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Die hormonellen Veränderungen bei der Frau

Der Hormonhaushalt ist ein komplexes System des Körpers, das Einfluss auf verschiedenste Bereiche nimmt. Hormone sind biochemische Botenstoffe, die über den Blutkreislauf transportiert werden. Sie sind eine Art Signalträger, die bei den bestimmten Zellen, zu denen sie transportiert werden, Wirkungen und Prozesse hervorrufen. Die Bezeichnung Hormon kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet so viel wie antreiben oder anregen. Sollten einzelne Hormone in dem fein abgestimmten System von der Norm abweichen (z. B. zu wenige Hormone dieses Typs oder zu viele), hat das Einfluss auf die Stimmung, die Gesundheit und das Verhalten.

In unserer modernen Gesellschaft werden Hormone oftmals auch stark von inneren und äußeren Faktoren wie anhaltendem Stress, Chemikalien und Umweltgiften sowie einer ungesunden Ernährung beeinflusst. Veränderungen und Störungen im Hormonhaushalt treten auch bei natürlichen Prozessen wie den Wechseljahren auf. Was Sie über Hormone wissen sollten und was Sie in Zeiten der hormonellen Veränderung tun können, erfahren Sie im folgenden Beitrag.

Machen Sie sich mit Ihren Hormonen vertraut

Im weiblichen Körper gibt es eine Vielzahl an verschiedenen Hormonen. Für den weiblichen Zyklus spielen vor allem Östrogene (Estrogene) und Progesterone eine übergeordnete Rolle. Neben ihrer Funktion als Geschlechtshormone modulieren sie auch zahlreiche andere Körperfunktionen. Zudem sind diese beiden Gruppen bei Weitem nicht die einzigen hormonellen Botenstoffe. Nachfolgend haben wir eine kleine Übersicht an ausgewählten Hormonen erstellt.

  1. Östrogen
    Die Östrogene sind die wichtigsten weiblichen Sexualhormone, die in der Zeit von Menstruation und Eisprung stetig ansteigen. Sie werden in den Eierstöcken produziert. Neben der Entwicklung des weiblichen Organismus und der Fruchtbarkeit sorgen Östrogene auch für die Regulierung der Stimmung und für die Unterstützung der Knochendichte.
  2. Progesteron
    Auch Progesteron wird in den Eierstöcken produziert und zählt neben Östrogen zu den wichtigen Sexualhormonen der Frau. Es reguliert den Menstruationszyklus und wird kurz nach dem Eisprung vom Gelbkörper gebildet. Daher trägt es auch die Bezeichnung Gelbkörperhormon. Zu seinen Aufgaben gehört es, die Gebärmutterschleimhaut für eine eventuelle Einnistung einer befruchteten Eizelle vorzubereiten. Ein Progesteronmangel kann demnach eine Schwangerschaft erschweren, da sich die Eizellen nicht beziehungsweise schwerer einnisten können.
  3. FSH
    Die Abkürzung FSH steht für Follikel stimulierendes Hormon. Es wird im Gehirn, genauer gesagt in der Hirnanhangsdrüse, gebildet. Gemeinsam mit dem luteinisierenden Hormon (LH) kommt ihm eine entscheidende Bedeutung bei der Regulation des weiblichen Zyklus zu. Ein erhöhter FSH-Wert kann auf den Beginn der Menopause hindeuten.
  4. LH
    Das Luteinisierungshormon (LH) wird ebenfalls in der Hirnanhangsdrüse gebildet und bei einem hohen Östrogenspiegel ausgeschüttet. Es setzt den Eisprung in Gang. Somit ist der LH-Wert im Körper kurz vor dem Eisprung auch am höchsten.
  5. Testosteron
    Testosteron wird vor allem mit dem männlichen Geschlecht assoziiert. Dennoch spielt das männliche Sexualhormon auch bei der Frau eine wichtige Rolle. Es wirkt stimmungsaufhellend und hat positiven Einfluss auf das Selbstvertrauen. Auch für die Libido und den Muskelaufbau ist das Hormon entscheidend.
  6. Cortisol
    Cortisol ist das sogenannte Stresshormon des Körpers. Im Normalbereich sorgt es dafür, dass der Blutzucker und das Immunsystem reguliert werden. Hohe Werte an Cortisol können hingegen zu Panikattacken und Depressionsgefühlen führen. Zudem kann es die Gedächtnisleistung negativ beeinflussen und das Immunsystem schwächen.
  7. Schilddrüsenhormone
    Die in den Schilddrüsen produzierten Hormone steuern verschiedene wichtige Aufgaben, darunter die Atmung, die Herzfrequenz, den Stoffwechsel und die Körpertemperatur. Ein Ungleichgewicht der Schilddrüsenhormone kann beispielsweise in Haarausfall, Müdigkeit, Gewichtsschwankungen und Herzrasen resultieren.
  8. DHEA
    DHEA (Dehydroepiandrosteron) zählt zu den eher allgemein unbekannten Hormonen. Es handelt sich sogar um einen Hormonvorläufer, der Reaktionen auslöst, die zur Produktion anderer Hormone wie Östrogen oder Testosteron führen. DHEA spielt vor allem während der Pubertät eine wichtige Rolle. Zudem stellt es einen Schutz vor Stress und eine Unterstützung des Immunsystems dar.
  9. Insulin
    Die Aufgabe von Insulin ist es, den Blutzuckerspiegel zu regulieren. Es ist daher ein wichtiger Bestandteil des Stoffwechsels. Störungen im Insulinhaushalt können auf Dauer zu Diabetes führen.
  10. Serotonin
    Serotonin ist das sogenannte Glückshormon des Körpers. Produziert wird es hauptsächlich im Darm, aber auch im Gehirn (hier vor allem während des Schlafs). Ein über längere Zeit geringer Serotoninwert kann mitverantwortlich für die Entwicklung von Depressionen sein.

Zyklen und Schwankungen im Blick behalten

Dass sich der Hormonspiegel regelmäßig ändert ist völlig normal und löst verschiedene Ereignisse aus. Um Zyklen und den Einfluss auf unseren Körper besser zu verstehen und damit umgehen zu können, ist es wichtig, den eigenen Ablauf zu beobachten und möglicherweise auch zu notieren. So können sowohl Regelmäßigkeiten als auch Abweichungen und damit mögliche Störungen festgestellt werden. Wenn Sie wissen, wie sich Ihr Körper wann verhält, lassen sich Verhaltensmaßnahmen und Routinen finden, um bestimmte Auswirkungen oder Beschwerden abzumindern. Stellen Sie beispielsweise fest, dass Sie zum Ende Ihres Menstruationszyklus für gewöhnlich leichter reizbar, gestresster und ängstlicher sind, können Sie dem mit gezielten Entspannungsübungen entgegenwirken.

Was verändert sich während der Wechseljahre?

In der Prämenopause nimmt die Eierstockfunktion schrittweise ab. Die Eierstöcke reagieren weniger auf die Steuerhormone, wodurch vermehrt FSH ausgeschüttet wird. Dadurch wird auch die Östrogenproduktion noch einmal stark angeregt, während der Gestagen- und der Progesteronspiegel sinken. Im Verlauf der Wechseljahre nimmt dann auch der Östrogenwert immer mehr ab. Haben die Eierstöcke schließlich ihre Funktion gänzlich eingestellt, werden auch die weiblichen Sexualhormone nicht mehr gebildet.

Wie äußert sich das?

Das „fehlende“ Östrogen kann sich auf unterschiedliche Weise bemerkbar machen. Typische Symptome sind Zyklusstörungen (Zwischenblutungen, Ausbleiben der Monatsblutung), Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Konzentrationsschwierigkeiten, depressive Verstimmungen, Schlafstörungen und Scheidentrockenheit. Von Frau zu Frau können die Beschwerden und Veränderungen unterschiedlich sein.

Was kann ich dagegen tun?

Gegen die natürlichen Veränderungen des Hormonhaushalts gibt es kein Mittel, das diesen Prozess aufhält – sie gehören zum Leben dazu. Ein erster wichtiger Schritt für Frauen ist es daher, sich über die „neue Lebensphase“ zu informieren und sich mit ihr zu arrangieren. Sehen Sie die Wechseljahre nicht als Problem oder „Krankheit“ an, sondern als etwas Neues und Spannendes. Allein eine positive Grundeinstellung hilft vielen Frauen enorm.

Um die eventuellen Beschwerden während der Wechseljahre zu lindern, gibt es verschiedene schonende Methoden, die die Frauen am besten selbst ausprobieren. Ernährungsumstellungen, Bewegung und Yoga sind nur einige Beispiele. Auch pflanzliche Mittel und minimalinvasive Behandlungen wie die Lasertherapie mit MonaLisa Touch® können bei einigen Symptomen wie Scheidentrockenheit helfen.

Nähere Informationen und eine persönliche Beratung zu den Wechseljahren sowie den Behandlungsmöglichkeiten bespreche ich gern in einem individuellen Termin in meiner Praxis mit Ihnen. Ihre Fragen und Anliegen können Sie ganz offen mit mir von Frau zu Frau bereden.

Laser gegen Scheidentrockenheit – was ist möglich?

Ein trockener Intimbereich ist für Frauen vor allem während der Wechseljahre ein häufig auftretendes Problem. Es gibt aber durchaus auch junge Frauen, die unter Scheidentrockenheit leiden. Es gibt sowohl körperliche als auch psychische Ursachen, die zu einer Trockenheit im Genitalbereich führen können. Viele der Betroffenen leiden unter Brennen, Juckreiz, Entzündungen oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr sowie Schmerzen beim Wasserlassen. Zudem führt Scheidentrockenheit oftmals zu einem starken psychischen Leidensdruck, der die Frauen belastet. Unsicherheiten und Scham sind keine Seltenheit. In der modernen Medizin gibt es schonende, nichtoperative Verfahren, die bei Scheidentrockenheit Abhilfe schaffen können. Eine dieser Methoden ist die Lasertherapie mit MonaLisa Touch®.

Wie kommt es zu Scheidentrockenheit?

Einer der Hauptgründe für Scheidentrockenheit sind hormonelle Veränderungen. Verschiedenste Gründe können zu Störungen im Hormonhaushalt führen. Insbesondere in den Wechseljahren bemerkt etwa jede dritte Frau eine Abnahme der Lubrikation im Scheidenbereich. Die Feuchtigkeitsversorgung der Scheide wird auch durch sexuelle Stimulation erhöht. Lassen das sexuelle Verlangen und die Häufigkeit der Stimulation nach, kann das ebenfalls in einer Scheidentrockenheit resultieren.

Schwankungen im Hormonhaushalt treten auch während der Schwangerschaft sowie während der Stillzeit auf. Auch in diesen Phasen kann es demnach zu einer Scheidentrockenheit kommen. Hormonelle Veränderungen können auch nach einer Operation an den Eierstöcken oder an der Gebärmutter vorliegen und zu einer trockenen Scheide führen.

Des Weiteren können bestimmte Medikamente dazu führen, dass der Hormonhaushalt ins Wanken gerät. Hierzu zählen auch einige hormonelle Verhütungsmittel, die beispielsweise Gestagene enthalten. Sollten Medikamente beziehungsweise die Verhütungsmittel der Auslöser für die Scheidentrockenheit sein, kann bereits eine Umstellung dazu beitragen, dass die Scheide wieder besser mit Feuchtigkeit versorgt wird.

Psychische Ursachen für eine trockene Scheide

Anhaltender Stress und Ängste können sich auf verschiedene Weise auf den gesamten Körper auswirken. Auch Scheidentrockenheit kann ein Begleitsymptom sein. Bis zu einem gewissen Maß spielt sich die sexuelle Erregung der Frau im Kopf ab. Durch Nervosität und negative Anspannung kann daher das Lustempfinden gesenkt werden, wodurch auch die Lubrikation der Scheide abnimmt. Ebenso können Traumata – beispielsweise durch eine tabuisierte Sexualerziehung oder sogar sexuellen Missbrauch – dazu führen, dass Frauen ein gemindertes sexuelles Interesse haben, was sich wiederum auf die Feuchtigkeitsversorgung der Scheide auswirken kann.

Scheidentrockenheit durch Krankheiten

Scheidentrockenheit kann auch auf eine weitere vorliegende Grunderkrankung hindeuten. Hierzu zählen beispielsweise Diabetes und Bluthochdruck. Auch gutartige Wucherungen an der Gebärmutterschleimhaut, die als Endometriose bezeichnet werden, können dazu führen, dass die Scheide schlechter mit Feuchtigkeit versorgt wird. Teilweise berichten Krebspatientinnen, dass durch die Therapie wie Chemobehandlungen und Antihormontherapien nach einer Brustkrebserkrankung plötzlich die Wechseljahre eintreten. In diesem Fall kann sich das auch in einer Scheidentrockenheit bemerkbar machen.

Schwerwiegende Erkrankungen sind jedoch vergleichsweise selten der Auslöser für eine Scheidentrockenheit. Zumeist verbergen sich normale Veränderungen wie die Wechseljahre dahinter.

Was kann man gegen Scheidentrockenheit tun?

Bei einer Scheidentrockenheit ist es zunächst wichtig, die möglichen Gründe zu ermitteln, um die Therapie dementsprechend anzupassen. Dazu findet ein ausführliches Gespräch mit der Gynäkologin statt. Je nach Befund kann sich beispielsweise eine schonende Laserbehandlung anbieten, um die Lubrikation der Scheide zu unterstützen. Bei der MonaLisa Touch®-Behandlung wird Lichtenergie gezielt auf die Schleimhäute der Vagina gerichtet. Dadurch wird die körpereigene Produktion von Kollagen angeregt, wodurch ein Verjüngungseffekt eintritt. Auf diese Weise wird auch die Feuchtigkeitsversorgung des Intimbereichs verbessert.

Die Behandlung findet ambulant in der Praxis statt und dauert nicht länger als fünf Minuten. Für ein optimales Ergebnis bieten sich in der Regel drei Sitzungen an, die in einem Abstand von mehreren Wochen stattfinden. Die genaue Anzahl der Behandlungssitzungen kann von Patientin zu Patientin variieren und wird von der Expertin nach dem Gespräch und der Untersuchung festgelegt. Nebenwirkungen oder Ausfallzeiten sind für gewöhnlich nicht zu erwarten. Die Ergebnisse sind oftmals bereits kurze Zeit nach der ersten Behandlung zu verzeichnen – die endgültigen Resultate zeigen sich meist nach etwa zwölf Wochen. Um die positiven Effekte aufrechtzuerhalten, bieten sich jährliche Auffrischungsbehandlungen an. Den Zeitpunkt und die Intervalle für die Nachbehandlung legt die Ärztin individuell fest.

Individuelle Beratung in der Praxis

Sollten Sie noch Fragen zur schonenden Laserbehandlung haben oder sich eine persönliche Beratung wünschen, können Sie sehr gern einen Termin in meiner Praxis vereinbaren. Ich kläre Sie umfassend zu den Details der Behandlungsmöglichkeit auf und nehme mir Zeit für Ihre Fragen. In diskreter Atmosphäre können Sie ganz offen mit mir von Frau zu Frau sprechen.

Bin ich in den Wechseljahren?

Für jede Frau stellen die Wechseljahre etwas Anderes dar. Zudem äußern sich die Wechseljahre nicht bei jeder Patientin gleich, sodass jede Frau auch anders mit ihnen umgeht. Woran lassen sich die Wechseljahre erkennen? Gibt es einen Test, der Frauen dabei helfen kann, herauszufinden, ob sie sich in den Wechseljahren befinden? Und wie stellen Ärzte die Wechseljahre fest? Mit diesen Themen wollen wir uns im folgenden Beitrag etwas näher auseinandersetzen.

Typisches Alter für die Wechseljahre

Durchschnittlich erleben Frauen etwa um ihr 50. Lebensjahr herum die Menopause. Wann genau die ersten Anzeichen einsetzen beziehungsweise wann die Periode letztendlich ganz aussetzt, ist individuell unterschiedlich. Einige Frauen kommen früher in die Wechseljahre, bei anderen vollziehen sie sich deutlich später. Sowohl die genetische Veranlagung als auch persönliche Lebensgewohnheiten können Einfluss auf die Wechseljahre nehmen. So treten die Wechseljahre bei starken Raucherinnen statistisch gesehen rund zwei Jahre früher auf.

Veränderungen der Periode beobachten

Unser Körper teilt uns sehr viel mit. Viele Frauen empfinden es als sehr hilfreich, eine Art Tagebuch über ihre Menstruation zu führen, um festzustellen, ob diese regelmäßig oder unregelmäßig kommt. Zudem können Intensität, Besonderheiten sowie Begleitsymptome (z. B. Empfindlichkeit der Brüste, Kopfschmerzen, Erkältungssymptome, Krämpfe) notiert werden. Auch für die Zeit der Menopause kann sich eine solche Dokumentation anbieten, um die Periode und die Symptome der Wechseljahre im Blick zu behalten.

Bemerken Frauen Unregelmäßigkeiten hinsichtlich ihrer Menstruation, kann das ein erstes Anzeichen für das Eintreten der Wechseljahre sein. Nicht immer sind Unregelmäßigkeiten jedoch sofort mit den Wechseljahren gleichzusetzen – sie können stattdessen viele Ursachen haben. Erst wenn die Periode über einen langen Zeitraum aussetzt, handelt es sich in der Regel um die Wechseljahre. Bleibt die Periode mehr als zwölf Monate aus, deutet das gemeinhin daraufhin, dass sich die Frauen in der Postmenopause befinden und die letzte Regelblutung (Menopause) eingesetzt hat.

In dem Tagebuch oder der App zu den Wechseljahren können die Frauen auch anmerken, welche bestimmten Lebensmittel oder Gewohnheiten die Wechseljahresbeschwerden verstärken. Gemeinsam mit der Frauenärztin kann dann nach einer geeigneten Lösung gesucht werden, um die Symptome und Probleme schonend zu lindern.

Welche typischen Symptome gibt es?

Es gibt verschiedene Beschwerden und Veränderungen, die in den Wechseljahren hervortreten können. Zudem können in den unterschiedlichen Phasen (Prämenopause, Menopause und Postmenopause) unterschiedliche Symptome vorherrschen. Zu den häufigen Symptomen während der Wechseljahre gehören folgende:

  • Zyklusstörungen
  • Hitzewallungen
  • Schweißausbrüche
  • Kopfschmerzen
  • Schlafstörungen
  • Schwindel
  • Übelkeit
  • Haarausfall
  • Haarwuchs im Gesicht („Damenbart“)
  • trockene Haut
  • Scheidentrockenheit
  • Verdauungsbeschwerden (u. a. Blähungen, Verstopfung, Durchfall)
  • Rücken- und Gliederschmerzen
  • Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, depressive Schübe

Wie bestimmt die Ärztin die Wechseljahre?

Bei der Gynäkologin erfolgt zunächst ein ausführliches Gespräch, bei dem sie die Patientin nach ihrem Befinden und ihren Symptomen befragt. Auch die Ärztin wird Fragen zur Menstruation stellen, sodass ein Tagebuch auch an dieser Stelle nützlich sein kann, um der Gynäkologin möglichst detaillierte Antworten geben zu können. Auch die individuellen Beschwerden sind für die Fachärztin von Interesse. Anhand der Angaben kann die Expertin bereits sehr gut einschätzen, ob es sich um die Wechseljahre handeln kann. Zudem wird die Ärztin gegebenenfalls weitere Maßnahmen zur Diagnostik vornehmen, die für den individuellen Einzelfall passend sind.

Für die Linderung der Wechseljahresbeschwerden werden primär schonende Verfahren und Verhaltenstipps empfohlen, die die Patientin ausprobieren kann. Sollten sie keine Wirkung zeigen, werden Gynäkologin und Patientin nach weiteren Möglichkeiten suchen. Ein Patentrezept gegen Wechseljahresbeschwerden gibt es nicht. Jede Frau testet selbst aus, was ihrem Körper guttut und ihr hilft.

Mit welchen Tests können die Wechseljahre bestimmt werden?

Prinzipiell lassen sich die Wechseljahre sicher feststellen, sobald die Monatsblutung für ein Jahr ausgeblieben ist. Im Gespräch mit der Gynäkologin können bestimmte Veränderungen und Symptome ebenfalls auf die neue Lebensphase hinweisen. Des Weiteren gibt es spezielle Tests, die jedoch vergleichsweise selten vorgenommen werden, da es sich bei den Wechseljahren um keine direkte Erkrankung, sondern eher um einen neuen natürlichen Lebensabschnitt mit eventuell unliebsamen Begleiterscheinungen handelt, die gelindert werden können. Möchten Frauen dennoch Gewissheit, kann ein sogenannter Hormontest durchgeführt werden. Bei der Hormondiagnostik werden die Werte bestimmter Hormone im Körper ermittelt. Sie geben Auskunft darüber, ob eine hormonelle Störung vorliegt und können auch zeigen, ob der Eintritt in die Wechseljahre begonnen hat.

Alles rund um das Thema Wechseljahre

Sie haben noch Fragen zu den Themen Wechseljahre, Wechseljahresbeschwerden, Hormondiagnostik oder Therapiemöglichkeiten während der Wechseljahre? Gern können Sie für ein persönliches Beratungsgespräch in meine Praxis kommen. Ich nehme mir Zeit, um Ihre individuellen Anliegen zu erfahren und gemeinsam mit Ihnen eine schonende Lösung für eventuelle Beschwerden zu finden. Vereinbaren Sie gern telefonisch oder via E-Mail einen Termin oder nutzen Sie unser komfortables Online-Buchungssystem.

Warum wird Lichen sclerosus manchmal so spät festgestellt?

Beim Lichen sclerosus (LS) handelt es sich um eine entzündliche Hautkrankheit im Intimbereich, die für die Betroffenen mit starken Beschwerden einhergeht. Dazu zählen beispielsweise ein starker Juckreiz, ein wiederkehrendes Brennen und allgemeine Schmerzen in der Intimzone. Obwohl die Erkrankung für die Patienten zu einem enormen Leidensdruck führt, ist sie im deutschsprachigen Raum wenig bekannt. Häufig leiden die Betroffenen im Stillen und es dauert nicht selten mehrere Jahre, bis sie die korrekte Diagnose erhalten. Woran liegt es, dass Lichen sclerosus relativ spät festgestellt wird?

Unsicherheit, Angst und Scham

Ein erster möglicher Grund, weshalb die Diagnosestellung bei Lichen sclerosus teils mehrere Jahre dauert, ist die Scham des Betroffenen. Auch wenn Sexualität, Intimität und vergleichbare Themen in der Gesellschaft immer offener behandelt werden, fällt es vielen Menschen noch immer schwer, über intime Angelegenheiten und vor allem über intime Probleme zu sprechen. Zunächst versucht ein Teil der Betroffenen, den Juckreiz und das Brennen zu verdrängen oder mit Pflegeprodukten selbst zu behandeln. Vor allem Jucken und Ausschlag im Intimbereich werden oft mit mangelnder Hygiene assoziiert, weshalb sich viele Frauen scheuen, derartige Beschwerden bei ihrem Gynäkologen beziehungsweise ihrer Gynäkologin anzusprechen.

Die Ursache für Lichen sclerosus liegt nicht in mangelnder Hygiene. Die Auslöser der Autoimmunkrankheit sind bislang nicht eindeutig beschrieben oder erwiesen. Sowohl Traumata im Genitalbereich als auch bestimmte Lebensmittel scheinen bei einigen Frauen Krankheitsschübe begünstigen oder verstärken zu können. Zudem gehen Mediziner davon aus, dass das Risiko für LS erhöht ist, wenn bereits Fälle in der Familie bekannt sind (erblich bedingte Erkrankung).

In jedem Fall sollten Frauen Beschwerden wie Juckreiz oder Brennen im Genitalbereich nicht einfach abtun oder ignorieren. Sie stellen keinen Grund dar, um sich zu schämen. Stattdessen sollten Patientinnen offen das Gespräch mit der behandelnden Gynäkologin suchen, damit diese ihnen helfen kann. Da LS eine fortschreitende Erkrankung ist, kann eine frühzeitige Diagnose und Therapie dabei helfen, schlimmere Beschwerden zu vermeiden.

Ähnlichkeit zu anderen Erkrankungen

Nicht in jedem Fall ist die Scheu vor dem Arztbesuch der Grund dafür, dass LS nicht diagnostiziert werden kann. Einige Frauen wenden sich umgehend an ihren Gynäkologen, wenn sie Beschwerden wie Juckreiz und Ausschlag im Intimbereich bemerken. Leider gibt es auch unter den Medizinern oft Unklarheit und wenig Erfahrung mit LS. Die Symptome können zudem anderen Erkrankungen ähneln, sodass die betroffenen Frauen gegen (Pilz-)Infektionen, Herpes und Blasenschwäche behandelt werden. Verschiedene Cremes, Sitzbäder und sogar Hyaluronsäureunterspritzungen sind nur einige Maßnahmen, zu denen den Frauen geraten wird. Linderung verschaffen sie jedoch nicht. Viele Frauen wechseln ihre Ärzte mehrfach, bis sie letztendlich einen Experten finden, der sich auch mit Lichen sclerosus auskennt und den Frauen erstmalig von dieser Erkrankung berichtet.

Wer kann von Lichen sclerosus betroffen sein?

Sowohl Frauen als auch Männer können von Lichen sclerosus betroffen sein. Die Erkrankung tritt bei beiden Geschlechtern altersunabhängig auf, jedoch kommt LS bei Kindern und Männern seltener vor als bei Frauen ab etwa dem 20. Lebensjahr.

Wie lange dauert eine Behandlung und was beinhaltet sie?

Da die Diagnose oftmals erst spät gestellt wird, sind die Symptome in der Regel bereits sehr stark ausgeprägt. Daher ist zunächst meist eine intensive Salbentherapie notwendig, die sich über mehrere Wochen erstreckt. Bereits nach wenigen Tagen sollte sich der Juckreiz mindern. Oftmals heilt die Erkrankung nicht aus, sodass eine Dauertherapie mit speziellen Salben notwendig ist. In besonders schweren Fällen, bei denen das Gewebe stark angegriffen ist, kann auch eine operative Behandlung notwendig sein.

In meiner Praxis habe ich zudem gute Erfahrungen mit der MonaLisa Touch®-Behandlung gemacht. Hierbei handelt es sich um eine schonende Lasertherapie, die die Regenrationsprozesse des Gewebes anregt und die Feuchtigkeitsversorgung der Vagina verbessert. Auf diese Weise lassen viele Beschwerden wie Juckreiz, Brennen, Schmerzen beim Wasserlassen oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr nach.

Nähere Informationen zu LS und MonaLisa Touch®

Sie leiden unter den im Artikel genannten Symptomen oder haben bereits die Diagnose Lichen sclerosus erhalten? Gern unterstütze ich Sie dabei, die Beschwerden nachhaltig zu lindern und Ihnen wieder zu mehr Wohlbefinden zu verhelfen. Gemeinsam mit Ihnen stelle ich ein Behandlungskonzept zusammen, das besonders schonend ist und nachhaltige Ergebnisse erzielt. Vereinbaren Sie einfach einen Termin für ein individuelles Gespräch in meiner Praxis. Mein Team und ich stehen Ihnen gern zur Seite.

Natürlich durch die Wechseljahre

Die Wechseljahre sind für viele Frauen eine wichtige Zeit der Umstellung. Diese hormonelle Veränderung wird häufig von einigen Symptomen begleitet – eine Anpassung des Lebensstils ist unausweichlich, um sich wohl im eigenen Körper zu fühlen. Jedoch sind die Wechseljahresbeschwerden eine sehr individuelle Angelegenheit. Während einige Frauen kaum Probleme haben, sind andere von Hitzewallungen, nächtlichen Schweißausbrüchen und vielen weiteren Symptomen geplagt. In unserem Ratgeber beschäftigen wir uns damit, wie eine Anpassung des Lebensstils sowie natürliche Behandlungen Frauen durch die Wechseljahre helfen.

Tipps zur Ernährung

Dass die Wechseljahre keine Krankheit sind, haben wohl die meisten Frauen bereits gehört. Auch wenn einige Veränderungen zum Alterungsprozess dazugehören, führt dieser Gedanke leider dazu, dass Frauen die Beschwerden einfach hinnehmen. Jedoch gibt es viele Möglichkeiten, um Symptome der Wechseljahre zu lindern. Dies fängt bereits bei kleinen Verhaltenstipps an.

So spielt zum Beispiel die Ernährung in den Wechseljahren eine besondere Rolle. Es existieren dutzende Ratschläge für sowie gegen bestimmte Lebensmittel. Allerdings beruhen die wenigsten dieser Tipps auf wissenschaftlichen Studien. So werden beispielsweise häufig Phytoöstrogene empfohlen, die beispielsweise in Soja und in Rotklee stecken, jedoch konnte allenfalls eine geringe positive Wirkung gegen Wechseljahresbeschwerden in mehreren Studien nachgewiesen werden. Während die Nahrungsergänzungsmittel nur wenige Ergebnisse erzielen, gibt es jedoch diverse Medikamente auf natürlicher Basis, die zum Beispiel gegen Schweißausbrüche helfen können. Welche Mittel sich eignen, ist individuell mit dem Gynäkologen abzusprechen.

Welche Lebensmittel die Beschwerden verstärken und welche sie vielleicht sogar lindern können, ist am besten herauszufinden, indem Frauen ihren Körper beobachten. Ein Ernährungstagebuch hilft sehr gut dabei, die Verträglichkeit und mögliche Unverträglichkeiten festzustellen. Darin sollte zum einen festgehalten werden, welche Nahrungsmittel konsumiert werden und zum anderen, welche Symptome wie stark auftreten. So lässt sich leicht ermitteln, ob es beispielsweise hilfreich ist, auf Koffein, alkoholische Getränke oder Salz zu verzichten beziehungsweise deren Konsum einzuschränken. Das Tagebuch kann ebenfalls Frauen helfen, die unter einer Gewichtszunahme leiden. Diese ist nicht unbedingt eine Folge der Wechseljahre, sondern hängt meist damit zusammen, dass der Kalorienbedarf mit steigendem Alter sinkt, da der Körper weniger Energie benötigt. Wird die Ernährung nicht entsprechend angepasst, kommen häufig ein paar unliebsame Kilos dazu.

Bewegung und Entspannung

Körperlich aktiv zu sein und regelmäßig Sport zu treiben, sollte in jedem Alter eine Rolle spielen. Gerade in den Wechseljahren ist dies nicht zu vernachlässigen. Die Bewegung wirkt sich positiv auf die Gesundheit der Muskulatur sowie der Knochen aus. Außerdem beeinflusst körperliche Aktivität häufig die Stimmung und kann Frauen mit Stimmungsschwankungen, depressiven Verstimmungen sowie Ein- oder Durchschlafproblemen eine Unterstützung bieten. Hilfreich ist häufig auch Training für den Beckenboden. Die gezielten Übungen können die Blasengesundheit und die Muskulatur stärken.

Zudem intensiviert Stress typische Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen und Nachtschweiß. Auch hier sollten Frauen individuell nach Wegen suchen, sich weniger Stress auszusetzen. Viele Patientinnen berichten davon, dass ihnen Yoga, Meditation oder das Erlernen von Entspannungstechniken geholfen hat. Die Übungen steigern die Achtsamkeit für den eigenen Körper.

Eine gesunde Intimzone

In den Wechseljahren leiden viele Frauen unter Scheidentrockenheit. Dies wirkt sich oft negativ auf das Körpergefühl im Alltag aus und kann zudem auch beim Geschlechtsverkehr zu Problemen führen. Natürliche Gleitmittel und Pflegeprodukte können hier Abhilfe schaffen, stellen jedoch nicht die Fähigkeit der Vagina wieder her, sich selbst zu befeuchten. Außerdem entsteht bei vielen Frauen im Zuge der Wechseljahre eine Harninkontinenz, die sowohl auf die hormonelle Umstellung als auch auf den natürlichen Alterungsprozess zurückzuführen ist.

Eine geeignete Therapie ohne OP oder Hormone stellt die Laserbehandlung mit MonaLisa Touch® dar. Die Laserimpulse regen die Produktion von Kollagen und Elastin in den Scheidenwänden an. Dies macht die Schleimhäute geschmeidiger und sorgt dafür, dass mehr Feuchtigkeit gebunden werden kann. Dies kann sowohl gegen vaginale Trockenheit als auch gegen eine leichte Blasenschwäche helfen.

Hormontherapie gegen Wechseljahresbeschwerden

Auch wenn es viele natürliche Behandlungsmöglichkeiten sowie nützliche Verhaltensregeln gegen Wechseljahresbeschwerden gibt, sind diese nicht immer ausreichend. Wie stark die Symptome auftreten, ist von Frau zu Frau verschieden. Sollte der Leidensdruck sehr hoch und durch natürliche Therapien nur minimal beeinflussbar sein, kommt auch eine Hormonersatztherapie infrage. Ob sich diese im individuellen Fall eignet, um den Leidensdruck zu verringern und ein Plus an Lebensqualität zu schaffen, entscheiden Gynäkologin und Patientin gemeinsam.

Selbstuntersuchung bei Verdacht auf Lichen sclerosus

Juckreiz, Brennen und Entzündungen im Intimbereich sind für Frauen häufig eine mehrfache Belastung. Denn die Symptome sind nicht nur im Alltag störend, sondern lösen häufig auch Schamgefühle aus. Es ist deshalb sehr hilfreich, bei diesen Symptomen eine Selbstuntersuchung durchzuführen. Dies macht Frauen vertrauter mit ihrem Intimbereich und den Symptomen. Dennoch ist die Selbstuntersuchung nicht als Ersatz für die ärztliche Diagnose gedacht. Stattdessen hilft sie den Frauen dabei, bei Verdacht auf Erkrankungen wie beispielsweise Lichen sclerosus oder Pilzinfektionen in der Intimzone frühestmöglich aufmerksam zu werden und sich von der Frauenärztin ihres Vertrauens untersuchen zu lassen.

Anzeichen für Lichen sclerosus

Bei Lichen sclerosus (LS) handelt es sich um eine entzündliche Erkrankung, die sehr wahrscheinlich zu den Autoimmunerkrankungen gehört. Genaue Ursachen sind jedoch größtenteils unerforscht, obwohl Lichen sclerosus zu den häufigsten Entzündungserkrankungen im Bereich der Vagina zählt.

Selbst Gynäkologen haben jedoch manchmal Schwierigkeiten, die Erkrankung zu diagnostizieren. Einer der Hauptgründe dafür ist, dass die Symptome leicht mit einer Pilzinfektion zu verwechseln sind. Folgende Symptome im Vaginalbereich können auf Lichen sclerosus hindeuten:

  • Juckreiz
  • Brennen
  • helle Flecken und Vernarbungen
  • glänzende, trockene Schleimhäute
  • Wundgefühl beim Geschlechtsverkehr, vor allem nach der Penetration
  • wiederkehrende Infektionen
  • Verengung des Scheideneingangs
  • Schrumpfen der inneren Schamlippen und/oder der Klitoris

Diese und ähnliche Symptome treten nicht ausschließlich bei Lichen sclerosus auf. Für eine genaue Diagnose sowie für eine geeignete Behandlung ist es deshalb wichtig, dass sich Frauen einer Gynäkologin anvertrauen, die bestenfalls auf das Erkennen und die Therapie von Lichen sclerosus spezialisiert ist.

Die Selbstuntersuchung der Vagina

Bei entzündeten Hautstellen in anderen Körperarealen ist es der erste Impuls, einen Blick darauf zu werfen. Das Aussehen der entzündeten Stelle hilft uns dabei, zu beurteilen, ob wir einen Arzt konsultieren oder Hausmittel zur Linderung nutzen sollten. Bei Beschwerden im eigenen Intimbereich ist die Selbstuntersuchung aber etwas schwieriger. Dennoch ist es sehr empfehlenswert, die Vagina regelmäßig zu untersuchen – vor allem bei Frauen, die zu Entzündungen oder anderen Beschwerden neigen.

Um die eigene Intimzone untersuchen zu können, ist lediglich ein gewöhnlicher Handspiegel notwendig. Gerade bei der ersten Selbstuntersuchung ist es sehr hilfreich, sich zunächst mit der eigenen Anatomie vertraut zu machen. Die äußeren Schamlippen, die direkt über der Klitoris im Schamhügel zusammenlaufen, stellen den äußeren Genitalbereich dar. Innen liegen die kleinen Schamlippen. Sie umschließen den Eingang zur Harnröhre sowie den Scheideneingang. Unter dem Vaginalbereich ist der Damm, also die Region zwischen Scheide und Anus.

Versuchen Sie, sich so hinzusetzen, dass Sie mithilfe des Handspiegels zunächst alle Bereiche der Vagina sehen können. Achten Sie nun vor allem auf farbliche Veränderungen wie weiße Narben oder entzündlich glänzende Hautbereiche und wunde Stellen. Bei regelmäßiger Selbstuntersuchung sollten Sie auch darauf achten, ob die Klitoris, die inneren Schamlippen oder der Scheideneingang kleiner zu werden scheinen. Die Schrumpfung ist häufig eine Folge der regelmäßigen Vernarbung.

Beschwerden erkennen und behandeln

Werden Lichen sclerosus oder auch andere Entzündungserkrankungen erst spät erkannt, haben Frauen meist schon Beschwerden beim Wasserlassen oder beim Geschlechtsverkehr aufgrund der Narbenbildung und der wiederkehrenden Entzündungen. Die regelmäßige Selbstuntersuchung sowie die Kontrolluntersuchungen beim Frauenarzt sind daher essenziell, um Erkrankungen rechtzeitig zu erkennen. Vor allem beim Lichen sclerosus kann eine frühzeitige Diagnose und damit auch eine frühe Therapie dem Voranschreiten der Symptome sehr gut vorbeugen.

LS kann prinzipiell in jedem Alter auftreten. Besonders typisch sind jedoch Zeiten der hormonellen Umstellung wie die Pubertät, die Schwangerschaft oder die Wechseljahre. Patienten, die ihre Diagnose kennen, haben viele Optionen, die Erkrankung zu behandeln. Sogar der eigene Lebensstil hat großen Einfluss auf die Stärke der Symptome. So kann zum Beispiel der Genuss entzündungshemmender Lebensmittel wie Ananas, Kokosnuss oder kaltgepresstes Leinöl positive Effekte haben.

Zudem lindern schonende Behandlungen ohne OP die Beschwerden im Vaginalbereich. Dazu gehört die sanfte Laserbehandlung mit MonaLisa Touch®. Die Laserimpulse regen die Feuchtigkeitsbildung der Vagina an und verbessern so die Vaginalgesundheit. Auch Probleme beim Wasserlassen oder beim Geschlechtsverkehr als Folge von Lichen sclerosus können durch die Behandlung gelindert werden.

Es gibt somit viele geeignete Behandlungsmethoden, um Beschwerden durch Lichen sclerosus vorzubeugen. Voraussetzung dafür ist, dass Sie sich einer Gynäkologin anvertrauen, die mit Ihnen das Vorgehen besprechen und festlegen kann. In diskreter und vertrauensvoller Atmosphäre können Sie mit mir in meiner Praxis sowohl über Ihre Probleme als auch über Ihre Wünsche und Vorstellungen sprechen. Vereinbaren Sie gern einen Termin mit meinem Praxisteam!

Wechseljahre: Anzeichen der Menopause erkennen

Ab einem gewissen Alter bemerken die meisten Frauen Veränderungen, die ihre Monatsblutung betreffen. Sie wird unregelmäßiger und verändert sich auch in der Intensität. Dass die Wechseljahre bevorstehen, ist für Frauen über 40 sicherlich eine der ersten Vermutungen. Dennoch herrscht große Unsicherheit, wie man genau erkennen kann, dass die Wechseljahre begonnen haben. In unserem Beitrag wollen wir darüber aufklären, wie Sie die ersten Anzeichen der Wechseljahre und Wechseljahresbeschwerden erkennen können. Zudem lesen Sie, wann und wie der Besuch beim Frauenarzt Sie in diesem neuen Lebensabschnitt unterstützen kann.

Verschiedene Phasen in den Wechseljahren

Die Wechseljahre (Klimakterium) tragen ihren Namen zurecht. Denn die hormonelle Umstellung geschieht im Körper nicht von einem Zyklus zum nächsten, sondern benötigt mehrere Jahre. Daher ist es von Frau zu Frau verschieden, wann die Wechseljahre eintreten, wie lange es bis zur letzten Monatsblutung (Menopause) dauert und welche Symptome sie mit sich bringen.

Die Anzahl der Eizellen im Körper einer Frau sind schon bei der Geburt festgelegt und damit begrenzt. Während sich die Anzahl verringert, kommt es im Laufe der Zeit immer seltener zum Eisprung. Dieser ist dafür verantwortlich, dass in der Gebärmutter Progesteron ausgeschüttet wird. In der ersten Phase der Wechseljahre wird die Konzentration dieses Hormons also geringer. Dies führt auf lange Sicht auch dazu, dass weniger Östrogen ausgeschüttet wird, welches beim Heranreifen der Eizelle eine wichtige Rolle spielt. Mit der letzten Monatsblutung ist der Bestand an Eizellen zum Erliegen gekommen.

Durchschnittlich haben Frauen mit etwa 51 Jahren den letzten Zyklus. Die ersten hormonellen Veränderungen beginnen bei den meisten Frauen bereits Anfang 40, jedoch in der Regel ohne weitere Anzeichen. Erst wenn sich die Häufigkeit der Monatsblutung verändert, zeigen sich bei den meisten Frauen die klassischen Symptome der Wechseljahre. Diese Hochphase beginnt meist etwa zwei Jahre vor dem Ausbleiben des Zyklus.

So verändert sich die Periode

Während erste hormonelle Veränderungen kaum sichtbare Auswirkungen auf den Körper haben, weisen die ersten Unregelmäßigkeiten in der Monatsblutung auf die Wechseljahre hin. Es kann vorkommen, dass mehrere Zyklen übersprungen werden und anschließend ein verkürzter Zyklus auftritt. Ebenso variieren die Intensität sowie das Aussehen der Blutung häufig. Diese Veränderungen sind in den Wechseljahren ganz normal. Dennoch sollten Frauen nicht auf die regelmäßige Untersuchung beim Gynäkologen verzichten. Die Blutungssymptome können nämlich selten auch andere Ursachen haben, wie etwa eine Zyste.

Der Zeitpunkt der allerletzten Monatsblutung lässt sich erst im Nachhinein bestimmen. Erst wenn eine Frau zwölf Monate lang keine Regelblutung hatte, ist aus medizinischer Perspektive klar, dass es sich um die Menopause gehandelt hat. Selbst beim Ausbleiben mehrerer Zyklen hintereinander kann es sich also um eine Unregelmäßigkeit handeln, die nicht mit der letzten Blutung im Zusammenhang stehen muss. Um einen Überblick zu behalten, ist es für Frauen ratsam, Tagebuch über ihre Periode und gegebenenfalls auch über auftretende Symptome zu führen. Dies ist beim Arztgespräch stets sehr hilfreich, um die individuelle Krankheitsgeschichte zu besprechen.

Veränderungen für Frauen in den Wechseljahren

Der weibliche Körper muss sich nun daran gewöhnen, mit dem veränderten Hormonhaushalt zurechtzukommen. Während sich die Wechseljahre auf ganz vielseitige Weise äußern können, gibt es einige Symptome, die die allermeisten Frauen erfahren: Hitzewallungen, Kreislaufstörungen und vaginale Trockenheit. Diese und weitere Symptome gehen häufig auch Hand in Hand mit dem generellen Älterwerden. So nimmt zum Beispiel die Elastizität des Bindegewebes im Beckenboden sowohl aufgrund der Zellalterung als auch aufgrund des geringeren Östrogenspiegels ab. Dies hat bei vielen Frauen eine Blasenschwäche zur Folge.

Da die Mangelerscheinungen von Progesteron und Östrogen so vielseitig sein können, ist es nicht immer leicht, die Ursache für Probleme wie Schlafstörungen, Herzrasen, Depressionen oder Blasenschwäche auszumachen. Frauen sollten deshalb nicht sämtliche Symptome den Wechseljahren zuordnen. Stattdessen ist eine gründliche Untersuchung wichtig, um organische und psychische Ursachen ausschließen zu können.

Ein Gynäkologe kann durch eine Hormonuntersuchung feststellen, ob sich die Patientin in den Wechseljahren befindet. Eine genaue Anamnese hilft außerdem dabei, die Ursache verschiedener Symptome abzuklären. Anhand der Diagnose gibt es verschiedene Wege, Beschwerden zu lindern. Während manchmal bereits eine Umstellung der Lebensgewohnheiten ausreicht, kann beispielsweise auch eine Hormontherapie ratsam sein. Eine schonende Laserbehandlung wirkt hingegen vaginaler Trockenheit sowie einer beginnenden Blasenschwäche entgegen.

Scheidenverjüngung per Laser: Was ist möglich?

Sich mit dem eigenen Intimbereich wohlzufühlen, ist sehr wichtig für ein positives Körpergefühl. Doch dieses Gleichgewicht kann durch verschiedene Faktoren leicht gestört werden. Aufgrund der Wechseljahre, des natürlichen Alterungsprozesses und mehr kann das Bindegewebe der Vagina geschwächt werden. Dies wiederum kann sich sowohl negativ auf das Lustempfinden auswirken als auch Beschwerden beim Wasserlassen hervorrufen. Bei derartigen und weiteren Beschwerden kann die Behandlung mit MonaLisa Touch® eine geeignete Therapie darstellen. Schonend und ohne OP oder Hormone hat die Laserbehandlung verschiedene positive Effekte auf die Intimzone.

Typische Probleme im Intimbereich

Beschwerden wie Scheidentrockenheit oder auch eine Blasenschwäche treten sehr häufig im Zuge von Wechseljahresbeschwerden auf. Doch auch jüngere Frauen können mit diesen Symptomen zu kämpfen haben. So kann beides zum Beispiel auch nach einer Schwangerschaft oder aufgrund der Stillzeit auftreten.

Eine Blasenschwäche hängt häufig mit der Erschlaffung des Bindegewebes zusammen. Dadurch senkt sich die Position der Blase leicht und übt Druck auf den Harnleiter aus. Das kann dazu führen, dass Frauen tröpfchenweise Wasser verlieren oder aber, dass die Blase sich ungewollt mit einem Mal entleert. Das schränkt Frauen häufig im Alltag stark ein: Aus Angst und Scham vor eventuellen Vorfällen meiden viele der Betroffene es, auszugehen, und ziehen sich immer mehr zurück.

Scheidentrockenheit hingegen kann durch verschiedene Faktoren bedingt sein. Häufig entsteht sie dadurch, dass die Scheidenwände nicht mit genügend Feuchtigkeit versorgt werden, da die körpereigene Produktion von Kollagen abnimmt. Kollagen macht die Haut, die Gelenke und andere Körperstrukturen elastisch und geschmeidig. Findet die Feuchtigkeitsversorgung nicht statt, kann dies zu Einschränkungen im Lustempfinden oder gar zu Schmerzen beim Geschlechtsverkehr führen und damit das Sexualleben sowie das allgemeine Wohlbefinden stark einschränken.

Hausmittel und Sport gegen vulvovaginale Beschwerden

Den meisten Beschwerden in der Intimzone ist nur bedingt durch Hausmittel beizukommen. So kann einer Blasenschwäche beispielsweise sehr gut durch Übungen zur Stärkung des Beckenbodens vorgebeugt werden. Besteht die Harninkontinenz jedoch bereits, hilft gezieltes Training in der Regel nicht weiter.

Bei Scheidentrockenheit können zur Pflege sowie auch beim Geschlechtsverkehr verschiedene Mittel Anwendung finden. Es eignen sich zum Beispiel natürliche Mittel wie Aloe Vera oder auch Kokosöl. Beim Geschlechtsverkehr können Frauen mit vaginaler Trockenheit außerdem auf Gleitgel zurückgreifen. Die Mittel helfen zwar akut gegen die Trockenheit, doch geben sie der Scheide auf lange Sicht nicht die Feuchtigkeit zurück, die sie sonst selbst produziert.

Positive Effekte der Behandlung mit MonaLisa Touch®

Viele Frauen genieren sich leider, derartige Probleme frühzeitig anzusprechen, und plagen sich lange Zeit mit vaginalen Beschwerden herum. Doch für die meisten Probleme gibt es geeignete Behandlungsmethoden. Gleich vielerlei positive Eigenschaften auf die Intimzone bietet die schonende Laserbehandlung mit MonaLisa Touch®. Der spezielle Applikator wird in die Scheide eingeführt und gibt Laserimpulse an die Schleimhäute ab. Diese regen die Produktion von Kollagen an, das die Scheidenwände leicht strafft und besser mit Feuchtigkeit versorgt.

Eine einzelne Sitzung dauert dabei nur fünf Minuten, verursacht keine Schmerzen und bedarf keiner Anästhesie. Eine spürbare Besserung tritt meistens schon nach der ersten Anwendung auf. Die Behandlung wird individuell geplant, besteht aber meist aus drei Sitzungen in einem Abstand von sechs Wochen. Neben der verbesserten Lubrikation hilft die Behandlung auch bei Juckreiz und wiederkehrenden Entzündungen. Sogar eine leichte Blaseninkontinenz kann durch den Straffungseffekt reduziert werden. Zudem stellt die Laserbehandlung eine schonende Therapie bei Lichen sclerosus dar.

Grenzen der Laserbehandlung

Die nichtoperative Behandlung bietet viele Vorteile, während sie gleichzeitig risiko- und nebenwirkungsarm ist. Dennoch hat die Laserbehandlung natürlich ihre Grenzen. So kann eine fortgeschrittene Blaseninkontinenz nicht immer durch MonaLisa Touch® reduziert werden. Ist das Gewebe in der Intimzone sehr erschlafft, sodass Hautüberschüsse bestehen, können diese ebenfalls nicht durch das schonende Verfahren entfernt werden. Ob und wie effektiv die Laserbehandlung bei den individuellen vaginalen Beschwerden ist, sollten Patientinnen jedoch unbedingt mit ihrem Gynäkologen absprechen. Häufig ist die Scheidenverjüngung per Laser auch eine geeignete ergänzende Behandlung, wenn eine andere Therapie notwendig ist.

Wünschen Sie eine individuelle Beratung und Untersuchung, vereinbaren Sie gern einen Termin über unser Online-Buchungssystem. Sehr gern beantworte ich in der persönlichen Sprechstunde in meiner Praxis Ihre Fragen rund um die Möglichkeiten der Laserbehandlung.

Der Alltag mit Lichen sclerosus (LS)

Chronische Erkrankungen wie der Lichen sclerosus beeinflussen Betroffene sehr stark. Dies gilt nicht nur für die akuten Schübe, die die Erkrankung mit sich bringt, sondern trifft auch auf den Alltag zu. Die physiologischen Symptome wie Jucken und Brennen der Intimzone wirken sich sehr häufig auch auf die Psyche betroffener Frauen aus. Doch Patientinnen sollten sich mit ihrem Leidensdruck nicht verstecken. Eine offene Kommunikation sowie bestimmte Verhaltensweisen und Achtsamkeit im Alltag können eine positive Einstellung und damit auch ein gutes Körpergefühl begünstigen.

Diagnose und offene Kommunikation

Leider zählt der Lichen sclerosus zu den Krankheiten, die Ärzte nicht immer auf Anhieb erkennen oder gar mit anderen Erkrankungen verwechseln. Zudem scheuen sich viele Frauen, über Symptome wie ein ständiges Jucken der Scheide zu sprechen – selbst mit der Gynäkologin beziehungsweise dem Gynäkologen. Die Scham besteht häufig deshalb, weil Juckreiz an der Vulva mit einer schlechten Hygiene in Verbindung gebracht wird. Diese Bedenken bestehen jedoch häufig zu Unrecht, denn es gibt viele Erkrankungen mit derartigen Symptomen, die keinesfalls damit zusammenhängen, dass sich Patientinnen nicht richtig waschen würden.

Wie bei alles Krankheiten gilt jedoch, dass der Krankheitsverlauf in der Regel besser ist, wenn die Diagnose früh gestellt wird. Vor allem bei einer chronisch-entzündlichen Erkrankung wie dem Lichen sclerosus kann durch eine frühe Erkennung gut vorgebeugt werden. Eine offene Kommunikation mit dem Arzt oder der Ärztin ist deshalb nicht nur beim Verdacht auf LS besonders wichtig.

Eine geeignete Therapie finden

Wichtig ist der Entwurf einer geeigneten Therapie zusammen mit dem behandelnden Arzt. Häufig kommen beispielsweise Kortison und Immunsuppressiva zum Einsatz. In fortgeschrittenen Stadien kann auch eine Operation nötig sein, um stark beschädigtes Gewebe zu entfernen. Die genaue Therapie kann jedoch stets nur im individuellen Fall der Patientin festgelegt werden.

Eine langfristige Option zur Behandlung bietet beim Lichen sclerosus zusätzlich die MonaLisa Touch®-Behandlung. Ohne OP werden durch eine spezielle Sonde Impulse in das Gewebe der Vagina abgegeben. Dies führt dazu, dass die Versorgung mit Feuchtigkeit verbessert wird. Dies wiederum lindert Symptome wie Juckreiz und Brennen. Häufig verspüren Patientinnen schon nach der ersten Behandlung eine Besserung der Symptome. Die schonende Behandlung kann in regelmäßigen Abständen wiederholt werden, um die positiven Effekte aufrechtzuerhalten.

Da das Leben mit Lichen sclerosus für viele Betroffene nicht leicht ist, sollten Patientinnen auch auf ihre mentale Gesundheit Acht geben. Eine positive Einstellung wirkt sich stets auf die gesamte Gesundheit aus, kann aber manchmal nur schwer durch eigene Kraft aufrechterhalten werden. Es ist deshalb häufig sinnvoll, sich von einem Psychotherapeuten unterstützend begleiten zu lassen.

Tipps für die Intimhygiene

Hygiene spielt für Patientinnen mit Lichen sclerosus eine wichtige Rolle. Denn zum einen verspüren viele Betroffene das Bedürfnis, sich sehr regelmäßig zu waschen. Auf der anderen Seite ist eine intensive Hygiene jedoch auch mit Schmerzen verbunden und nicht immer förderlich. Den Intimbereich einmal täglich mit lauwarmem Wasser zu waschen, reicht völlig aus. Zudem sollten Patientinnen unbedingt auf parfümierte Duschgels verzichten. Am besten lässt sich trockene Haut im Intimbereich mit natürlichen Fetten wie etwa Ringelblumensalbe behandeln.

Das Sexualleben mit Lichen sclerosus

Auch das Sexualleben von Betroffenen ist manchmal eingeschränkt. Dies kann sowohl mit dem Schamgefühl wegen der Erkrankung zusammenhängen als auch mit möglichen Schmerzen beim Sex. Auch hier ist eine offene Kommunikation sehr hilfreich. Nur wenn Frauen den Lebenspartner in diese Komplikationen mit einbeziehen, lassen sich auch zusammen Wege finden, um weder einander noch das gemeinsame Sexualleben zu vernachlässigen. Dies verhindert, dass die Partnerschaft unter möglichen Einschränkungen leidet.

Starkes Immunsystem dank richtiger Ernährung

Zu einer positiven Einstellung trotz einer chronischen Erkrankung kann auch die Ernährung sowie ausreichend Bewegung an der frischen Luft beitragen. Bei Autoimmunerkrankungen wie dem Lichen sclerosus spielt die Ernährung ohnehin eine besondere Rolle. Denn mit den richtigen Lebensmitteln lässt sich das Immunsystem stärken. Dazu eignen sich am besten viel frisches Obst und Gemüse wie Ananas, Apfel, Möhren, Zucchini und Zitrusfrüchte. Zudem sollten Betroffene auch gute Fette zu sich nehmen. Nüsse als Snack oder kaltgepresstes Olivenöl zum Salat sind gesundheitsfördernd. Frisches Kochen, Smoothies und Rohkost unterstützen so bestens die Immunabwehr und bieten zudem noch viele weitere Vorteile für die körperliche und geistige Gesundheit.

Intimpflege: Wie reinige ich meinen Intimbereich richtig?

Intimpflege ist ein wichtiges Thema, das allerdings nur selten Gehör findet. Denn auch wenn Themen rund um Sexualität und den eigenen Körper immer mehr enttabuisiert werden, ist die Genitalhygiene noch immer hinten an. Wie oft und mit welchen Pflegeprodukten sollten sich Frauen waschen? Tipps und Hinweise rund um eine gute Hygiene geben wir in diesem Beitrag. Zudem gehen wir darauf ein, warum beliebte Fehler in der Intimpflege vermieden werden sollten.

Richtig waschen: So einfach kann Intimpflege sein

Die richtige Hygiene im Intimbereich kommt ganz ohne viele Pflegeprodukte und andere Besonderheiten aus. Denn am besten reinigen Frauen die Intimzone einmal täglich mit angenehm warmem Wasser. Zum Reinigen wird am besten die Hand oder auch ein Einmalwaschlappen benutzt. Zudem sollten Sie stets als erstes die Vagina und dann die Analregion waschen. Warum sich diese simple Vorgehensweise als besonders effektiv erweist, lässt sich am besten anhand der Problematiken von anderen Hygienemaßnahmen erklären.

Keinen Waschlappen benutzen

Benutzen Frauen beispielsweise einen Waschlappen, den sie mehrmals wiederverwenden, könnten sich darin Bakterien sammeln. Der feuchte Lappen ist dann ein guter Nährboden für schädliche Keime und er ist bei der Wiederverwendung unhygienisch. Ganz einfach die zuvor gewaschenen Hände zu nutzen, eignet sich daher deutlich besser. Wer auf keinen Fall auf einen Schwamm oder Lappen verzichten möchte, muss diesen also täglich wechseln und im Idealfall in die Kochwäsche geben.

Zu gründliche Reinigung

Die Vagina reinigt sich selbst. Trotzdem haben viele Frauen das Bedürfnis, den Intimbereich zu säubern. Sie sollten jedoch immer nur die äußere Scheide säubern. Waschen Frauen die Intimzone hingegen zu oft oder zu intensiv, stört dies die natürliche Scheidenflora. Dadurch ist die Schleimhaut viel anfälliger für Bakterien und Krankheitserreger. Statt mit dem Waschen für eine gepflegte und gesunde Intimpflege zu sorgen, kann zu viel Sauberkeit also sogar Pilzinfektionen begünstigen. Um unangenehme Gerüche und dergleichen sollten sich Frauen keine Sorgen machen, wenn sie die Intimpflege mit klarem Wasser einmal täglich durchführen.

Nicht den Duschkopf benutzen

Der Wasserstrahl aus dem Duschkopf lässt sich zwar bequem so lenken, dass die Scheide abgespült wird, doch kann der Wasserstrahl ebenfalls das Scheidenmilieu negativ beeinflussen. Auf diese Weise können Keime direkt in die Vagina transportiert werden. Waschen Sie deshalb immer indirekt den äußeren Bereich der Scheide und verwenden Sie nicht den harten Duschstrahl dafür.

Ungeeignete Pflegeprodukte

Shampoos und Duschgele duften häufig sehr angenehm auf der Haut. Der Gedanke liegt nah, dass die wohlriechenden Pflegeprodukte auch der Intimzone nicht schaden können. Hiervon ist jedoch dringend abzuraten. Dies hängt vor allem mit dem hohen Säuregrad der Scheidenflora zusammen. Während die Haut einen Säuregrad von etwa 5,5 hat, liegt der pH-Wert der Scheide bei circa 4. Der pH-Wert erfüllt einen wichtigen Zweck, denn der hohe Säuregehalt wirkt wie ein Schutzmantel gegen Bakterien. Herkömmliche Duschgels und Shampoos sind auf den pH-Wert der Haut ausgerichtet und erhöhen jedoch den Säuregrad der Vagina. Dadurch wird sie anfällig gegenüber gesundheitsschädlichen Erregern.

Auch wenn klares Wasser ausreicht, gibt es Frauen, die auf das richtige Pflegeprodukt nicht verzichten wollen, um sich rundum wohl mit der Intimzone zu fühlen. In jedem Fall sollte hier nur zu speziellen Pflegeprodukten für die Intimpflege gegriffen werden, deren pH-Wert deutlich unter 5 liegt.

Reinigungsroutine beachten

Bei der richtigen Reinigung kommt es auch auf die Reihenfolge an. Denn Frauen sollten immer zuerst die Scheide waschen, bevor sie sich dem After widmen. Dies sorgt dafür, dass keine Darmbakterien in die Vaginalregion gelangen können. Durch die richtige Reihenfolge können Frauen eine Schmierinfektion also leicht vermeiden.

Etwas mehr Hygiene während der Menstruation

Vor allem während der Menstruation verspüren viele Frauen das Bedürfnis nach regelmäßiger Hygiene. Vor allem um Blut vom äußeren Bereich der Scheide zu waschen, ist in diesen Tagen auch mehr als einmal täglich eine Reinigung zu empfehlen. Dennoch sollte nur lauwarmes Wasser verwendet werden. Vor allem in den Tagen, in denen Frauen die Intimpflege intensivieren, gilt: sanft waschen und abtupfen statt rubbeln.