre nicht bei jeder Patientin gleich, sodass jede Frau auch anders mit ihnen umgeht. Woran lassen sich die Wechseljahre erkennen? Gibt es einen Test, der Frauen dabei helfen kann, herauszufinden, ob sie sich in den Wechseljahren befinden? Und wie stellen Ärzte die Wechseljahre fest? Mit diesen Themen wollen wir uns im folgenden Beitrag etwas näher auseinandersetzen.

Typisches Alter für die Wechseljahre

Durchschnittlich erleben Frauen etwa um ihr 50. Lebensjahr herum die Menopause. Wann genau die ersten Anzeichen einsetzen beziehungsweise wann die Periode letztendlich ganz aussetzt, ist individuell unterschiedlich. Einige Frauen kommen früher in die Wechseljahre, bei anderen vollziehen sie sich deutlich später. Sowohl die genetische Veranlagung als auch persönliche Lebensgewohnheiten können Einfluss auf die Wechseljahre nehmen. So treten die Wechseljahre bei starken Raucherinnen statistisch gesehen rund zwei Jahre früher auf.

Veränderungen der Periode beobachten

Unser Körper teilt uns sehr viel mit. Viele Frauen empfinden es als sehr hilfreich, eine Art Tagebuch über ihre Menstruation zu führen, um festzustellen, ob diese regelmäßig oder unregelmäßig kommt. Zudem können Intensität, Besonderheiten sowie Begleitsymptome (z. B. Empfindlichkeit der Brüste, Kopfschmerzen, Erkältungssymptome, Krämpfe) notiert werden. Auch für die Zeit der Menopause kann sich eine solche Dokumentation anbieten, um die Periode und die Symptome der Wechseljahre im Blick zu behalten.

Bemerken Frauen Unregelmäßigkeiten hinsichtlich ihrer Menstruation, kann das ein erstes Anzeichen für das Eintreten der Wechseljahre sein. Nicht immer sind Unregelmäßigkeiten jedoch sofort mit den Wechseljahren gleichzusetzen – sie können stattdessen viele Ursachen haben. Erst wenn die Periode über einen langen Zeitraum aussetzt, handelt es sich in der Regel um die Wechseljahre. Bleibt die Periode mehr als zwölf Monate aus, deutet das gemeinhin daraufhin, dass sich die Frauen in der Postmenopause befinden und die letzte Regelblutung (Menopause) eingesetzt hat.

In dem Tagebuch oder der App zu den Wechseljahren können die Frauen auch anmerken, welche bestimmten Lebensmittel oder Gewohnheiten die Wechseljahresbeschwerden verstärken. Gemeinsam mit der Frauenärztin kann dann nach einer geeigneten Lösung gesucht werden, um die Symptome und Probleme schonend zu lindern.

Welche typischen Symptome gibt es?

Es gibt verschiedene Beschwerden und Veränderungen, die in den Wechseljahren hervortreten können. Zudem können in den unterschiedlichen Phasen (Prämenopause, Menopause und Postmenopause) unterschiedliche Symptome vorherrschen. Zu den häufigen Symptomen während der Wechseljahre gehören folgende:

  • Zyklusstörungen
  • Hitzewallungen
  • Schweißausbrüche
  • Kopfschmerzen
  • Schlafstörungen
  • Schwindel
  • Übelkeit
  • Haarausfall
  • Haarwuchs im Gesicht („Damenbart“)
  • trockene Haut
  • Scheidentrockenheit
  • Verdauungsbeschwerden (u. a. Blähungen, Verstopfung, Durchfall)
  • Rücken- und Gliederschmerzen
  • Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, depressive Schübe

Wie bestimmt die Ärztin die Wechseljahre?

Bei der Gynäkologin erfolgt zunächst ein ausführliches Gespräch, bei dem sie die Patientin nach ihrem Befinden und ihren Symptomen befragt. Auch die Ärztin wird Fragen zur Menstruation stellen, sodass ein Tagebuch auch an dieser Stelle nützlich sein kann, um der Gynäkologin möglichst detaillierte Antworten geben zu können. Auch die individuellen Beschwerden sind für die Fachärztin von Interesse. Anhand der Angaben kann die Expertin bereits sehr gut einschätzen, ob es sich um die Wechseljahre handeln kann. Zudem wird die Ärztin gegebenenfalls weitere Maßnahmen zur Diagnostik vornehmen, die für den individuellen Einzelfall passend sind.

Für die Linderung der Wechseljahresbeschwerden werden primär schonende Verfahren und Verhaltenstipps empfohlen, die die Patientin ausprobieren kann. Sollten sie keine Wirkung zeigen, werden Gynäkologin und Patientin nach weiteren Möglichkeiten suchen. Ein Patentrezept gegen Wechseljahresbeschwerden gibt es nicht. Jede Frau testet selbst aus, was ihrem Körper guttut und ihr hilft.

Mit welchen Tests können die Wechseljahre bestimmt werden?

Prinzipiell lassen sich die Wechseljahre sicher feststellen, sobald die Monatsblutung für ein Jahr ausgeblieben ist. Im Gespräch mit der Gynäkologin können bestimmte Veränderungen und Symptome ebenfalls auf die neue Lebensphase hinweisen. Des Weiteren gibt es spezielle Tests, die jedoch vergleichsweise selten vorgenommen werden, da es sich bei den Wechseljahren um keine direkte Erkrankung, sondern eher um einen neuen natürlichen Lebensabschnitt mit eventuell unliebsamen Begleiterscheinungen handelt, die gelindert werden können. Möchten Frauen dennoch Gewissheit, kann ein sogenannter Hormontest durchgeführt werden. Bei der Hormondiagnostik werden die Werte bestimmter Hormone im Körper ermittelt. Sie geben Auskunft darüber, ob eine hormonelle Störung vorliegt und können auch zeigen, ob der Eintritt in die Wechseljahre begonnen hat.

Alles rund um das Thema Wechseljahre

Sie haben noch Fragen zu den Themen Wechseljahre, Wechseljahresbeschwerden, Hormondiagnostik oder Therapiemöglichkeiten während der Wechseljahre? Gern können Sie für ein persönliches Beratungsgespräch in meine Praxis kommen. Ich nehme mir Zeit, um Ihre individuellen Anliegen zu erfahren und gemeinsam mit Ihnen eine schonende Lösung für eventuelle Beschwerden zu finden. Vereinbaren Sie gern telefonisch oder via E-Mail einen Termin oder nutzen Sie unser komfortables Online-Buchungssystem.

Warum wird Lichen sclerosus manchmal so spät festgestellt?

Beim Lichen sclerosus (LS) handelt es sich um eine entzündliche Hautkrankheit im Intimbereich, die für die Betroffenen mit starken Beschwerden einhergeht. Dazu zählen beispielsweise ein starker Juckreiz, ein wiederkehrendes Brennen und allgemeine Schmerzen in der Intimzone. Obwohl die Erkrankung für die Patienten zu einem enormen Leidensdruck führt, ist sie im deutschsprachigen Raum wenig bekannt. Häufig leiden die Betroffenen im Stillen und es dauert nicht selten mehrere Jahre, bis sie die korrekte Diagnose erhalten. Woran liegt es, dass Lichen sclerosus relativ spät festgestellt wird?

Unsicherheit, Angst und Scham

Ein erster möglicher Grund, weshalb die Diagnosestellung bei Lichen sclerosus teils mehrere Jahre dauert, ist die Scham des Betroffenen. Auch wenn Sexualität, Intimität und vergleichbare Themen in der Gesellschaft immer offener behandelt werden, fällt es vielen Menschen noch immer schwer, über intime Angelegenheiten und vor allem über intime Probleme zu sprechen. Zunächst versucht ein Teil der Betroffenen, den Juckreiz und das Brennen zu verdrängen oder mit Pflegeprodukten selbst zu behandeln. Vor allem Jucken und Ausschlag im Intimbereich werden oft mit mangelnder Hygiene assoziiert, weshalb sich viele Frauen scheuen, derartige Beschwerden bei ihrem Gynäkologen beziehungsweise ihrer Gynäkologin anzusprechen.

Die Ursache für Lichen sclerosus liegt nicht in mangelnder Hygiene. Die Auslöser der Autoimmunkrankheit sind bislang nicht eindeutig beschrieben oder erwiesen. Sowohl Traumata im Genitalbereich als auch bestimmte Lebensmittel scheinen bei einigen Frauen Krankheitsschübe begünstigen oder verstärken zu können. Zudem gehen Mediziner davon aus, dass das Risiko für LS erhöht ist, wenn bereits Fälle in der Familie bekannt sind (erblich bedingte Erkrankung).

In jedem Fall sollten Frauen Beschwerden wie Juckreiz oder Brennen im Genitalbereich nicht einfach abtun oder ignorieren. Sie stellen keinen Grund dar, um sich zu schämen. Stattdessen sollten Patientinnen offen das Gespräch mit der behandelnden Gynäkologin suchen, damit diese ihnen helfen kann. Da LS eine fortschreitende Erkrankung ist, kann eine frühzeitige Diagnose und Therapie dabei helfen, schlimmere Beschwerden zu vermeiden.

Ähnlichkeit zu anderen Erkrankungen

Nicht in jedem Fall ist die Scheu vor dem Arztbesuch der Grund dafür, dass LS nicht diagnostiziert werden kann. Einige Frauen wenden sich umgehend an ihren Gynäkologen, wenn sie Beschwerden wie Juckreiz und Ausschlag im Intimbereich bemerken. Leider gibt es auch unter den Medizinern oft Unklarheit und wenig Erfahrung mit LS. Die Symptome können zudem anderen Erkrankungen ähneln, sodass die betroffenen Frauen gegen (Pilz-)Infektionen, Herpes und Blasenschwäche behandelt werden. Verschiedene Cremes, Sitzbäder und sogar Hyaluronsäureunterspritzungen sind nur einige Maßnahmen, zu denen den Frauen geraten wird. Linderung verschaffen sie jedoch nicht. Viele Frauen wechseln ihre Ärzte mehrfach, bis sie letztendlich einen Experten finden, der sich auch mit Lichen sclerosus auskennt und den Frauen erstmalig von dieser Erkrankung berichtet.

Wer kann von Lichen sclerosus betroffen sein?

Sowohl Frauen als auch Männer können von Lichen sclerosus betroffen sein. Die Erkrankung tritt bei beiden Geschlechtern altersunabhängig auf, jedoch kommt LS bei Kindern und Männern seltener vor als bei Frauen ab etwa dem 20. Lebensjahr.

Wie lange dauert eine Behandlung und was beinhaltet sie?

Da die Diagnose oftmals erst spät gestellt wird, sind die Symptome in der Regel bereits sehr stark ausgeprägt. Daher ist zunächst meist eine intensive Salbentherapie notwendig, die sich über mehrere Wochen erstreckt. Bereits nach wenigen Tagen sollte sich der Juckreiz mindern. Oftmals heilt die Erkrankung nicht aus, sodass eine Dauertherapie mit speziellen Salben notwendig ist. In besonders schweren Fällen, bei denen das Gewebe stark angegriffen ist, kann auch eine operative Behandlung notwendig sein.

In meiner Praxis habe ich zudem gute Erfahrungen mit der MonaLisa Touch®-Behandlung gemacht. Hierbei handelt es sich um eine schonende Lasertherapie, die die Regenrationsprozesse des Gewebes anregt und die Feuchtigkeitsversorgung der Vagina verbessert. Auf diese Weise lassen viele Beschwerden wie Juckreiz, Brennen, Schmerzen beim Wasserlassen oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr nach.

Nähere Informationen zu LS und MonaLisa Touch®

Sie leiden unter den im Artikel genannten Symptomen oder haben bereits die Diagnose Lichen sclerosus erhalten? Gern unterstütze ich Sie dabei, die Beschwerden nachhaltig zu lindern und Ihnen wieder zu mehr Wohlbefinden zu verhelfen. Gemeinsam mit Ihnen stelle ich ein Behandlungskonzept zusammen, das besonders schonend ist und nachhaltige Ergebnisse erzielt. Vereinbaren Sie einfach einen Termin für ein individuelles Gespräch in meiner Praxis. Mein Team und ich stehen Ihnen gern zur Seite.

Natürlich durch die Wechseljahre

Die Wechseljahre sind für viele Frauen eine wichtige Zeit der Umstellung. Diese hormonelle Veränderung wird häufig von einigen Symptomen begleitet – eine Anpassung des Lebensstils ist unausweichlich, um sich wohl im eigenen Körper zu fühlen. Jedoch sind die Wechseljahresbeschwerden eine sehr individuelle Angelegenheit. Während einige Frauen kaum Probleme haben, sind andere von Hitzewallungen, nächtlichen Schweißausbrüchen und vielen weiteren Symptomen geplagt. In unserem Ratgeber beschäftigen wir uns damit, wie eine Anpassung des Lebensstils sowie natürliche Behandlungen Frauen durch die Wechseljahre helfen.

Tipps zur Ernährung

Dass die Wechseljahre keine Krankheit sind, haben wohl die meisten Frauen bereits gehört. Auch wenn einige Veränderungen zum Alterungsprozess dazugehören, führt dieser Gedanke leider dazu, dass Frauen die Beschwerden einfach hinnehmen. Jedoch gibt es viele Möglichkeiten, um Symptome der Wechseljahre zu lindern. Dies fängt bereits bei kleinen Verhaltenstipps an.

So spielt zum Beispiel die Ernährung in den Wechseljahren eine besondere Rolle. Es existieren dutzende Ratschläge für sowie gegen bestimmte Lebensmittel. Allerdings beruhen die wenigsten dieser Tipps auf wissenschaftlichen Studien. So werden beispielsweise häufig Phytoöstrogene empfohlen, die beispielsweise in Soja und in Rotklee stecken, jedoch konnte allenfalls eine geringe positive Wirkung gegen Wechseljahresbeschwerden in mehreren Studien nachgewiesen werden. Während die Nahrungsergänzungsmittel nur wenige Ergebnisse erzielen, gibt es jedoch diverse Medikamente auf natürlicher Basis, die zum Beispiel gegen Schweißausbrüche helfen können. Welche Mittel sich eignen, ist individuell mit dem Gynäkologen abzusprechen.

Welche Lebensmittel die Beschwerden verstärken und welche sie vielleicht sogar lindern können, ist am besten herauszufinden, indem Frauen ihren Körper beobachten. Ein Ernährungstagebuch hilft sehr gut dabei, die Verträglichkeit und mögliche Unverträglichkeiten festzustellen. Darin sollte zum einen festgehalten werden, welche Nahrungsmittel konsumiert werden und zum anderen, welche Symptome wie stark auftreten. So lässt sich leicht ermitteln, ob es beispielsweise hilfreich ist, auf Koffein, alkoholische Getränke oder Salz zu verzichten beziehungsweise deren Konsum einzuschränken. Das Tagebuch kann ebenfalls Frauen helfen, die unter einer Gewichtszunahme leiden. Diese ist nicht unbedingt eine Folge der Wechseljahre, sondern hängt meist damit zusammen, dass der Kalorienbedarf mit steigendem Alter sinkt, da der Körper weniger Energie benötigt. Wird die Ernährung nicht entsprechend angepasst, kommen häufig ein paar unliebsame Kilos dazu.

Bewegung und Entspannung

Körperlich aktiv zu sein und regelmäßig Sport zu treiben, sollte in jedem Alter eine Rolle spielen. Gerade in den Wechseljahren ist dies nicht zu vernachlässigen. Die Bewegung wirkt sich positiv auf die Gesundheit der Muskulatur sowie der Knochen aus. Außerdem beeinflusst körperliche Aktivität häufig die Stimmung und kann Frauen mit Stimmungsschwankungen, depressiven Verstimmungen sowie Ein- oder Durchschlafproblemen eine Unterstützung bieten. Hilfreich ist häufig auch Training für den Beckenboden. Die gezielten Übungen können die Blasengesundheit und die Muskulatur stärken.

Zudem intensiviert Stress typische Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen und Nachtschweiß. Auch hier sollten Frauen individuell nach Wegen suchen, sich weniger Stress auszusetzen. Viele Patientinnen berichten davon, dass ihnen Yoga, Meditation oder das Erlernen von Entspannungstechniken geholfen hat. Die Übungen steigern die Achtsamkeit für den eigenen Körper.

Eine gesunde Intimzone

In den Wechseljahren leiden viele Frauen unter Scheidentrockenheit. Dies wirkt sich oft negativ auf das Körpergefühl im Alltag aus und kann zudem auch beim Geschlechtsverkehr zu Problemen führen. Natürliche Gleitmittel und Pflegeprodukte können hier Abhilfe schaffen, stellen jedoch nicht die Fähigkeit der Vagina wieder her, sich selbst zu befeuchten. Außerdem entsteht bei vielen Frauen im Zuge der Wechseljahre eine Harninkontinenz, die sowohl auf die hormonelle Umstellung als auch auf den natürlichen Alterungsprozess zurückzuführen ist.

Eine geeignete Therapie ohne OP oder Hormone stellt die Laserbehandlung mit MonaLisa Touch® dar. Die Laserimpulse regen die Produktion von Kollagen und Elastin in den Scheidenwänden an. Dies macht die Schleimhäute geschmeidiger und sorgt dafür, dass mehr Feuchtigkeit gebunden werden kann. Dies kann sowohl gegen vaginale Trockenheit als auch gegen eine leichte Blasenschwäche helfen.

Hormontherapie gegen Wechseljahresbeschwerden

Auch wenn es viele natürliche Behandlungsmöglichkeiten sowie nützliche Verhaltensregeln gegen Wechseljahresbeschwerden gibt, sind diese nicht immer ausreichend. Wie stark die Symptome auftreten, ist von Frau zu Frau verschieden. Sollte der Leidensdruck sehr hoch und durch natürliche Therapien nur minimal beeinflussbar sein, kommt auch eine Hormonersatztherapie infrage. Ob sich diese im individuellen Fall eignet, um den Leidensdruck zu verringern und ein Plus an Lebensqualität zu schaffen, entscheiden Gynäkologin und Patientin gemeinsam.

Selbstuntersuchung bei Verdacht auf Lichen sclerosus

Juckreiz, Brennen und Entzündungen im Intimbereich sind für Frauen häufig eine mehrfache Belastung. Denn die Symptome sind nicht nur im Alltag störend, sondern lösen häufig auch Schamgefühle aus. Es ist deshalb sehr hilfreich, bei diesen Symptomen eine Selbstuntersuchung durchzuführen. Dies macht Frauen vertrauter mit ihrem Intimbereich und den Symptomen. Dennoch ist die Selbstuntersuchung nicht als Ersatz für die ärztliche Diagnose gedacht. Stattdessen hilft sie den Frauen dabei, bei Verdacht auf Erkrankungen wie beispielsweise Lichen sclerosus oder Pilzinfektionen in der Intimzone frühestmöglich aufmerksam zu werden und sich von der Frauenärztin ihres Vertrauens untersuchen zu lassen.

Anzeichen für Lichen sclerosus

Bei Lichen sclerosus (LS) handelt es sich um eine entzündliche Erkrankung, die sehr wahrscheinlich zu den Autoimmunerkrankungen gehört. Genaue Ursachen sind jedoch größtenteils unerforscht, obwohl Lichen sclerosus zu den häufigsten Entzündungserkrankungen im Bereich der Vagina zählt.

Selbst Gynäkologen haben jedoch manchmal Schwierigkeiten, die Erkrankung zu diagnostizieren. Einer der Hauptgründe dafür ist, dass die Symptome leicht mit einer Pilzinfektion zu verwechseln sind. Folgende Symptome im Vaginalbereich können auf Lichen sclerosus hindeuten:

  • Juckreiz
  • Brennen
  • helle Flecken und Vernarbungen
  • glänzende, trockene Schleimhäute
  • Wundgefühl beim Geschlechtsverkehr, vor allem nach der Penetration
  • wiederkehrende Infektionen
  • Verengung des Scheideneingangs
  • Schrumpfen der inneren Schamlippen und/oder der Klitoris

Diese und ähnliche Symptome treten nicht ausschließlich bei Lichen sclerosus auf. Für eine genaue Diagnose sowie für eine geeignete Behandlung ist es deshalb wichtig, dass sich Frauen einer Gynäkologin anvertrauen, die bestenfalls auf das Erkennen und die Therapie von Lichen sclerosus spezialisiert ist.

Die Selbstuntersuchung der Vagina

Bei entzündeten Hautstellen in anderen Körperarealen ist es der erste Impuls, einen Blick darauf zu werfen. Das Aussehen der entzündeten Stelle hilft uns dabei, zu beurteilen, ob wir einen Arzt konsultieren oder Hausmittel zur Linderung nutzen sollten. Bei Beschwerden im eigenen Intimbereich ist die Selbstuntersuchung aber etwas schwieriger. Dennoch ist es sehr empfehlenswert, die Vagina regelmäßig zu untersuchen – vor allem bei Frauen, die zu Entzündungen oder anderen Beschwerden neigen.

Um die eigene Intimzone untersuchen zu können, ist lediglich ein gewöhnlicher Handspiegel notwendig. Gerade bei der ersten Selbstuntersuchung ist es sehr hilfreich, sich zunächst mit der eigenen Anatomie vertraut zu machen. Die äußeren Schamlippen, die direkt über der Klitoris im Schamhügel zusammenlaufen, stellen den äußeren Genitalbereich dar. Innen liegen die kleinen Schamlippen. Sie umschließen den Eingang zur Harnröhre sowie den Scheideneingang. Unter dem Vaginalbereich ist der Damm, also die Region zwischen Scheide und Anus.

Versuchen Sie, sich so hinzusetzen, dass Sie mithilfe des Handspiegels zunächst alle Bereiche der Vagina sehen können. Achten Sie nun vor allem auf farbliche Veränderungen wie weiße Narben oder entzündlich glänzende Hautbereiche und wunde Stellen. Bei regelmäßiger Selbstuntersuchung sollten Sie auch darauf achten, ob die Klitoris, die inneren Schamlippen oder der Scheideneingang kleiner zu werden scheinen. Die Schrumpfung ist häufig eine Folge der regelmäßigen Vernarbung.

Beschwerden erkennen und behandeln

Werden Lichen sclerosus oder auch andere Entzündungserkrankungen erst spät erkannt, haben Frauen meist schon Beschwerden beim Wasserlassen oder beim Geschlechtsverkehr aufgrund der Narbenbildung und der wiederkehrenden Entzündungen. Die regelmäßige Selbstuntersuchung sowie die Kontrolluntersuchungen beim Frauenarzt sind daher essenziell, um Erkrankungen rechtzeitig zu erkennen. Vor allem beim Lichen sclerosus kann eine frühzeitige Diagnose und damit auch eine frühe Therapie dem Voranschreiten der Symptome sehr gut vorbeugen.

LS kann prinzipiell in jedem Alter auftreten. Besonders typisch sind jedoch Zeiten der hormonellen Umstellung wie die Pubertät, die Schwangerschaft oder die Wechseljahre. Patienten, die ihre Diagnose kennen, haben viele Optionen, die Erkrankung zu behandeln. Sogar der eigene Lebensstil hat großen Einfluss auf die Stärke der Symptome. So kann zum Beispiel der Genuss entzündungshemmender Lebensmittel wie Ananas, Kokosnuss oder kaltgepresstes Leinöl positive Effekte haben.

Zudem lindern schonende Behandlungen ohne OP die Beschwerden im Vaginalbereich. Dazu gehört die sanfte Laserbehandlung mit MonaLisa Touch®. Die Laserimpulse regen die Feuchtigkeitsbildung der Vagina an und verbessern so die Vaginalgesundheit. Auch Probleme beim Wasserlassen oder beim Geschlechtsverkehr als Folge von Lichen sclerosus können durch die Behandlung gelindert werden.

Es gibt somit viele geeignete Behandlungsmethoden, um Beschwerden durch Lichen sclerosus vorzubeugen. Voraussetzung dafür ist, dass Sie sich einer Gynäkologin anvertrauen, die mit Ihnen das Vorgehen besprechen und festlegen kann. In diskreter und vertrauensvoller Atmosphäre können Sie mit mir in meiner Praxis sowohl über Ihre Probleme als auch über Ihre Wünsche und Vorstellungen sprechen. Vereinbaren Sie gern einen Termin mit meinem Praxisteam!