Wenn von Wechseljahresbeschwerden die Rede ist, denken viele zunächst an Hitzewallungen oder Stimmungsschwankungen. Tatsächlich handelt es sich bei diesen beiden Symptomen um häufige Beschwerden während der Menopause, sie sind aber bei Weitem nicht die einzigen möglichen Begleiterscheinungen. Die hormonelle Umstellung und ihre Auswirkungen ist ein vielschichtiger Prozess, der verschiedenste Körperbereiche sowie auch die Psyche betreffen kann. Verlauf und Intensität sind bei jeder Frau individuell. Während manche Frauen kaum Einschränkungen bemerken, stellen die Wechseljahresbeschwerden für andere Frauen eine starke Belastung dar – sowohl auf körperlicher als auch auf emotionaler Ebene.
In diesem Beitrag möchten wir darauf eingehen, welche Veränderungen durch die hormonellen Schwankungen und Umstellung eintreten können. Zudem möchten wir zeigen, welche Möglichkeiten es gibt, Beschwerden zu lindern, um so die Wechseljahre angenehmer zu erleben.
Die Wechseljahre – was passiert im Körper?
Die Wechseljahre sind nicht nur ein kurzer Zeitpunkt, sondern eine Phase, die mehrere Jahre umfasst. Zum Zeitpunkt der letzten Periode sind die meisten Frauen Anfang 50 – es gibt jedoch auch Fälle, wo dies später oder auch deutlich früher eintritt (frühzeitige Wechseljahre). Auch können zum Beispiel Operationen oder Strahlentherapie im Unterleibsbereich dazu führen, dass die Wechseljahre bereits junge Frauen betreffen.
In den Wechseljahren kommt es zu einer hormonellen Umstellung. Der Körper stellt allmählich die Produktion der weiblichen Sexualhormone ein. Vor allem der Rückgang von Östrogen nimmt dabei häufig systemischen Einfluss – also viele Bereiche des Körpers betreffend.
Östrogen beeinflusst neben dem Zyklus unter anderem auch:
- Hautelastizität
- Kollagenbildung
- Schleimhautdurchblutung
- Feuchtigkeit im Intimbereich
- Blasenfunktion
- Knochenstoffwechsel
- Thermoregulation
- Stimmung
- Schlaf
Was sind typische Beschwerden in den Wechseljahren?
Wie sich die Wechseljahre äußern, ist ganz unterschiedlich. Rund ein Drittel der Frauen bemerkt kaum etwas an Beschwerden, ein anderes Drittel hat leichte Nebenerscheinungen und das übrige Drittel leidet an starken Beeinträchtigungen.
Hitzewallungen & Schlaf
Zu den klassischen Beschwerden der Wechseljahre gehören die angesprochenen Hitzewallungen und Schweißausbrüche. Sie entstehen durch eine gestörte beziehungsweise veränderte Temperaturregulation im Gehirn und können den Alltag der Betroffenen belasten. Im Zusammenhang mit Hitzewallungen kommt es für viele Frauen auch zu Schlafstörungen, da sich die Ausbrüche nicht nur auf den Tag begrenzen. Darüber hinaus wirkt sich der Rückgang von Östrogen und Progesteron auch auf das Einschlafen und Durchschlafen aus.
Intimbereich
Ein weiterer häufiger Aspekt, über den wenig gesprochen wird, sind vulvovaginale Veränderungen während der Wechseljahre. Durch den Rückgang der Hormone wird der Intimbereich oftmals schlechter befeuchtet. Vaginale Trockenheit begünstigt Juckreiz, Brennen, Irritationen sowie Schmerzen (z. B. beim Geschlechtsverkehr). Zudem kann es durch die geringere Hormonmenge zur sogenannten Atrophie (Geweberückgang) kommen, wodurch das Vaginalgewebe dünner und empfindlicher wird.
Blasenschwäche
Blasenprobleme sind eine weitere mögliche Folge der Wechseljahre. Neben der hormonellen Beeinflussung kann auch die nachlassende Kraft des Beckenbodens eine Rolle dabei spielen. Viele Frauen berichten von häufigem Harndranggefühl und Belastungsinkontinenz, die den Alltag und das Wohlbefinden stark einschränken können.
Psyche
Nicht selten kommt es in den Wechseljahren zu Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit und depressiven Verstimmungen. Das hängt einerseits mit den Hormonschwankungen, andererseits aber auch mit den anhaltenden weiteren Symptomen, den individuellen Lebensumständen, eventuellen Sorgen und Ungewissheiten und der allgemeinen Veränderung in dieser Lebensphase zusammen.
Weitere
Auch Haut, Nägel und Haare können auf den veränderten Hormonhaushalt reagieren und sich verändern. Häufig bemerken Frauen eine trockenere und gereiztere Haut. Die Haare verlieren häufig an Kraft und können lichter werden. Auch solche Veränderungen können eine starke Belastung darstellen und das Wohlbefinden senken.
Konservative Maßnahmen – Basis jeder Therapie
Bevor konkrete Behandlungen besprochen werden, geht es zunächst um konservative Maßnahmen wie Lebensstilveränderungen. Diese können bereits einen guten Beitrag dazu leisten, dass die Wechseljahre angenehmer empfunden werden. In erster Linie sollten diese nämlich nicht als etwas Schlimmes betrachtet werden, sondern als eine normale Lebensphase und als eine Zeit der Veränderung, die neue Aspekte hervorbringen kann – zum Beispiel mehr Gelassenheit, die Beschäftigung mit sich selbst, Selfcare oder sogar neue Hobbys.
Ergänzend zu einem positiven Mindset können regelmäßige Bewegung an der frischen Luft, eine gesunde, ausgewogene Ernährung, eine verbesserte Schlafhygiene und gezielte Entspannungsübungen zur Stressreduktion einen unterstützenden Beitrag leisten.
Anschließend werden weitere mögliche Maßnahmen besprochen, zum Beispiel lokale Therapien gegen Trockenheit oder eine Hormonersatztherapie.
MonaLisa Touch® – Lasertherapie bei vaginaler Atrophie und Scheidentrockenheit
Wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichen oder eine hormonfreie Alternative gewünscht wird, gibt es in der modernen Medizin noch weitere sanfte Verfahren, die gezielt gegen störende Wechseljahresbeschwerden vorgehen können. Eine davon ist die vaginale Laserbehandlung mit MonaLisa Touch®.
MonaLisa Touch® arbeitet mit einem fraktionierten CO₂-Laser. Dieser setzt gezielte Mikroimpulse in der Vaginalschleimhaut. Dadurch werden:
- die Kollagenneubildung angeregt
- die Durchblutung verbessert
- die Schleimhautstruktur regeneriert
- die Elastizität erhöht
Die Behandlung erfolgt ambulant und dauert nur wenige Minuten. In der Regel sind mehrere Sitzungen im Abstand einiger Wochen vorgesehen, um optimale Effekte zu erzielen und die Vaginalgesundheit nachhaltig zu unterstützen. Mit der vaginalen Laserbehandlung kann Atrophie entgegengewirkt und vaginale Trockenheit reduziert werden. Das wirkt sich wiederum für viele Patientinnen auch sehr positiv auf das eigene Wohlbefinden und die Selbstsicherheit aus.
Emsella® – Unterstützung bei Beckenbodenschwäche
Blasenprobleme in den Wechseljahren sind häufig multifaktoriell bedingt. Neben hormonellen Veränderungen spielt die Beckenbodenmuskulatur eine wichtige Rolle. Hier kann die Behandlung mit Emsella® sinnvoll sein.
Emsella® arbeitet mit hochintensiver fokussierter elektromagnetischer Energie (HIFEM). Während die Patientin vollständig bekleidet auf einem speziellen Behandlungsstuhl sitzt, werden supramaximale Muskelkontraktionen im Beckenboden ausgelöst, die die Muskulatur aufbauen und stärken. Eine Sitzung entspricht dabei tausenden gezielten Muskelkontraktionen – deutlich mehr, als durch klassisches Training möglich wären.
Ein starker Beckenboden hilft, die Kontrolle über die Blasenfunktion zu erhalten oder wiederherzustellen. Für die Patientinnen bedeutet das im Alltag oftmals nicht nur ein besseres Körpergefühl, sondern auch Sicherheit.
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Wenn Sie an einer Behandlung interessiert sind, melden Sie sich gern bei uns. Wir nehmen uns Zeit, Sie umfassend aufzuklären und zu beraten. Wir unterstützen Sie gern auf Ihrem Weg zu mehr Wohlbefinden in den Wechseljahren. Nutzen Sie gern unsere Online-Terminvereinbarung.