Aktuelles

Beckenbodenpflege? Das sollten Sie wissen und beachten

Der Beckenboden leistet viel für den Körper – meistens bleibt das für uns jedoch unbemerkt, bis es zu Beschwerden kommt. So spielt er beispielsweise beim Schutz und Stützen der inneren Organe, bei der gesunden Körperhaltung, für die Kontinenz, für die Sexualität und auch für das allgemeine Wohlbefinden eine wichtige Rolle. Lässt die Kraft des Beckenbodens nach, kann sich das dementsprechend auf unterschiedliche Aspekte negativ auswirken. Dabei lässt sich mit gezielter Beckenbodenpflege viel für die Gesundheit und Lebensqualität tun.

In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, welche Bedeutung der Beckenboden hat, was Sie selbst tun können, um ihn zu unterstützen und welche Vorteile gezielte Behandlungen wie beispielsweise Emsella® bringen können.

Was ist der Beckenboden?

Der Beckenboden ist eine komplexe Struktur aus Muskelgewebe, Bindegewebe und Sehnen. Er bildet eine Art Abschlussschicht (oder eben Boden) des unteren Bauchraums und stützt darüberliegende Organe und Gewebe. Die Beckenbodenmuskeln erstrecken sich dabei vom Schambein bis zum Kreuz- und Steißbein sowie seitlich zu den Sitzbeinhöckern.

Zu den Aufgaben gehört unter anderem:

  • Stabilisierung von Becken und Rumpf
  • tragende Funktion für innere Organe wie Blase, Gebärmutter oder Darm
  • Kontinenzsteuerung (Urin und Stuhl)
  • Sexualfunktion (z. B. Durchblutung, Spannkraft, Empfindsamkeit)

Zur Erfüllung dieser wichtigen Funktionen muss die Muskulatur sowohl flexibel als auch belastbar sein. Dies gilt in Ruhe als auch unter Druck wie beim Niesen, Husten oder Springen. Eine erschlaffte Muskulatur kann hierbei Defizite aufweisen, was sich unter anderem in Blasenschwäche oder einer eingeschränkten Lustempfindsamkeit widerspiegeln kann.

Wie entsteht eine Beckenbodenschwäche?

Es gibt verschiedene Gründe, die dazu beitragen können, dass die Beckenbodenmuskulatur an Elastizität und Stärke einbüßt. Allen voran hat der natürliche Alterungsprozess Einfluss – denn wie andere Zellen und Muskeln verliert auch der Beckenboden mit der Zeit an Kraft.

Weitere häufige Einflussfaktoren sind:

  • Schwangerschaft und Geburt
  • Übergewicht
  • Bewegungsmangel
  • hormonelle Umstellungen (z. B. in den Wechseljahren)
  • chronischer Husten oder Verstopfung
  • schweres Heben, körperliche Belastung bzw. Fehlbelastung (u. a. beim Sport)
  • Operationen im Beckenbereich

In vielen Fällen kommen mehrere Gründe zusammen und tragen dazu bei, dass der Beckenboden nachhaltig geschwächt wird.

Warum ist Beckenbodenpflege so wichtig?

Eine gezielte Beckenbodenpflege bzw. ein Beckenbodentraining baut die wichtige Muskulatur aus und sorgt bestmöglich dafür, dass typische Beschwerden wie Blasenschwäche, Druckgefühl oder Empfindungsstörungen nicht auftreten. Die Kontrolle über den Beckenboden trägt außerdem zum allgemeinen Wohlbefinden bei und beeinflusst auch die Körperhaltung positiv. Sie verleiht innere Stabilität und unterstützt die individuelle Leistungsfähigkeit, was unter anderem für Sportlerinnen von Vorteil sein kann.

Beckenbodenpflege ist also kein Thema, das allein für ältere Menschen oder Betroffene von Beschwerden interessant ist, sondern ein aktiver Beitrag zur individuellen Gesundheitsvorsorge – idealerweise ab dem jungen Erwachsenenalter. Das Beckenbodentraining lässt sich zudem unkompliziert selbstständig durchführen und kann auf Wunsch durch gezielte Behandlungen ergänzt werden.

Beckenbodentraining im Alltag

Bereits kleine Maßnahmen können bei regelmäßiger Anwendung einen positiven Effekt auf die Beckenbodenmuskulatur haben. Wichtig ist, dass die Muskeln bewusst wahrgenommen und kontinuierlich angesprochen werden, um die Kraft dieser wichtigen Stützschicht aufrechtzuerhalten. Dazu können Sie folgende Maßnahmen in Ihren Alltag integrieren:

1. Beckenbodenübungen
Spezielle Übungen helfen dabei, die Muskulatur gezielt zu kräftigen. Dabei geht es nicht um Kraft im klassischen Sinn, sondern um Koordination, Spannungsaufbau und Entspannung. Beim Beckenbodentraining wird zunächst der Beckenboden bewusst gespürt, um ihn gezielt kontrahieren zu können. Anschließend werden die Muskeln angespannt, gehalten und dann wieder gelockert. Regelmäßiges Training erhält die Muskelkraft und übt die Kontrolle des sonst unsichtbaren Bereichs.

2. Körperhaltung verbessern
Eine aufrechte Haltung entlastet den Beckenboden. Vermeiden Sie dauerhaftes Sitzen mit gekrümmtem Rücken und achten Sie beim Stehen und Gehen auf eine aktivierte Körpermitte.

3. Gewicht im gesunden Bereich halten
Jedes überschüssige Kilo bedeutet mehr Druck auf den Beckenboden. Eine ausgewogene Ernährung und Bewegung unterstützen nicht nur das Gewicht, sondern auch die Darmfunktion – ein weiterer wichtiger Aspekt für die Beckenbodengesundheit.

4. Belastungen reduzieren
Vermeiden Sie starkes Pressen beim Toilettengang oder schweres Heben ohne Gegenspannung. Auch chronischer Husten oder intensives Ausdauertraining können die Muskulatur mit der Zeit überlasten.

5. Atmung und Entspannung
Ein gesunder Beckenboden arbeitet im Zusammenspiel mit dem Zwerchfell. Tiefe Bauchatmung und bewusste Entspannung sind ebenso wichtig wie gezielte Anspannung.

Modernes Beckenbodentraining mit Emsella®

Für Menschen mit Beckenbodenbeschwerden, die keine ausreichenden Erfolge durch Eigenübungen erzielen oder sich eine effektive Unterstützung wünschen, bietet die moderne Medizin innovative Möglichkeiten. Dazu gehört die sanfte Behandlung mit Emsella®, die wir auch in unserer Praxis anbieten.

Bei Emsella® handelt es sich um einen speziellen medizinischen Stuhl, der die Beckenbodenmuskulatur über elektromagnetische Impulse gezielt anspricht und zu deren Aufbau beiträgt. Während der etwa 30-minütigen Behandlung sitzen Sie bequem – und vollständig bekleidet – auf dem Emsella®-Stuhl. Das System erzeugt dabei supramaximale Muskelkontraktionen im Beckenbodenbereich, die mit normalen Übungen so nicht zu erreichen wären. Eine Sitzung entspricht laut Hersteller etwa 11.000 Beckenbodenübungen. Das ermöglicht ein optimales Beckenbodentraining ohne Anstrengung oder Risiken.

Vorteile von Emsella®

  • Keine Schmerzen
  • Keine Ausfallzeiten
  • Kurze Behandlungsdauer
  • Geeignet bei Stress- und Dranginkontinenz
  • Auch präventiv oder ergänzend zum Training möglich
  • Ergänzend zur Rückbildung nach Schwangerschaft möglich
  • Positive Effekte auf das sexuelle Empfinden
  • Auch ergänzend zum (Leistungs-)Sport möglich, um die Leistungsfähigkeit zu unterstützen

Beckenbodenpflege ist Gesundheitsvorsorge – wir beraten Sie gern!

Der Beckenboden verdient mehr Aufmerksamkeit – am besten, bevor Beschwerden auftreten. Durch gezielte Pflege, bewusstes Verhalten und gegebenenfalls moderne Behandlungsverfahren lässt sich viel für Lebensqualität, Körpergefühl und Gesundheit tun. Wer früh beginnt, profitiert langfristig.

Wenn Sie mehr über Emsella® erfahren möchten, klären wir Sie gern in einem persönlichen Gespräch in unserer Praxis zu den Möglichkeiten auf. Vereinbaren Sie eine unverbindliche Beratung – nutzen Sie dafür gern unsere Online-Terminbuchung.

So können Sie Körpergefühl und Selbstbewusstsein in den Wechseljahren stärken

Die sogenannten Wechseljahre sind eine ganz normale Phase im Leben einer Frau. Dennoch sind sie für viele schwer greifbar oder auch mit Unsicherheiten und Ängsten verbunden. Ein Grund dafür ist, dass oftmals wenig über die Wechseljahre informiert und beraten wird. Sie gelten auch heute noch vielfach als tabuisiert und werden mit hauptsächlich negativen Seiten assoziiert – so beispielsweise als Ende der fruchtbaren Zeit und somit der Jugend und Vitalität, mit körperlichen Beschwerden und psychischen Belastungen wie Reizbarkeit und Depressionen. Obwohl diese Faktoren tatsächlich mit den Wechseljahren einhergehen können, liegt in dieser Lebensphase auch eine neue Chance: Die Möglichkeit, sich selbst neu kennenzulernen, alte Rollenbilder loszulassen, Schönheitswerte umzudenken und das eigene Körpergefühl bewusst zu stärken.

In diesem Artikel zeigen wir, wie es gelingt, Körper und Selbstbewusstsein in den Wechseljahren positiv zu beeinflussen. Dabei gehen wir auch auf sanfte medizinische Behandlungen wie MonaLisa Touch® und Emsella® ein.

Den Wandel verstehen – Was passiert während der Wechseljahre im Körper?

Zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr beginnt für viele Frauen die sogenannte Menopause, die das Ende der fruchtbaren Lebensphase markiert. In dieser Zeit sinkt die Produktion der Geschlechtshormone – vor allem Östrogen und Progesteron –, was eine Vielzahl körperlicher und seelischer Veränderungen mit sich bringen kann. Die Intensität dieser Auswirkungen kann von Frau zu Frau unterschiedlich sein. So hat etwa ein Drittel keine nennenswerten Beschwerden, ein Drittel leichte Beschwerden und ein weiteres Drittel starke Schmerzen oder Einschränkungen.

Typische Wechseljahresbeschwerden:

  • Hitzewallungen und Schweißausbrüche
  • Schlafstörungen
  • Stimmungsschwankungen, Depressionen
  • Veränderungen der Haut und Schleimhäute
  • Schwächung des Beckenbodens
  • Libidoverlust oder Unlustgefühle
  • Scheidentrockenheit, Atrophie

Diese Symptome können das Körpergefühl beeinträchtigen, sind aber nicht als „krankhaft“ anzusehen. Stattdessen stellen sie eine Folge der natürlichen hormonellen Umstellung dar, die sich auf den gesamten Körper auswirkt.

Die allgemeine Wahrnehmung der Wechseljahre – weg vom Defizitdenken

Ein zentrales Problem liegt in der gesellschaftlichen Wahrnehmung: Die Wechseljahre gelten häufig als Beginn des Alterns, als Verlust von Attraktivität oder Weiblichkeit und als Phase voller körperlicher und psychischer Beschwerden. Solche Bilder beeinflussen das Selbstbild vieler Frauen – und wirken oft stärker als die biologischen Veränderungen selbst.

Wer aber beginnt, diese Lebensphase nicht als „Ende“, sondern als Übergang zu sehen, kann neue Kraft daraus schöpfen. Es geht darum, alte Rollenbilder zu hinterfragen und ein neues, selbstbestimmtes Verständnis von Weiblichkeit zu entwickeln, das unabhängig von Kinderwunsch, äußerem Erscheinungsbild oder gesellschaftlicher Bewertung steht.

Das Körpergefühl stärken: praktische Impulse und Tipps

Ein positives Körpergefühl entsteht nicht über Nacht, aber es lässt sich aktiv fördern. Mithilfe individueller Strategien können Frauen dazu beitragen, sich wohler und zufriedener im eigenen Körper zu fühlen – und diesen in den Wechseljahren neu kennenzulernen.

Bewegung als Selbstfürsorge
Regelmäßige Bewegung wie Yoga, Tanzen, Spazierengehen oder auch gezieltes Krafttraining hilft nicht nur, körperliche Beschwerden zu lindern, sondern stärkt das Gefühl für den eigenen Körper. Studien zeigen, dass körperliche Aktivität in den Wechseljahren u. a. folgende positive Einflüsse nehmen kann:

  • Hitzewallungen reduzieren
  • Stimmung aufhellen (durch Endorphinausschüttung)
  • Körpergewicht stabilisieren
  • Selbstbild positiv beeinflussen
  • Neue Hobbys etablieren

Es geht dabei nicht um Leistung oder Perfektion, sondern um das Erleben von Vitalität und Präsenz im eigenen Körper.

Achtsamkeit und Selbstbeobachtung
Techniken wie Meditation oder achtsames Atmen fördern die Verbindung zum eigenen Inneren. Sie helfen, Beschwerden besser wahrzunehmen, ohne sich von ihnen dominieren zu lassen. Auch ein Wechseljahre-Tagebuch kann hilfreich sein, um Veränderungen zu dokumentieren und Zusammenhänge zu erkennen. Dadurch können die Wechseljahre greifbarer gemacht und individuelle Strategien für mehr Wohlbefinden gefunden werden.

Berührung und Sinnlichkeit
Viele Frauen erleben während der Wechseljahre eine veränderte Beziehung zu Sexualität oder Berührung. Hier lohnt sich ein neugieriger Blick: Was fühlt sich gut an? Was brauche ich? Berührung kann ein zentraler Anker für Selbstwahrnehmung und Lust sein. Beziehen Sie Ihren Partner in diese neue Lebensphase aktiv mit ein.

Selbstbewusstsein aufbauen: Identität neu denken
Viele Frauen entdecken in dieser Zeit neue Interessen, nehmen berufliche oder persönliche Veränderungen in Angriff oder erkennen, wie viel Kraft und Erfahrung sie bereits in sich tragen. Diese Neuorientierung kann das Selbstbewusstsein enorm stärken.

Tabus hinterfragen
Lange galten die Wechseljahre als „Ende der Weiblichkeit“. Solche veralteten Vorstellungen wirken noch immer nach – und beeinflussen, wie Frauen ihren Körper wahrnehmen. Dabei beginnt mit der Menopause nicht das Ende, sondern ein neuer Abschnitt voller Möglichkeiten. Für viele Frauen ist es eine Zeit der Rückbesinnung auf sich selbst, der Befreiung von äußeren Ansprüchen und der Neuausrichtung.

Sanfte Unterstützung in den Wechseljahren: MonaLisa Touch® und Emsella®

Viele Beschwerden, die das Körpergefühl in den Wechseljahren beeinträchtigen, lassen sich heute sanft und nichtinvasiv behandeln. Zwei dieser bewährten Verfahren, die wir auch in unserer Praxis anbieten, sind die Laserbehandlung mit MonaLisa Touch® und die Stärkung des Beckenbodens mit Emsella®. Beide Methoden verlaufen ohne Operation, haben eine kurze Behandlungszeit und benötigen keine Ausfallzeit.

MonaLisa Touch® – sanfte Hilfe für die Intimgesundheit
Bei vaginaler Trockenheit, Brennen oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr kann die CO₂-Laserbehandlung MonaLisa Touch® Linderung verschaffen. Das Verfahren regt die Regeneration der vaginalen Schleimhaut an, fördert die Durchblutung und kann die natürliche Feuchtigkeit sowie Elastizität der Intimregion verbessern. Viele Frauen berichten von einem gesteigerten Wohlbefinden und einer verbesserten Sexualität.

Emsella® – Beckenboden stärken
Blasenschwäche, häufiger Harndrang oder ein nachlassendes Gefühl beim Geschlechtsverkehr sind oft Folge eines geschwächten Beckenbodens. Die Behandlung mit Emsella® bietet eine moderne Lösung: Während man vollständig bekleidet auf einem speziellen Behandlungsstuhl sitzt, werden die Beckenbodenmuskeln durch elektromagnetische Impulse intensiv aktiviert – ganz ohne körperliche Anstrengung. Bereits nach wenigen Sitzungen kann sich das Körpergefühl im Beckenbereich deutlich verbessern und die Muskulatur nachhaltig gestärkt werden.

Mehr im persönlichen Beratungsgespräch

Sie interessieren sich für eine sanfte Behandlung von Wechseljahresbeschwerden? In einem persönlichen Beratungsgespräch gehen wir individuell auf Ihre Situation, Ihre Beschwerden und Ihre Wünsche ein. Gemeinsam mit Ihnen besprechen wir, welche sanften Verfahren sich anbieten, und klären Sie umfassend darüber auf. Vereinbaren Sie einfach einen Termin für eine unverbindliche Beratung in unserer Praxis – gern über unsere Online-Terminbuchung. Wir freuen uns auf Sie!

Vaginale Trockenheit – Warum Cremes oft nicht reichen und was MonaLisa Touch® bewirken kann

Viele Frauen kennen das Gefühl: ein Brennen, ein unangenehmes Spannungsgefühl im Intimbereich, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder auch wiederkehrende Infektionen. Vaginale Trockenheit ist kein seltenes Phänomen – aber eines, über das immer noch viel zu wenig gesprochen wird. Dabei ist es keineswegs nur ein Thema der Wechseljahre. Auch junge Frauen, etwa nach einer Geburt, während der Stillzeit oder im Rahmen bestimmter Behandlungen, können betroffen sein.

Doch woran liegt es, dass die Scheide nicht mehr genügend Feuchtigkeit produzieren kann? Warum helfen viele Cremes oder Gleitmittel nur kurzfristig – wenn überhaupt? Und was kann moderne, nichtinvasive Medizin wie MonaLisa Touch® leisten, um nicht nur die Symptome zu lindern, sondern die Ursachen anzugehen und langfristige Unterstützung zu schaffen?

In diesem Beitrag werfen wir einen genauen Blick auf das komplexe Zusammenspiel von Hormonen, Schleimhäuten und Lebensqualität. Zudem zeigen wir auf, welche neuen Wege heute zur Verfügung stehen, um vaginale Trockenheit sanft zu behandeln.

Wenn die Scheide trocken ist – ein weit verbreitetes Tabuthema

Vaginale Trockenheit betrifft nach Schätzungen bis zu 40 % der Frauen in und nach den Wechseljahren – doch auch bei jüngeren Frauen kommt sie häufiger vor, als viele denken. Die Ursachen sind vielfältig:

  • Hormonelle Veränderungen, etwa in den Wechseljahren, nach einer Geburt oder durch das Absetzen der Pille
  • Stillzeit und Stress, die den Östrogenspiegel beeinflussen
  • Brustkrebstherapien oder andere Behandlungen, die hormonelle Prozesse stören
  • Autoimmunerkrankungen oder chronische Entzündungen
  • Aggressive Intimhygiene oder pH-verändernde Pflegeprodukte

Das Ergebnis ist immer ähnlich: Die Vaginalhaut wird dünner, trockener, verliert an Elastizität und büßt an Schutzfunktion ein. Das natürliche Gleichgewicht im Intimbereich gerät ins Wanken. Viele Frauen berichten von einem Gefühl der „inneren Reibung“, von Schmerzen beim Sex (Dyspareunie), häufigem Juckreiz oder kleinen Verletzungen nach dem Toilettengang.

Doch aus Scham oder Unwissenheit ziehen sich viele zurück, arrangieren sich mit dem Zustand und reden sich ein, dass das eben zum „Frausein“ dazugehört. Andere versuchen, mit Cremes gegenzusteuern.

Warum Cremes und Gleitmittel oft keine nachhaltige Lösung bieten

Vaginalcremes, Zäpfchen oder Gleitgele sind häufig die erste Maßnahme, um die Beschwerden zu lindern. Besonders hormonfreie Produkte gelten als risikoarm und rezeptfrei. Entsprechend niedrig ist oft die Hemmschwelle, diese Mittel einmal auszuprobieren.

Gefährlich sind diese Maßnahmen für gewöhnlich nicht. Sie können tatsächlich eine sanfte Hilfe bei Scheidentrockenheit helfen. Dabei muss jedoch beachtet werden:

  • Sie wirken rein symptomatisch, also auf die Oberfläche der Schleimhaut
  • Die Wirkung hält nur kurz an – ein nachhaltiger Wiederaufbau des Gewebes findet nicht statt
  • Bei regelmäßiger Anwendung kann die Vaginalflora zusätzlich irritiert werden
  • Manche Präparate enthalten Konservierungsstoffe oder Parfümstoffe, die die Schleimhäute reizen – diese sollten keinesfalls verwendet werden

Viele Patientinnen berichten, dass sie „dauernd cremen“ müssen, aber keine echte Besserung spüren. Oder sie stellen fest, dass der Intimbereich sich nur unmittelbar nach der Anwendung besser anfühlt, aber das Trockenheitsgefühl schnell wieder zurückkehrt.

Hier lohnt sich ein Perspektivwechsel: Statt die Symptome zu kaschieren, ist es sinnvoller, die ursächlichen Veränderungen des Gewebes zu behandeln.

MonaLisa Touch® – sanfte Lasertherapie eröffnet neue Wege

Ein innovativer Ansatz, der sich in den letzten Jahren zunehmend etabliert hat, ist die vaginale Lasertherapie mit MonaLisa Touch®. Die Methode stammt ursprünglich aus der regenerativen Medizin und wird inzwischen in vielen gynäkologischen Praxen als schonende Alternative oder Ergänzung zur Hormontherapie angeboten.

Die Funktionsweise im Überblick
MonaLisa Touch® nutzt einen speziell entwickelten CO₂-Laser, um die Schleimhäute der Vagina sanft zu stimulieren. Die dabei entstehende Wärme dringt kontrolliert in tiefere Gewebeschichten ein und regt dort die Zellneubildung, Durchblutung und Kollagenproduktion an.

Das führt zu folgenden Prozessen und Ergebnissen:

  • Die Schleimhäute werden dicker, elastischer und feuchter
  • Die natürliche Schutzbarriere der Vagina kann sich wieder aufbauen
  • Der pH-Wert stabilisiert sich, Infektionen werden seltener
  • Beschwerden wie Trockenheit, Brennen oder Schmerzen beim Sex lassen oft deutlich nach

Ein großer Vorteil dieser Behandlungsmethode ist, dass sie minimalinvasiv und nahezu schmerzfrei verläuft. Sie kann ambulant direkt in der Praxis durchgeführt werden und dauert meist nur wenige Minuten pro Sitzung. Eine regelmäßige Anwendung kann die Gesundheit des Vaginalbereichs fördern und ein langfristiges Ergebnis erhalten.

Mehr zu MonaLisa Touch®

Vaginale Trockenheit ist kein Randphänomen – sie betrifft viele Frauen in unterschiedlichen Lebensphasen und kann die Lebensqualität stark einschränken. Der erste Schritt ist immer, offen darüber zu sprechen und ärztlichen Rat einzuholen.

Wenn Cremes oder Gleitmittel nicht ausreichen oder die Beschwerden trotz Anwendung bestehen bleiben, kann eine vaginale Laserbehandlung wie MonaLisa Touch® eine echte Alternative sein. Sie setzt dort an, wo das Problem entsteht: im Gewebe selbst.

Ob die Methode für Sie geeignet ist, lässt sich nur im persönlichen Gespräch klären. Kontaktieren Sie uns für einen individuellen Beratungstermin in unserer Praxis. Nutzen Sie dafür gern unsere Online-Terminbuchung. Wir freuen uns auf Sie!

Mythos oder Wahrheit? Die häufigsten Fragen zu MonaLisa Touch® im Faktencheck

MonaLisa Touch® ist ein innovatives Verfahren zur Behandlung vaginaler Beschwerden, das in den letzten Jahren zunehmend Aufmerksamkeit erlangt hat – insbesondere im Zusammenhang mit Beschwerden nach der Menopause, bei hormonell bedingter vaginaler Atrophie oder auch bei bestimmten chronischen Beschwerden wie Lichen sclerosus. Doch mit wachsender Bekanntheit entstehen auch viele Fragen – und nicht selten halten sich hartnäckige Mythen. In diesem Faktencheck klären wir, was an den häufigsten Aussagen dran ist und was Sie über die Behandlung wissen sollten.

1. „MonaLisa Touch® ist ein rein kosmetischer Eingriff.“
➤ Falsch.

Anders als viele vermuten, ist die Behandlung mit MonaLisa Touch® nicht bloß eine ästhetische oder „verjüngende“ Methode im klassischen Sinne. Vielmehr handelt es sich um ein medizinisches Verfahren, das gezielt Beschwerden wie Scheidentrockenheit, Juckreiz, Brennen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder wiederkehrende Infektionen lindern kann – häufig ausgelöst durch hormonelle Veränderungen, etwa in den Wechseljahren oder nach einer Brustkrebstherapie. Die Behandlung zielt vorrangig also nicht auf eine äußere Veränderung ab, sondern auf eine Verbesserung der vaginalen Gesundheit und Lebensqualität. Nichtdestotrotz kann MonaLisa Touch® auch zur Scheidenverjüngung eingesetzt werden, um das individuelle Wohlbefinden zu verbessern.

2. „Die Wirkung der Behandlung ist wissenschaftlich nicht belegt.“
➤ Teilweise falsch.

Zwar fehlen derzeit noch groß angelegte Langzeitstudien, wie sie etwa bei Medikamenten üblich sind, dennoch gibt es mittlerweile eine wachsende Zahl an klinischen Studien und Erfahrungsberichten, die eine deutliche Linderung der Symptome bei vielen Patientinnen belegen. Die Therapie wird weltweit in gynäkologischen Praxen angewendet und ist besonders bei Patientinnen beliebt, für die eine lokale Hormontherapie keine Option ist – etwa aus medizinischen Gründen oder aus persönlicher Überzeugung.

3. „Die Behandlung ist kaum schmerzhaft.“
➤ Richtig.

Die meisten Patientinnen empfinden die Anwendung als gut verträglich. Das Verfahren selbst dauert nur wenige Minuten, eine Betäubung ist in der Regel nicht notwendig. Der verwendete CO₂-Laser arbeitet schonend und gezielt, wobei es zu einem leichten Wärmegefühl kommen kann. Manche Frauen empfinden ein kurzes Ziehen oder Kribbeln, das aber meist gut auszuhalten ist. Nach der Behandlung kann es für ein bis zwei Tage zu einer leichten Rötung oder erhöhten Empfindlichkeit kommen. Schmerzen treten für gewöhnlich jedoch nicht auf.

4. „Nach der Behandlung bin ich sofort wieder einsatzfähig.“
➤ Richtig (mit minimalen Einschränkungen).

Die Behandlung mit MonaLisa Touch® belastet den Körper kaum. Sie ist sehr sanft und nach nur wenigen Minuten abgeschlossen. Unmittelbar nach der Behandlung sind Sie wieder einsatzfähig und können ganz normal Ihrem Alltag nachgehen. Lediglich auf starke körperliche Anstrengungen, heiße Bäder, Sauna und Geschlechtsverkehr sollten Sie in den ersten Tagen verzichten, um dem Gewebe Zeit zur Regeneration zu geben.

5. „Die Ergebnisse sind dauerhaft.“
➤ Teilweise richtig.

Viele Frauen berichten schon nach der ersten oder zweiten Anwendung von einer spürbaren Besserung ihrer Beschwerden. Für ein nachhaltiges Ergebnis sind in der Regel drei Sitzungen im Abstand von etwa vier bis sechs Wochen empfohlen. Wir raten unseren Patientinnen zu einer jährlichen Auffrischung, ähnlich wie bei anderen regenerativen Behandlungen. Dies hilft, die erzielten Effekte langfristig aufrechtzuerhalten. Die genaue Wirkungsdauer kann jedoch individuell variieren – je nach Ausgangslage, Lebensstil und hormoneller Situation.

Kurz: Eine einzige Behandlung wird Ihnen keine lebenslange Beschwerdefreiheit geben. Mit wenigen Auffrischungen (etwa eine Behandlung pro Jahr) lässt sich die Gesundheit des Intimbereichs jedoch optimal unterstützen. MonaLisa Touch® bietet eine sanfte Behandlung mit langfristigem Ergebnis.

6. „MonaLisa Touch® ist nur für Frauen in/nach den Wechseljahren geeignet.“
➤ Falsch.

Zwar richtet sich die Behandlung häufig an Frauen in und nach den Wechseljahren, sie kann jedoch auch bei jüngeren Frauen sinnvoll sein – etwa nach Geburten, bei chronischen Entzündungen, bei hormonbedingten Beschwerden oder bei Erkrankungen wie Lichen sclerosus. Wichtig ist eine sorgfältige ärztliche Abklärung im Vorfeld, um die Ursache der Symptome zu identifizieren und die passende Therapieform zu wählen.

7. „Ich bin zu alt für diese Behandlung.“
➤ Falsch.

Es gibt keine feste Altersgrenze nach oben. Entscheidend ist nicht das biologische Alter, sondern die individuellen Beschwerden und der Gesundheitszustand. Patientinnen können 60, 70 oder älter sein und dennoch spürbar von der Behandlung profitieren – besonders, wenn sie keine Hormone (mehr) anwenden möchten oder dürfen.

8. „Nach der Behandlung ist meine Vaginalschleimhaut genauso wie früher.“
➤ Teilweise richtig.

Die Therapie kann die natürliche Feuchtigkeitsregulation und Elastizität der Vaginalschleimhaut deutlich verbessern, vor allem bei atrophischen Veränderungen. Dennoch ist die Wiederherstellung des „ursprünglichen Zustands“ nicht vollständig möglich. Ziel ist keine umfassende „Verjüngung“ um eine bestimmte Anzahl an Jahren, sondern eine funktionale Verbesserung und Beschwerdefreiheit. Dennoch trägt die Behandlung auch zu einer Rejuvenation des Intimbereichs bei.

9. „Wenn ich keine Beschwerden habe, bringt mir die Behandlung nichts.“
➤ Richtig.

Die Behandlung mit MonaLisa Touch® zielt darauf ab, typische vulvovaginale Beschwerden wie Juckreiz, Brennen, Atrophie und Scheidentrockenheit zu lindern und nachhaltig zu verbessern. Eine präventive Anwendung „zur Sicherheit“ ist weder medizinisch notwendig noch üblich.

Mehr zu MonaLisa Touch® in unserer Praxis

Sie möchten mehr über MonaLisa Touch® erfahren oder herausfinden, ob die Behandlung für Sie geeignet ist? Vereinbaren Sie gerne einen persönlichen Beratungstermin in unserer Praxis – wir nehmen uns Zeit für Ihre Fragen und Wünsche. Nutzen Sie ganz einfach unsere Online-Terminbuchung. Wir freuen uns auf Sie!

Praktische Tipps und Behandlungen für Frauen mit Blasenschwäche

Unkontrollierter Harnverlust, häufiger Harndrang oder auch das ständige Gefühl, auf die Toilette zu müssen, kennen zahlreiche Frauen. Schätzungen zufolge leidet jede dritte Frau in Deutschland im Laufe ihres Lebens unter Blasenschwäche. Insbesondere ab den Wechseljahren kann die Häufigkeit aufgrund der hormonellen Veränderungen ansteigen. Obwohl Blasenschwäche so weit verbreitet ist, wird wenig darüber gesprochen. Das liegt unter anderem daran, dass vielen Frauen das Thema unangenehm ist und intime Angelegenheiten noch oftmals als tabuisiert angesehen werden. Dabei gibt es in der modernen Medizin sanfte Behandlungen, die bei Blasenschwäche effektiv helfen können. Wir stellen Ihnen zwei Methoden vor: Emsella® und MonaLisa Touch®

Was genau ist Blasenschwäche?

Blasenschwäche meint, dass die Betroffenen Schwierigkeiten haben, den Urin zu halten. Medizinisch spricht man auch von Harninkontinenz. Durch unterschiedliche Einflüsse kann es somit vorkommen, dass plötzlich und unkontrolliert Urin abgeht. Blasenschwäche kann in folgende Formen unterschieden werden:

  • Belastungsinkontinenz/Stressinkontinenz: Plötzlicher Druck im Körper führt dazu, dass die Betroffenen den Urin nicht halten können. Dazu gehören unter anderem Niesen, Husten, Lachen, Springen oder Joggen. Ursache ist meist eine geschwächte Beckenbodenmuskulatur.
  • Dranginkontinenz: Hierbei handelt es sich um ein plötzliches und kaum kontrollierbares Harndranggefühl, das dazu führen kann, dass der Urin ungewollt abgeht. Ursachen können unter anderem Veränderungen an der Schleimhaut oder eine Reizblase sein.
  • Mischinkontinenz: Die Mischinkontinenz ist eine Kombination aus der Belastungs- und der Dranginkontinenz.

Warum sind Frauen besonders häufig betroffen?

Blasenschwäche tritt meist in Verbindung mit einer Beckenbodenschwäche. Durch unterschiedliche Gründe sind Frauen anfälliger dafür, dass ihre Beckenbodenmuskulatur an Kraft verliert. Dazu gehören:

  • Anatomie: Frauen haben eine kürzere Harnröhre, was sie anfälliger für Reizungen und Infektionen macht. Der Verschlussmechanismus der Blase ist außerdem weniger stabil, da die muskuläre Unterstützung schwächer ist. Da der Beckenboden bei Frauen unter anderem auch die Gebärmutter stützt und für den Fall einer Schwangerschaft ohnehin elastischer ist, kann die Beckenbodenmuskulatur leichter erschlaffen.
  • Geringere Muskulatur: Im Gegensatz zu Männern haben Frauen im Durchschnitt allgemein eine geringere Muskelmasse. Das betrifft auch den Beckenboden, sodass es ohne gezieltes Training zu einer Schwäche dieser wichtigen Stützmuskulatur kommen kann.
  • Schwangerschaft und Geburt: Die Dehnung, Belastung und der Druck während einer Schwangerschaft und der Entbindung beeinflussen auch die Beckenbodenmuskulatur. Diese kann durch eine vaginale Geburt dauerhaft geschwächt oder auch verletzt werden.
  • Hormonveränderungen: Insbesondere in den Wechseljahren kann es durch den sinkenden Östrogenspiegel zu einer Rückbildung der vaginalen Schleimhaut und strukturellen Veränderungen im Intimbereich kommen. Auch die Muskelkraft kann dadurch nachlassen.

Zudem kommt es auch im Zuge des natürlichen Alterungsprozesses zu einem spürbaren Elastizitätsverlust, der zu einer Erschlaffung beitragen kann – auch im Bereich des Beckenbodens.

Praktische Alltagstipps bei Blasenschwäche

1. Training
Eine wirksame Unterstützung für einen gestärkten Beckenboden ist das gezielte Beckenbodentraining. Mit speziellen und gezielten Übungen kann die Muskulatur aufgebaut werden. Dabei sollte die Beckenbodenmuskulatur zunächst bewusst wahrgenommen und dann täglich in kleinen Übungssessions wiederholt angespannt werden. Diese Übungen lassen sich oftmals auch ohne Hilfsmittel durchführen und leicht in den Alltag integrieren. Ob das Muskeltraining wirksam ist, hängt auch vom Grad der bereits vorliegenden Beckenbodenschwäche ab.

2. Toilettengewohnheiten
Auch die Blase selbst kann trainiert werden. Vermeiden Sie vorsorgliche bzw. zu häufige Toilettengänge, da diese die Blase auf kurze Intervalle konditionieren können. Gleichzeitig sollten Sie starkes Pressen oder starken Druck so gut es geht unterbinden, da sonst die Muskulatur überlastet werden kann. Zur Übersicht und bewussten Wahrnehmung kann auch ein „Tagebuch“ hilfreich sein, in dem Sie notieren, wie häufig sie auf Toilette gehen. Dadurch können Sie die Intervalle zwischen den Toilettengängen möglicherweise besser beobachten und kontrollieren.

3. Trinken
Achten Sie darauf, genug zu trinken. Viele Betroffene trinken zu wenig, da sie Angst vor Urinverlust haben. Das kann die Blase jedoch zusätzlich reizen und ist allgemein ungesund. Trinken Sie mehrere Liter pro Tag, gleichmäßig über den Tag verteilt. Gegen Abend kann es sich anbieten, die Trinkmenge etwas zu reduzieren, um nächtlichen Harndrang entgegenzuwirken.

4. Stress
Auslöser für Blasenschwäche kann Stress sein, da er die Wahrnehmung für Harndrang verstärkt und allgemein den Körper belastet. Achtsamkeit und Entspannungsübungen können das Wohlbefinden und auch die Kontrolle über die Blase verbessern.

Behandlungsmöglichkeiten bei Blasenschwäche
1. Emsella®

Bei Emsella® handelt es sich um einen speziellen medizinischen Stuhl, der ein elektromagnetisches Feld erzeugt. Dadurch wird u. a. die Muskulatur des Beckenbodens, des unteren Rückens und des Bauchs gezielt angesprochen. Die Impulse führen dazu, dass die Muskeln kontrahieren (sich zusammenziehen). Dieser Reiz führt bei regelmäßiger Wiederholung dazu, dass sich der Muskel aufbaut und stärkt – wie bei einem herkömmlichen Training, aber im Falle von Emsella® ganz ohne Sport. Stattdessen nehmen Sie einfach auf dem Stuhl Platz und lassen das Gerät Ihre Muskulatur unterstützen.

Mehr zum innovativen Beckenbodentraining mit Emsella® können Sie hier nachlesen.

2. MonaLisa Touch®

Viele Frauen berichten nicht nur von unkontrolliertem Harndrang, sondern auch von trockenen Schleimhäuten, Brennen beim Wasserlassen oder häufigen Harnwegsinfektionen. In vielen Fällen steckt dahinter eine sogenannte vaginale Atrophie – eine Rückbildung der Vaginalschleimhaut, oft hormonell bedingt. Diese kann mithilfe von MonaLisa Touch®, einer sanften Lasertherapie, behandelt werden. Der Laser stimuliert das Gewebe und regt die Bildung von Kollagen und Elastin an. Gleichzeitig wird auch die Durchblutung verbessert. Ein gestärktes Vaginalgewebe kann nicht nur das Körpergefühl positiv beeinflussen, sondern auch die Funktion des umliegenden Gewebes und der Strukturen im Bereich verbessern. Das wirkt sich häufig auch auf die Kontrolle der Blase aus.

Mehr zu MonaLisa Touch® können Sie hier nachlesen.

Kombination für optimale Ergebnisse – die individuelle Therapieplanung

Nicht jede Form der Inkontinenz lässt sich mit einer einzigen Methode behandeln – häufig sind mehrere Ursachen beteiligt. Deshalb ist eine individuelle Anamnese und Diagnostik entscheidend. In vielen Fällen profitieren Patientinnen von der Kombination aus Muskelstärkung (Emsella®) und Schleimhautregeneration (MonaLisa Touch®).

Wichtig ist: Beide Verfahren sind sanft, nichtchirurgisch und in der Regel gut verträglich. Sie lassen sich gut in den Alltag integrieren – ganz ohne Ausfallzeiten, Schmerzen oder lange Regenerationsphasen.

Haben Sie Fragen?

Wenn Sie mehr über die sanften Therapien bei Blasenschwäche und vaginaler Atrophie erfahren möchten, wenden Sie sich gern an uns. Bei einem persönlichen Termin in der Praxis klären wir Sie umfassen zu den jeweiligen Behandlungen auf und beantworten Ihre Fragen zum Thema. Nutzen Sie gern unsere Online-Terminbuchung.

Was kann passieren? Mögliche Folgen unbehandelter vaginaler Atrophie

Viele Frauen sprechen nicht darüber – entweder aus Unsicherheiten, Scham oder weil sie denken, dass ihre Beschwerden zum Frausein oder zum Älterwerden einfach dazugehören. Doch hinter Symptomen wie Trockenheit, Juckreiz oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr kann eine medizinisch relevante Veränderung stecken: die vaginale Atrophie. Derartige Beschwerden müssen nicht einfach hingenommen werden, sondern lassen sich mithilfe sanfter Therapie nachhaltig reduzieren und verbessern. In diesem Beitrag erfahren Sie, was hinter der Erkrankung steckt, welche Folgen eine unbehandelte vaginale Atrophie haben kann und warum es sich lohnt, frühzeitig aktiv zu werden. In diesem Zusammenhang stellen wir Ihnen auch die schonende Laserbehandlung für den Vaginalbereich vor.

Was ist vaginale Atrophie?

Die vaginale Atrophie beschreibt eine Geweberückbildung im Intimbereich, insbesondere von Schleimhaut der Vaginalwand. Dadurch wird das Gewebe dünner und anfälliger für zum Beispiel Verletzungen und Risse. Feuchtigkeitsversorgung und Durchblutung nehmen ebenfalls oft ab. Auch kann die Empfindsamkeit dadurch ansteigen und Druckgefühle, Spannen oder Schmerzen begünstigen. Häufig tritt die vaginale Atrophie im Zusammenhang mit einem sinkenden Östrogenspiegel auf, weshalb sie vor allem postmenopausale Frauen betrifft. Darüber hinaus kann sie aber auch bei jüngeren Frauen vorliegen, z. B. bei hormonellen Störungen, Gebärmutteroperationen, während der Stillzeit oder nach einer Krebstherapie.

Nicht jede Frau entwickelt spürbare Beschwerden. Doch vor allem eine unbehandelte vaginale Atrophie, die sich mit der Zeit verschlimmert, ist häufig für die Betroffenen unangenehm. Ein Großteil der Frauen wahrt dabei Stillschweigen und wendet sich nicht mit den Problemen an einen Facharzt. Dabei ist die vaginale Atrophie behandelbar – und sollte so früh wie möglich therapiert werden, um einer Intensivierung der Beschwerden entgegenzuwirken.

Warum bleibt die Atrophie oft unbehandelt?

Es gibt mehrere Gründe, warum vaginale Atrophie oft unerkannt bleibt oder ignoriert wird:

  • Die Beschwerden entwickeln sich schleichend und werden oft dem Alter zugeschrieben.
  • Viele Frauen scheuen sich, ihre Symptome anzusprechen – selbst beim Arztbesuch.
  • Manche Frauen schämen sich und denken, dass die Beschwerden Folge eines eigenen Fehlverhaltens sind.
  • Die Annahme, dass sich an der Situation ohnehin nichts ändern lässt, hält viele davon ab, Hilfe zu suchen.
  • Manche Ärzt:innen fragen nicht aktiv nach, sodass das Thema im Gespräch nicht zur Sprache kommt.

Das Ergebnis: Die Beschwerden verschlimmern sich im Lauf der Zeit – obwohl es wirksame, gut verträgliche Behandlungsmöglichkeiten gibt.

Was passiert, wenn eine vaginale Atrophie unbehandelt bleibt?

Unbehandelt kann die vaginale Atrophie eine Vielzahl körperlicher und psychischer Folgen haben. Diese betreffen nicht nur den Intimbereich, sondern oft auch das allgemeine Wohlbefinden und die Lebensqualität.

1. Chronische Beschwerden im Intimbereich

Was mit gelegentlicher Trockenheit beginnt, kann sich zu dauerhaften Beschwerden entwickeln. Dazu gehören:

  • Juckreiz und Brennen: Die trockene Schleimhaut reagiert empfindlich auf Reibung, Kleidung, Intimhygieneprodukte oder sogar auf Wasser.
  • Druck- und Spannungsgefühl: Einige Frauen berichten von einem „wunden Gefühl“ oder einem dumpfen Druck im Unterleib.
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie): Da die Schleimhaut nicht mehr ausreichend befeuchtet wird, können selbst zarte Berührungen schmerzhaft sein. Die Folge: Angst vor Intimität, Rückzug aus der Partnerschaft und Verlust von Lebensfreude.

2. Erhöhtes Infektionsrisiko

Die Scheidenflora spielt eine wichtige Rolle im natürlichen Schutz vor Krankheitserregern. Bei vaginaler Atrophie verändert sich das saure Milieu – der pH-Wert steigt, Milchsäurebakterien verschwinden. Dadurch wird die Intimzone anfälliger für Infektionen, chronische Reizungen und wiederkehrende Harnwegsinfekte.

3. Strukturelle Veränderungen

Bleibt die Atrophie über Jahre unbehandelt, kann es zu tiefgreifenden Gewebeveränderungen kommen:

  • Verengung oder Schrumpfung der Vagina (Stenose): Der Scheideneingang kann sich so stark verengen, dass selbst gynäkologische Untersuchungen oder das Einführen eines Tampons schmerzhaft werden.
  • Verlust der Schleimhautstruktur: Die feine Fältelung (Rugae), die für die Dehnbarkeit sorgt, bildet sich zurück. Die Schleimhaut wird glatt und starr.
  • Verklebungen oder Verwachsungen: In seltenen Fällen kommt es zu Gewebeverbindungen zwischen Scheidenwänden (Synechien).

4. Psychische Belastung

Nicht zu unterschätzen sind auch die psychischen Belastungen, die mit den anhalten Beschwerden einhergehen. Die Lebensqualität der Betroffenen ist oft sehr eingeschränkt. Die stetige Sorge um den eigenen Körper und eventuell auch um die Partnerschaft kann zum Rückzug aus intimen Situationen führen und einen Kreislauf aus Frustration, Schuldgefühlen und Unsicherheit bilden.

Behandlungsmöglichkeiten: die sanfte Lasertherapie

Die gute Nachricht: vaginale Atrophie ist behandelbar. Je früher sie erkannt und therapiert wird, desto geringer ist das Risiko für starke Verletzungen, Verengungen oder Verklebungen. In unserer Praxis bieten wir unter anderem die schonende Laserbehandlung mit MonaLisa Touch® an. Die gezielten Impulse gelangen in das Gewebe und stimulieren dort die körpereigene Kollagenbildung. Auch frische Zellen und feine Blutkapillaren werden gebildet, wodurch der Bereich besser durchblutet und mit wichtigen Nährstoffen versorgt wird. Das Gewebe kann mithilfe der Therapie nachhaltig aufgebaut und gestärkt werden.

Erfahren Sie hier mehr zu MonaLisa Touch®. Für eine persönliche Beratung vereinbaren Sie ganz einfach einen Termin in unserer Praxis – gern über unsere Online-Terminvergabe. Wir freuen uns auf Sie!

Intimbereich ohne Tabu – Warum vaginale Gesundheit kein „Schamthema“ mehr sein sollte

Über vabinale Beschwerden wie Schmerzen beim Wasserlassen, Blasenschwäche oder Scheidentrockenheit zu sprechen, fällt nicht allen Frauen leicht. Während manche damit offen umgehen können, sind diese Themen für andere mit Unsicherheit oder Scham verbunden. Dabei sind Veränderungen und Beschwerden im Intimbereich keineswegs ungewöhnlich – und doch werden sie oft verschwiegen oder lange still ertragen. Viele Beschwerden lassen sich heute mit sanften, gut verträglichen Methoden wirksam behandeln. In diesem Beitrag möchten wir zeigen, warum vaginale Gesundheit kein Tabuthema sein darf – und warum es wichtig ist, offen darüber zu sprechen.

Natürlich und dennoch tabuisiert

Der weibliche Intimbereich ist ein sensibler, aber zugleich zentraler Teil des Körpers – eng verbunden mit dem eigenen Körpergefühl und dem allgemeinen Wohlbefinden. Dennoch lernen viele Mädchen und junge Frauen früh, diesen Bereich als besonders „privat“ zu behandeln. Schon Begriffe wie „Schambereich“ deuten an, dass hier etwas Unausgesprochenes mitschwingt – obwohl es keinerlei Grund zur Scham gibt.

Statt offener Auseinandersetzung dominiert oft ein stilles Mitdenken: Der Intimbereich wird nicht aktiv thematisiert, sondern bleibt ein unsichtbarer Teil der eigenen Identität. Die Folge: Viele junge Frauen entwickeln kein klares Bild davon, was im Intimbereich eigentlich „normal“ ist – und welche Vielfalt es im gesunden Zustand geben kann. Beschwerden oder Veränderungen werden deshalb häufig nicht erkannt, bagatellisiert oder lange hingenommen. Gynäkologische Untersuchungen werden oft erst dann aufgesucht, wenn die Beschwerden stark ausgeprägt sind.

Auch strukturelle Faktoren wie das sogenannte Gender Health Gap spielen hierbei eine Rolle. In der medizinischen Forschung und Praxis war der weibliche Körper lange Zeit unterrepräsentiert – viele Diagnosen und Therapien orientieren sich noch heute an männlichen Normwerten. Das kann bei Frauen den Eindruck verstärken, dass ihre Beschwerden „einfach zum Frausein dazugehören“ – selbst dann, wenn sie vermeidbar oder behandelbar wären.

Wenn Beschwerden verschwiegen werden

Trockene Schleimhäute, Brennen, Juckreiz oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr sind Symptome, die viele Frauen betreffen. Insbesondere in den Wechseljahren kommt es im Zusammenhang mit der hormonellen Umstellung häufig zu Veränderungen und Beschwerden im Intimbereich. Ein weiterer Grund können chronische Erkrankungen wie Lichen sclerosus sein. Doch obwohl ein Großteil der Frauen vergleichbare Beschwerden im Laufe des Lebens erfährt, wenden sich erfahrungsgemäß wenige frühzeitig an eine Ärztin oder einen Arzt. Da die Beschwerden die Intimzone betreffen, behalten Betroffene ihre Anliegen, Sorgen und auch Wünsche meist für sich.

Doch warum werden Beschwerden im Intimbereich überhaupt so häufig verschwiegen? Viele Frauen befürchten, nicht ernst genommen zu werden oder wissen schlicht nicht, wie sie das Thema ansprechen sollen. Manche fragen sich: Ist das überhaupt ein medizinisches Problem? An wen kann ich mich damit wenden?

Hinzu kommt, dass einige Frauen sich nicht bewusst sind, dass ihre Beschwerden behandelbar sind – und dass es heute auch besonders sanfte und wirksame Möglichkeiten der Linderung gibt. Ebenso können Unsicherheiten oder Fehldiagnosen im medizinischen Alltag dazu führen, dass Frauen mit ihren Symptomen über lange Zeit allein bleiben.

Die Folgen reichen oft weit über das Körperliche hinaus: Schmerzen oder Veränderungen im Intimbereich belasten viele Betroffene im Alltag, führen zum Rückzug aus Intimität und Partnerschaft und können das eigene Körperbild nachhaltig beeinträchtigen. In manchen Fällen verstärken sich Beschwerden sogar, wenn sie unbehandelt bleiben und rufen weitere Schmerzen oder Veränderungen hervor.

Überblick zu sanften Behandlungsmöglichkeiten

In der modernen Gynäkologie stehen heute eine Reihe von schonenden Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, die bei unterschiedlichen Beschwerden effektive Hilfe leisten können. Probleme und Unzufriedenheiten müssen also keinesfalls einfach „hingenommen“ werden, sondern können mit oft unkomplizierten und schnellen Methoden reduziert werden.

In unserer Praxis arbeiten wir unter anderem mit der sanften Lasertherapie. Wir nutzen MonaLisa Touch®, ein innovatives Gerät, das mithilfe kontrollierter Impulse das Schleimhautgewebe anregt. Infolgedessen wird die Kollagenproduktion angekurbelt, was wiederum das Gewebe aufbaut, stärkt und verjüngt. Ebenso können Durchblutung und Befeuchtung verbessert werden, was zu einer Verjüngung und Regeneration des Intimbereichs führt. Beschwerden wie Scheidentrockenheit, Juckreiz, Atrophie, Wechseljahresbeschwerden und auch Erkrankungen wie Lichen sclerosus lassen sich auf diese Weise effektiv behandeln.

Eine weitere Option ist die Behandlung mit Emsella®. Dabei handelt es sich um einen speziellen medizinischen Stuhl, der über ein magnetisches Feld den Beckenboden trainiert und kräftigt. Das Beckenbodentraining zielt vor allem darauf ab, Beschwerden wie Blasenschwäche und Belastungsinkontinenz zu verringern. Zudem kann die eigene Leistungsfähigkeit durch das Muskeltraining verbessert werden, was unter anderem für Sportlerinnen interessant sein kann.

Ihre Gesundheit ist kein Tabu

Mithilfe solcher sanften Behandlungen und Ansätze soll dazu beigetragen werden, dass Sie sich wieder rundum wohl in Ihrem Körper fühlen und Beschwerden nachhaltig gelindert werden können. Gynäkologische Beratungen und Behandlungen sind weniger ein Mittel zur „Optimierung“, sondern sollen ein Plus an Lebensqualität unterstützen und Ihnen das Vertrauen in Ihren Körper zurückgeben. Egal, was Sie in diesem Zusammenhang beschäftigt: Sie sind nicht allein und können sich vertrauensvoll an Ihre Praxis wenden. Wir arbeiten aktiv daran, dass Tabus und Scham in Verbindung mit der weiblichen (Intim-)Gesundheit abgebaut werden.

Wenn Sie Veränderungen im Intimbereich bemerken, Schmerzen empfinden, unzufrieden mit Veränderungen im Intimbereich sind oder sich mit Fragen rund um Ihre vaginale Gesundheit allein fühlen: Sprechen Sie darüber. In unserer Praxis schaffen wir einen geschützten Raum für genau diese Themen. Wir beraten Sie einfühlsam und ohne Zeitdruck – auch zu sanften Behandlungsmöglichkeiten, die individuell auf Ihre Situation abgestimmt werden können.

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, vereinbaren Sie gern einen Termin für ein Beratungsgespräch in der Praxis. Wir freuen uns auf Sie!

Umgang mit Intimität und Sexualität bei Lichen sclerosus

Körperliche Nähe und Intimität gehören für viele Menschen zu einem erfüllten Leben – sei es durch Zärtlichkeit, Sexualität oder das einfache Gefühl, sich im eigenen Körper wohlzufühlen. Doch genau das kann für manche Frauen zur Herausforderung werden: Lichen sclerosus, eine chronische Erkrankung im Intimbereich, bringt nicht nur körperliche Beschwerden wie Juckreiz, Brennen oder Schmerzen mit sich, sondern sie wirkt oft auch tief ins persönliche Erleben hinein. Viele Betroffene fühlen sich verunsichert, gehemmt oder entwickeln Schamgefühle, die Nähe und Intimität belasten können. Wenn der eigene Körper zur Quelle von Unbehagen wird, verändert das nicht selten auch das Verhältnis zu sich selbst und zu anderen. In diesem Beitrag wollen wir näher auf dieses Thema eingehen und Ihnen zeigen, wie Lichen sclerosus sanft mithilfe der Lasertherapie (MonaLisa Touch®) behandelt werden kann.

Was steckt hinter der Erkrankung Lichen sclerosus?

Lichen sclerosus ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die überwiegend den Intimbereich betrifft und vor allem bei Frauen auftritt. Auch wenn die genauen Ursachen bislang nicht vollständig geklärt sind, vermuten Fachleute, dass hormonelle Faktoren und eine Fehlregulation des Immunsystems bei der Entstehung eine Rolle spielen könnten.

Die Beschwerden können sehr belastend sein: starker Juckreiz, Brennen, Schmerzen, weißliche Hautveränderungen und feine Einrisse, die mit der Zeit vernarben können. Im fortgeschrittenen Stadium kann es sogar zu einem Gewebeabbau (Atrophie) kommen, der die Funktion und das Aussehen des Intimbereichs verändert.

Doch Lichen sclerosus wirkt nicht nur auf der Haut – auch psychisch stellt die Erkrankung viele Frauen vor große Herausforderungen. Die sicht- und spürbaren Veränderungen führen häufig zu einem Gefühl von Fremdheit im eigenen Körper. Obwohl Lichen sclerosus nichts mit mangelnder Hygiene oder persönlichem Fehlverhalten zu tun hat, empfinden viele Betroffene Scham – insbesondere, wenn es um intime Nähe geht. Die Erkrankung ist nicht ansteckend, aber dennoch mit einer hohen emotionalen Belastung verbunden.

Sexualität und Nähe: Wenn der Körper Grenzen setzt

Viele betroffene Frauen berichten, dass sich ihr Sexualleben durch Lichen sclerosus spürbar verändert. Das eigene Körpergefühl, Unsicherheit im Umgang mit dem eigenen Intimbereich, Rückzug aus intimen Situationen – all das kann dazu führen, dass Nähe und Sexualität zur Belastung werden. Hinzu kommen häufig Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie).

Gerade weil Sexualität und intime Beschwerden nach wie vor noch tabuisiert sein können, fällt es vielen Frauen schwer, Hilfe zu suchen oder überhaupt über das Thema zu sprechen. Oft fehlt es an gut zugänglichen Informationen oder spezialisierten Anlaufstellen. Viele Betroffene bleiben daher lange Zeit mit ihren Beschwerden allein – ohne zu wissen, was mit ihrem Körper geschieht oder dass es überhaupt Behandlungsoptionen gibt.

Zudem ist Lichen sclerosus eine vergleichsweise wenig bekannte Erkrankung, selbst im medizinischen Alltag. Nicht selten wird sie fehldiagnostiziert oder gar übersehen, was eine zusätzliche Belastung für die Patientinnen darstellt, die oft einen langen Weg bis zur richtigen Diagnose und passenden Behandlung zurücklegen müssen.

Diagnose – die Bedeutung einer frühzeitigen Abklärung

Je früher Lichen sclerosus erkannt wird, desto besser kann das Voranschreiten der Veränderungen und Beschwerden ausgebremst werden. Da es sich um eine chronische Erkrankung handelt, deren Ursachen noch unklar sind, ist es bislang nicht möglich, sie zu heilen. Sie kann aber sehr gut behandelt werden.

In der gynäkologischen Praxis erfolgt die Diagnose mithilfe einer sorgsamen körperlichen Untersuchung. Lichen sclerosus hat ein spezielles Krankheitsbild, das Expert:innen in der Regel sehr gut erkennen und differenzieren können. In manchen Fällen kann eine zusätzliche Gewebeprobe sinnvoll sein, um andere Hauterkrankungen auszuschließen.

Für viele Frauen ist vor allem der erste Schritt der bedeutsamste: Sich Hilfe zu suchen und offen darüber zu sprechen. Deshalb möchten wir an dieser Stelle noch einmal betonen: In unserer Praxis gibt es keine Tabus. Uns liegt es am Herzen, Ihnen weiterzuhelfen und Ihnen alle medizinischen Möglichkeiten für Ihr Anliegen darzulegen, um die geeignete Behandlung für Sie zu finden. Wir sind für Sie da – Sie können ganz offen und vertrauensvoll mit uns sprechen.

Sanfte Behandlung – Lebensqualität zurückgewinnen.

Die Basistherapie bei Lichen sclerosus besteht in der Regel in der regelmäßigen Anwendung kortisonhaltiger Salben. Diese wirken entzündungshemmend und sollen helfen, Hautveränderungen und Vernarbungen möglichst zu verhindern. Eine begleitende, sanfte Hautpflege unterstützt die Wirkung und trägt zur Stabilisierung der Hautbarriere bei.

Darüber hinaus kommen bei anhaltenden Beschwerden oder als ergänzende Maßnahme auch neuere Verfahren zum Einsatz. In unserer Praxis nutzen wir beispielsweise die Laserbehandlung mit MonaLisa Touch®. Dabei regen gezielte, niedrig dosierte Laserimpulse das Gewebe im Intimbereich an, vermehrt Kollagen zu bilden und die Zellregeneration zu fördern. Die Durchblutung kann verbessert, die Befeuchtung der Schleimhaut unterstützt und die Struktur des Gewebes gestärkt werden. Ziel ist es, die Beschwerden zu lindern und einer fortschreitenden Atrophie entgegenzuwirken – insbesondere bei Patientinnen, die auf die Standardtherapie allein nicht ausreichend ansprechen.

Mit der passenden Behandlung lassen sich Schübe oft deutlich reduzieren. Manche Frauen erleben über lange Zeiträume hinweg eine spürbare Beschwerdefreiheit – was erheblich zur Lebensqualität beitragen kann.

In kleinen Schritten zurück zur Sexualität

Sexualität ist ein wichtiger Bestandteil von Lebensqualität – und zugleich eng verknüpft mit dem eigenen Wohlbefinden. Viele Frauen erleben: Erst wenn sie sich in ihrem Körper sicher und angenommen fühlen, können sie Nähe zulassen und Intimität genießen. Genau hier setzt auch die Unterstützung bei Lichen sclerosus an.

Ein erster, oft entlastender Schritt ist das offene Gespräch – sei es im geschützten Rahmen einer gynäkologischen Praxis oder im Austausch mit anderen Betroffenen, etwa in einer Selbsthilfegruppe. Viele Frauen schöpfen daraus nicht nur Klarheit, sondern auch Mut und Zuversicht, um das Thema auch in der Partnerschaft anzusprechen.

Eine passende und wirksame Behandlung kann zusätzlich dazu beitragen, das Vertrauen in den eigenen Körper wieder aufzubauen. Auf diese Weise wird es trotz der Belastung durch die Erkrankung möglich, Intimität neu zu erleben und als bereichernden Teil des Lebens zurückzugewinnen.

Ihr Beratungstermin in unserer Praxis

Lichen sclerosus kann das Leben verändern – muss es aber nicht dauerhaft einschränken. Wenn Sie betroffen sind, zögern Sie nicht, sich Unterstützung zu holen. In unserer Praxis nehmen wir uns Zeit für Ihre Fragen und beraten Sie einfühlsam zu sanften Behandlungsmöglichkeiten. Wir verstehen, dass es ein großer Schritt ist, der oft viel Mut und Überwindung kostet – wir sind für Sie da, um gemeinsam die passende Lösung zu suchen, damit Sie sich wieder wohler fühlen können und Beschwerden gelindert werden.

Stressinkontinenz – Wenn ein Lachen zur Herausforderung wird (und was wirklich hilft)

Ein herzhaftes Lachen, ein kräftiges Husten oder das bloße Steigen von Treppen – all das können Auslöser für einen plötzlichen Urinverlust sein. Bei der sogenannten Stressinkontinenz sorgt Druck auf die Blase dafür, dass unwillkürlich Urin entwicht. Für die betroffenen Frauen stellt Stressinkontinenz oft eine große Belastung dar: Der Urinverlust wird als sehr unangenehm und peinlich empfunden. Vor allem die Unberechenbarkeit und die stetige Angst vor einem neuen „Malheur“ kann die Frauen einschränken und die Lebensqualität senken. Wie lässt sich eine Stressinkontinenz behandeln? Wir zeigen Ihnen praktische Tipps für den Alltag und stellen Ihnen die sanften Behandlungen mit MonaLisa Touch® und Emsella® vor.

Stressinkontinenz erklärt

Die Bezeichnung Stressinkontinenz beziehst sich nicht auf seelischen Stress, sondern auf körperliche Belastungen. Daher ist auch der Name Belastungsinkontinenz geläufig. Natürlich spielt auch die psychische Komponente eine Rolle, indem die Frauen durch die Inkontinenz negativ beeinflusst werden, unglücklicher sind oder auch Angst und Scham empfinden. Für das Auftreten der Stressinkontinenz spielt das aber eine untergeordnete Rolle – zwar kann die Blasenschwäche auch durch die Psyche verstärkt werden, in erster Linie sind es aber mechanische Gründe.

Im gesunden Zustand wird Urin in der Blase gespeichert und kontrolliert abgelassen. Beteiligt daran sind:

  • Die Harnblase, die den Urin speichert.
  • Die Harnröhre, die den Urin nach außen ableitet.
  • Der Blasenschließmuskel, der die Blase abdichtet.
  • Die Beckenbodenmuskulatur, die die Blase stützt und die Kontrolle über den Schließmuskel verbessert.
  • Das Nervensystem, das die Koordination zwischen Blasenmuskulatur und Schließmuskel übernimmt.

Normalerweise ist die Harnröhre fest verschlossen, sodass auch bei voller Blase kein Urin austritt. Erst beim Toilettengang entspannt der Schließmuskel und die Blasenmuskulatur zieht sich zusammen, um so den Urin abzugeben. Dieser Vorgang geschieht bewusst und kontrolliert.

Bei einer Stressinkontinenz ist ebendieses Gleichgewicht gestört, da der Verschlussmechanismus geschwächt ist. Druck von außen (z. B. beim Lachen, Husten, Hüpfen) führt zu einem plötzlichen Anstieg des Drucks im Bauchinnenraum, der direkt auf die Blase übertragen wird. Üblicherweise würde die Beckenbodenmuskulatur diesem Druck entgegenwirken – ist sie jedoch geschwächt, kann die Harnröhre den Urin nicht mehr abhalten und es kommt zum Urinverlust. Neben einer schwachen Beckenbodenmuskulatur kann auch ein Absinken der Blase (z. B. durch eine Schwangerschaft oder infolge einer OP) Stressinkontinenz hervorrufen.

Wodurch wird die Beckenbodenmuskulatur geschwächt?

Es gibt verschiedene Gründe, die dazu beitragen, dass die Beckenbodenmuskulatur an Kraft verliert. Zunächst spielt der natürliche Alterungsprozess eine Rolle: Alle Gewebe und Muskeln verändern sich mit der Zeit und können erschlaffen. Wird die Beckenbodenmuskulatur nicht trainiert, nimmt ihre Muskelstärke wie auch bei allen anderen Muskeln möglicherweise ab.

Weitere Faktoren sind:

  • Schwangerschaft und Geburt: Das zunehmende Gewicht der Gebärmutter kann die Beckenbodenmuskulatur belasten. Außerdem wird bei einer vaginalen Geburt der Beckenboden stark gedehnt oder teilweise sogar verletzt.
  • Hormonelle Veränderungen: Ein häufiger Grund ist der sinkende Östrogenspiegel in den Wechseljahren, da er dazu beiträgt, dass das Bindegewebe schwächer wird und die Muskeln sich leicht abbauen. Das wirkt sich unweigerlich auch auf den Beckenboden aus.
  • Übergewicht: Überschüssiges Gewicht ist für den Körper eine zusätzliche Last. Der Beckenboden muss in diesem Fall rund um die Uhr „mehr tragen“, was ihn auf Dauer schwächen kann.
  • Chronischer Druck: Wiederkehrende, starke Belastung (z. B. durch unsaubere oder zu starke Sportübungen, chronischen Husten, Verdauungsprobleme) kann den Beckenboden ebenfalls schädigen und überlasten.
  • Toilettengewohnheiten: Zu frühzeitiges, häufiges Entleeren der Blase und starkes Pressen können einen negativen Einfluss auf die Muskulatur des Beckenbodens nehmen und ihn langfristig schwächen.
  • OPs und Verletzungen: Nicht zuletzt können Schäden und Schwächen auch durch Operationen oder Verletzungen im Bauchraum hervorgerufen werden und den Beckenboden destabilisieren.

Emsella® stärkt den Beckenboden ohne Sport

Um den Beckenboden wieder aufzubauen, eignen sich gezielte Übungen. Bekannt sind vor allem die sogenannten Kegel-Übungen, die das Bewusstsein für die Beckenbodenmuskulatur verbessern und ein gutes Training dieser wichtigen Strukturen ermöglichen sollen.

Für einen maximalen Trainingseffekt ohne eigene körperliche Anstrengung gibt es zudem die Option einer sanften Behandlung mit Emsella®. Dabei handelt es sich um einen speziellen medizinischen Stuhl, der die Beckenbodenmuskulatur sowie die untere Rücken- und Bauchmuskulatur mithilfe elektromagnetischer Impulse anspricht. Durch die Energie werden die Muskeln zusammengezogen, was auch als supramaximale Kontraktionen bezeichnet wird. Gemeint ist damit, dass die Muskeln bestmöglich angesprochen und trainiert werden – auf eine Weise, wie es ein herkömmliches Training nur schwer bis gar nicht erreichen kann. Eine etwa 30-minütige Sitzung mit Emsella® erzielt rund 11.000 Kontraktionen. Somit lässt sich der Beckenboden bei regelmäßiger Anwendung langfristig aufbauen, was wiederum Beschwerden wie Stressinkontinenz aktiv entgegenwirkt.

Erfahren Sie hier mehr zu Emsella®.

Weitere Möglichkeit gegen Stressinkontinenz: MonaLisa Touch®

Eine zweite sanfte Behandlung, die wir in unserer Praxis anbieten, ist die Lasertherapie mit MonaLisa Touch®. Über einen speziellen Applikator werden Impulse an das Vaginalgewebe abgegeben. Daraufhin werden körpereigene Reparatur- und Neubildungsprozesse angeregt, die unter anderem dazu führen, dass neue Zellen gebildet, die Durchblutung verbessert und die Sauerstoff- sowie Nährstoffversorgung gefördert wird. In der Folge baut sich das Gewebe auf und strafft sich. Dies kann sich auch positiv auf den Beckenbodenbereich und die Schließmuskelfunktion auswirken.

Mehr zu MonaLisa Touch® können Sie hier nachlesen.

Mehr zu den sanften Behandlungen gegen Stressinkontinenz

Um die geeignete Lösung für Ihre Anliegen zu finden, ist ein persönliches Beratungsgespräch unumgänglich. Als erfahrene Gynäkologin nehme ich mir viel Zeit, um Sie ausführlich über die medizinischen Möglichkeiten zu informieren und Ihre Fragen zu beantworten. Vereinbaren Sie einfach einen individuellen Termin für eine unverbindliche Beratung. Mein Team und ich freuen uns auf Sie!

Warum ignorieren Frauen vaginale Beschwerden?

Als gynäkologische Praxis machen wir häufiger die Erfahrung, dass Frauen erst nach einer längeren Zeit mit Beschwerden zu uns kommen, um diese untersuchen und behandeln zu lassen. Woran kann es liegen, dass Frauen sich scheuen, über intime Probleme zu sprechen oder Beschwerden sogar eher hinnehmen, als ärztlich abklären zu lassen? Welche vulvovaginalen Beschwerden gibt es und wie können sie sanft behandelt werden? In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, wie die Gesundheit und das Wohlbefinden des Intimbereichs mit einfachen Maßnahmen verbessert werden können. Zudem möchten wir Sie ermutigen, Unzufriedenheiten, Schmerzen oder andere Beschwerden nicht als „normal“ abzutun, sondern offen über diese zu sprechen!

Scham und Tabuisierung

Themen rund um den Intimbereich und Sexualität sind auch in unserer modernen Gesellschaft zu einem gewissen Teil tabuisiert. Für viele stellt es demnach eine Hürde dar, über solch intime Angelegenheiten und vor allem Probleme zu sprechen. Für einige Frauen kann es unangenehm und beschämend sein. Da jedoch weniger darüber gesprochen wird, führt das unweigerlich auch dazu, dass weniger über diese Themen bekannt ist. Mangelndes Wissen zu Beschwerden, Diagnosen und Behandlungen trägt dazu bei, dass die Beschwerden ignoriert oder sogar als „normal“ hingenommen werden. Zudem können Fehlinformationen und Mythen entstehen, die sogar generationsübergreifend bestehen bleiben. Selbst bei starken Schmerzen, Einschränkungen des Alltags und einer verminderten Lebensqualität bleiben viele Frauen mit diesen Sorgen allein, da es „schon immer so war“ oder „zum Frausein dazugehört“.

Unterschätzung der Symptome

Mit dem zuvor beschriebenen Problem, dass Frauen Beschwerden und Symptome als „normal für Frauen“ ansehen, geht auch die Unterschätzung von Symptomen einher. Für Frauen ist es mit diesem Denken schwierig, abzuschätzen, wann Symptome untersucht und behandelt werden sollten. Bestenfalls sollten sie gar keine Beschwerden haben, doch sie scheuen sich, mit „jeder Kleinigkeit“ einen Arzt aufzusuchen. Es besteht die Angst, die Praxis unnötig zu beanspruchen oder beurteilt zu werden, obwohl es um die eigene Gesundheit und das Wohlbefinden geht. Bestimmte Erkrankungen wie beispielsweise Endometriose bleiben so mitunter lange unentdeckt und unbehandelt. Auch für die allgemeine Erforschung solcher Erkrankungen ist das kontraproduktiv.

Gender Health Gap

Auch das sogenannte Gender Health Gap spielt eine Rolle dabei, wenn Frauen dazu neigen, gesundheitliche Probleme zu verharmlosen. Gemeint ist damit, dass der weibliche Körper und die weibliche Gesundheit im medizinischen Bereich unterpräsentiert sind. Der Körper von Frauen zeigt bei Erkrankungen mitunter andere Symptome als der von Männern. Auch Behandlungen und Medikationen sollten immer an das Individuum angepasst werden – häufig werden hier jedoch durchschnittliche Daten von Männern genommen. Dies kann dazu führen, dass Frauen falsch diagnostiziert oder behandelt werden und sich scheuen, einen Arzt aufzusuchen, weil sie sich möglicherweise nicht ernstgenommen fühlen oder ihre Probleme zu wenig erforscht sind.

Angst vor Diagnosen

Neben den genannten gesellschaftlichen und strukturellen Faktoren kann auch die Angst vor einer „schlimmen Diagnose“ dazu beitragen, den Arztbesuch auszuschließen. Dies hängt in gewisser Weise auch mit der unzureichenden Thematisierung gynäkologischer Themen zusammen: Da wenig über intime Beschwerden gesprochen wird, können Frauen sie auch schwieriger einordnen und befürchten eventuell schwere Erkrankungen hinter den Symptomen.

Wichtig ist: Hinter vielen Symptomen stecken oftmals leichte Erkrankungen und Dysfunktionen, die bereits mit einfachen Maßnahmen und sanften Behandlungen therapiert werden können. Sollte es sich um eine schwere Erkrankung handeln, ist es umso wichtiger, sich frühzeitig an einen Arzt zu wenden, um die geeignete Behandlung einzuleiten und weitere Folgen zu vermeiden. Ihre Gesundheit ist ein hohes Gut, das auch uns sehr am Herzen liegt. Sie können sich mit allen Fragen und Beschwerden jederzeit an uns richten!

Selbstdiagnose und Eigenbehandlung

Einige Frauen versuchen, Symptome und Beschwerden zunächst mit Hausmitteln und freierhältlichen Medikamenten selbst zu behandeln. Dies zögert den Arztbesuch hinaus. Fehlt eine fachärztliche Diagnose, konzentriert sich die Eigenbehandlung in der Regel darauf, bestehende Symptome zu lindern. Die eigentliche Ursache bleibt dabei möglicherweise bestehen. Eine falsche Behandlung kann sogar dazu führen, dass sich Symptome verstärken.

Von einer Selbstdiagnose ist unbedingt abzuraten. Lassen Sie Symptome immer ärztlich untersuchen. Ihre Gynäkologin oder Ihr Gynäkologe kann Ihnen individuell und gezielt helfen.

Typische vulvovaginale Beschwerden

Nachdem wir nun häufig über vulvovaginale Beschwerden und der Problematik, diese zu ignorieren, gesprochen haben, bleibt die Frage: Welche typischen vulvovaginalen Symptome gibt es eigentlich? Eins der häufigen Probleme ist Scheidentrockenheit. Vor allem in der Zeit der hormonellen Umstellung (z. B. Schwangerschaft, Wechseljahre) erfahren viele Frauen vaginale Trockenheit. Zudem kann eine zu akribische Hygiene oder falsche Hygienemittel Scheidentrockenheit begünstigen. Auch Stress, Belastungen und weitere Faktoren können eine Rolle spielen. Oftmals ist Scheidentrockenheit ein schambesetztes Thema, das eher „ertragen“ wird. Dabei gibt es sanfte Behandlungsmethoden, die sehr gute Ergebnisse erreichen können.

Weitere vulvovaginale Beschwerden sind:

  • Juckreiz, Brennen
  • Atrophie (Geweberückgang)
  • Schmerzen beim Wasserlassen
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Reizungen, Irritationen
  • Infektionen

Auch Blasenschwäche betrifft viele Frauen. Sie ist auf eine geschwächte Beckenbodenmuskulatur zurückzuführen. Mithilfe eines gezielten Beckenbodentrainings kann Blasenschwäche gelindert werden. Wir bieten neben der Laserbehandlung auch die Behandlung mit Emsella® an.

Sanfte Behandlung bei vulvovaginalen Beschwerden: Lasertherapie mit MonaLisa Touch®

Eine Lösung für diverse vulvovaginale Beschwerden ist die sanfte Laserbehandlung mit MonaLisa Touch®. Über eine spezielle Vaginalsonde werden Impulse an das Scheidengewebe abgegeben, die die Kollagensynthese, die Reparaturprozesse und die Durchblutung anregen. Dadurch wird der Intimbereich verjüngt, gestärkt und regeneriert. Auch die Lubrikation (Befeuchtung) verbessert sich, was Beschwerden wir Juckreiz, Brennen und Scheidentrockenheit reduziert. Ebenso kann mit der Lasertherapie Lichen sclerosus behandelt werden.

Alle Einzelheiten zur schonenden Laserbehandlung erfahren Sie im persönlichen Beratungsgespräch in unserer Praxis. Ganz egal, welche Beschwerden und Symptome Sie haben, wir sind für Sie da und suchen gemeinsam mit Ihnen nach der geeigneten Behandlung für mehr Wohlbefinden und Lebensfreude. Scham und Tabus haben bei uns keinen Platz. Sie können ganz offen mit uns sprechen. Wir freuen uns auf Sie!

Diese Website verwendet Cookies - nähere Informationen dazu und zu Ihren Rechten als Benutzer finden Sie in unserer Datenschutzerklärung am Ende der Seite. Klicken Sie auf „Ich stimme zu", um Cookies zu akzeptieren und direkt unsere Website besuchen zu können. Ich stimme zu