Sport ist ein wesentlicher Bestandteil für einen ausgeglichenen und gesunden Lebensstil. Dass es durch Sport auch zu unliebsamen Begleiterscheinungen kommen kann, ist hingegen vielfach ein Tabuthema. Genaue Zahlen gibt es zwar nicht, jedoch gehen Experten davon aus, dass rund 80 Prozent der Sportlerinnen Erfahrungen mit Inkontinenz beim Sport haben – darunter oftmals auch sehr junge Frauen. Doch wie kommt es dazu, dass Inkontinenz bei Sportlerinnen ein häufiges Problem ist, obwohl der Körper doch eigentlich sehr gut trainiert ist? Und wie genau lassen sich Blasenprobleme nachhaltig behandeln?
Vielfältige Ursachen für Blasenschwäche
Eine Harninkontinenz kann unterschiedliche Gründe haben. So können beispielsweise folgende Faktoren bei der Entstehung eine Rolle spielen:
- Medikamente
- hormonelle Veränderungen (z. B. Wechseljahre)
- Schwangerschaft und Geburt
- starke körperliche Belastung/Überlastung oder Fehlbelastung
- Übergewicht oder Untergewicht
- chronischer Husten
- operative Behandlung im Bereich des Urogenitaltrakts
- neurogene Erkrankungen
Zudem sind Frauen häufiger von Blasenschwäche betroffen als Männer. Neben Schwangerschaften und Geburten, die den Beckenboden schwächen können, hat auch die weibliche Anatomie hierauf einen entscheidenden Einfluss. So ist die Harnröhre bei Frauen kürzer als bei Männern, was dazu beiträgt, dass der Verschlussmechanismus weniger stabil ist. Darüber hinaus ist auch das Bindegewebe von Frauen anders aufgebaut und anfälliger für Erschlaffungen. Eine allgemeine Bindegewebsschwäche kann ebenfalls das Auftreten von Blasenschwäche begünstigen.
Führt Leistungssport zu Blasenschwäche?
Intensive sportliche Betätigung kann eine Blasenschwäche begünstigen, ruft sie jedoch nicht automatisch hervor. Entscheidende Faktoren sind die Sportart, die Häufigkeit, die individuelle Ausführung und die eigene Muskel- und Bindegewebsstruktur im unteren Becken. Ist die Beckenbodenmuskulatur bereits geschwächt, kann es leichter zu Blasenschwäche und Harninkontinenz kommen. Aber auch bei einer gesunden Beckenbodenmuskulatur kann intensiver Sport dazu beitragen, dass ein unwillkürlicher Harnverlust bei den sportlichen Übungen eintritt.
Forscherinnen und Forscher vermuten, dass das Auftreten von Harninkontinenz bei Leistungssportlerinnen insbesondere mit dem hohen Trainingsvolumen in Verbindung steht. Vor allem bei sogenannten Hard-Impact-Sportarten, die viel mit Sprüngen arbeiten (z. B. Volleyball, Turnen, Trampolinspringen) kommt es zu einer wiederholten, plötzlichen Druckentwicklung im Bauchraum. Obwohl eine gesunde Beckenbodenmuskulatur dies bis zu einem gewissen Grat sehr gut ausgleichen kann, ist sie nicht auf eine solch regelmäßige Belastung ausgelegt. Ohne zusätzliche Stärkung des Beckenbodens kann es dann zu Blasenschwäche kommen.
Harninkontinenz bei Sportlerinnen – Behandlungsmöglichkeiten und Tipps
Blasenschwäche kann sowohl im Alltag als auch bei sportlichen Aktivitäten sehr unangenehm sein und Betroffene stark einschränken. Mit einem gezielten Training der Beckenbodenmuskulatur können Patientinnen Harninkontinenz jedoch entgegenwirken.
Konservative Beckenbodenübungen lassen sich leicht in den Alltag integrieren. Durch eine routinierte Ausführung kann die Muskulatur nachhaltig aufgebaut und gefestigt werden, um das Risiko für Harninkontinenz zu senken. So lässt sich nicht nur eine bestehende Inkontinenz lindern, sondern auch weiteren Folgen vorbeugen.
Neben den herkömmlichen Übungen stehen in der modernen Medizin auch innovative Geräte zur Verfügung, um die Beckenbodenmuskulatur gezielt und intensiv zu stimulieren. Eines dieser Verfahren ist Emsella®. Dabei handelt es sich um einen speziellen Medizinstuhl, der mit hochfokussierten elektromagnetischen Wellen arbeitet. Diese sorgen dafür, dass sich die Beckenbodenmuskulatur zusammenzieht und wieder lockert – wie bei einem klassischen Training. Im Unterschied dazu ermöglicht Emsella® aber eine sogenannte supramaximale Kontraktion. Das bedeutet, dass sich die Muskeln vergleichsweise stark zusammenziehen und dadurch einen Trainingseffekt erzielen können, der mit herkömmlichen Übungen fast nicht oder nur sehr schwer zu realisieren ist.
Vorteile von Emsella® für Sportlerinnen
Gerade für sportlich aktive Frauen spielt ein leistungsfähiger Beckenboden eine wichtige Rolle. Er unterstützt Stabilität, Kontinenz, Körperkontrolle und das Zusammenspiel von Rumpf, Atmung und Bewegung. Kommt es durch hohe Belastungen, Schwangerschaften oder intensive Stoßbewegungen zu einer Schwächung, können Beschwerden wie Urinverlust beim Training, Unsicherheit oder verminderte Belastbarkeit entstehen. Hier kann eine Behandlung mit Emsella® eine interessante ergänzende Option sein.
1. Stärkung des Beckenbodens ohne invasiven Eingriff
Emsella® arbeitet mit hochintensiven elektromagnetischen Impulsen, die gezielte Kontraktionen der Beckenbodenmuskulatur auslösen. Dadurch kann die Muskulatur aktiviert und trainiert werden, ohne dass eine Operation notwendig ist. Die Behandlung erfolgt ohne Ausfallzeit und vollständig bekleidet im Sitzen. Für Sportlerinnen ist das besonders attraktiv, da Training und Alltag meist schnell fortgesetzt werden können.
2. Unterstützung bei Belastungsinkontinenz
Viele Athletinnen sprechen ungern darüber, doch ungewollter Urinverlust beim Springen, Sprinten, Heben oder Laufen ist keine Seltenheit. Ein kräftiger und reaktionsschneller Beckenboden kann helfen, die Blase bei Belastung besser zu stabilisieren. Emsella® wird häufig eingesetzt, um genau diese Beschwerden zu verbessern.
3. Mehr Sicherheit im Training und Wettkampf
Wer sich beim Training ständig Gedanken über möglichen Urinverlust macht, trainiert oft verhaltener oder meidet bestimmte Übungen. Eine stabilere Beckenbodenfunktion kann das Vertrauen in den eigenen Körper stärken – und damit auch die mentale Freiheit im Sport erhöhen.
4. Ergänzung nach Schwangerschaft oder Geburt
Viele sportlich aktive Frauen möchten nach einer Geburt wieder sicher ins Training zurückkehren. Wenn der Beckenboden geschwächt ist, kann Emsella® – je nach individueller Situation – eine sinnvolle Ergänzung zu physiotherapeutischem Aufbau und Rückbildung sein.
5. Unterstützung für Rumpfstabilität und Körpergefühl
Der Beckenboden arbeitet eng mit Bauchmuskulatur, Rücken und Zwerchfell zusammen. Wird diese Einheit besser aktiviert, berichten manche Patientinnen auch über ein verbessertes Körpergefühl und mehr Stabilität bei Bewegung. Das kann auch die persönliche Leistungsfähigkeit von Sportlerinnen positiv beeinflussen.
6. Zeitsparend und alltagstauglich
Gerade ambitionierte Sportlerinnen haben oft volle Trainings- und Berufsalltage. Die Behandlung dauert in der Regel nur kurze Sitzungen und lässt sich gut in den Wochenplan integrieren.
Mehr zu Emsella® in unserer Praxis
Wenn Sie mehr über das Beckenbodentraining mit Emsella® erfahren und sich persönlich beraten lassen möchten, sprechen Sie uns gern an! Einen Temin können Sie telefonisch oder online über unsere Terminbuchung mit uns vereinbaren. Wir freuen uns auf Sie!