FAQ

Ihre Gesundheit. Ihre Fragen. Unsere Antworten.

Beschwerden im Intimbereich oder körperliche Veränderungen werfen oft Fragen auf – und nicht immer fällt es leicht, darüber zu sprechen.

In unseren FAQs finden Sie deshalb verständliche Antworten auf häufige Fragen rund um die weibliche Gesundheit und unterschiedliche Lebensphasen. So möchten wir Sie dabei unterstützen, Beschwerden bereits vor einem Termin in unserer Praxis besser einordnen zu können und mögliche Behandlungsmöglichkeiten kennenzulernen. Und wenn dennoch Fragen offenbleiben, sind wir selbstverständlich gerne persönlich für Sie da.

Fragen zu Scheidentrockenheit

Was verursacht Scheidentrockenheit?

Es gibt verschiedene Gründe, weshalb die Feuchtigkeitsversorgung im Intimbereich gestört sein kann. Zu den häufigsten Auslösern gehören die Wechseljahre, da der Östrogenspiegel in dieser Zeit sinkt und sich das oft auch auf das Gewebe auswirkt. Weitere mögliche Ursachen sind Schwangerschaft und Stillzeit, hormonelle Verhütungsmittel, medizinische Eingriffe an den Eierstöcken, bestimmte Medikamente und Vorerkrankungen. Auch Rauchen, eine zu aggressive Intimhygiene und Stress können zu Scheidentrockenheit beitragen.

In welchem Alter beginnt Scheidentrockenheit?

Es gibt kein typisches Alter für Scheidentrockenheit. Viele Frauen bemerken vor allem in den Wechseljahren Veränderungen im Intimbereich wie Trockenheit. Doch auch bei jungen Frauen kann es durch unterschiedliche Gründe vorübergehend oder anhaltend zu einer trockenen Scheide kommen.

Was kann ich gegen Scheidentrockenheit tun?

Zu den ersten Maßnahmen gehören häufig feuchtigkeitsspendende Cremes und Gele für den Vaginalbereich. Diese können Symptome wie Brennen und Jucken bei Trockenheit meist effektiv und schnell lindern. Auch eine Anpassung der Intimhygiene, ausreichend Trinken und Entspannungsübungen können – je nach Auslöser – unterstützend sein. Um die Beschwerden langfristig zu lindern, ist es jedoch wichtig, die genauen Ursachen zu ermitteln und gegebenenfalls Behandlungen (z. B. Hormontherapie, Lasertherapie) miteinzubeziehen.

Was sind Anzeichen für Scheidentrockenheit?

Zu den typischen Symptomen, die auf eine Scheidentrockenheit hindeuten können, gehören:

– Brennen und Jucken (oft beim Gehen, Sitzen oder Sport)
– Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
– Wundgefühl
– Druckgefühl in der Scheide
– manchmal leichte Blutungen (z. B. beim Sex)

Außerdem können Begleitfolgen wie häufige Infektionen durch die gestörte Vaginalflora oder kleine Risse durch fehlende Elastizität auftreten.

Fragen zu Vaginaler Athropie

Was ist vaginale Atrophie?

Vaginale Atrophie ist eine Strukturveränderung im Vaginalgewebe. Dabei werden die Schleimhäute dünner und das Gewebe bildet sich langsam zurück. Mit fortschreitender Atrophie können Beschwerden wie Juckreiz, Brennen, Schmerzen und auch Verletzungen auftreten. Einer der Hauptauslöser ist Östrogenmangel (z. B. durch die Wechseljahre).

Was tun bei vaginaler Atrophie?

Beschwerden, die den Intimbereich betreffen, werden ungern offen angesprochen. Deshalb ist ein erster wichtiger Schritt bei Symptomen wie Brennen, Juckreiz oder Scheidentrockenheit, diese bei Ihrer Gynäkologin anzusprechen und ärztlich abklären zu lassen. Nur so kann eine geeignete Behandlung gefunden werden.

In unserer Praxis gibt es keine Tabus. Sie können ganz offen mit uns sprechen. Vaginale Beschwerden müssen nicht einfach akzeptiert oder hingenommen werden – in der modernen Medizin stehen für viele Indikationen gezielte Maßnahmen und sanfte Behandlungen zur Verfügung, die zu mehr Wohlbefinden beitragen können.

Wie fühlt sich vaginale Atrophie an?

Eine vaginale Atrophie entwickelt sich meist schleichend. Die Symptome können dabei individuell unterschiedlich sein. Häufig bemerken Frauen zunächst ein vermehrt trockenes oder wundes Gefühl im Intimbereich. Auch starkes Brennen und Jucken können auftreten. Mit der Zeit wird das Gewebe dünner und reagiert mitunter empfindlicher auf Einflüsse. Da diese Beschwerden auch bei anderen Erkrankungen auftreten können, ist eine gynäkologische Untersuchung zur Abklärung in jedem Fall sinnvoll.

Was passiert, wenn vaginale Atrophie nicht behandelt wird?

Eine vaginale Atrophie geht in der Regel nicht von allein wieder weg. Unbehandelt kann der Geweberückgang mit der Zeit fortschreiten und neue Beschwerden begünstigen beziehungsweise bestehende Beschwerden verstärken.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Je nach Ursache und Stärke der Beschwerden kommen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten infrage. Zunächst können lokale Hormontherapien mit Zäpfen, hormonfreie Feuchtigkeitscremes oder spezielle Gele eingesetzt werden. Darüber hinaus können systemische Behandlungen mit Medikamenten oder die sanfte Laserbehandlung (in unserer Praxis MonaLisa Touch®) erfolgen. Welche Behandlung geeignet ist, richtet sich nach Ursache und Ausprägung der Beschwerden.

Fragen zu Beschwerden beim Geschlechtsverkehr

Warum habe ich Schmerzen beim Geschlechtsverkehr?

Schmerzen beim Geschlechtsverkehr können verschiedene Ursachen haben. Zunächst ist wichtig: Diese Beschwerden sind weder ein Tabu noch müssen Sie dafür irgendeine Schuld auf sich nehmen oder Schmerzen einfach ertragen. Mit einem offenen Gespräch lassen sich die Gründe meist gut ermitteln und mit sanften Maßnahmen oftmals langfristig reduzieren.

Als mögliche Auslöser kommen unter anderem mangelnde Feuchtigkeit, fehlende Erregung, körperliche Ursachen wie Entzündungen oder Lichen sclerosus, Hormonveränderungen oder eine verkrampfte Beckenbodenmuskulatur infrage. Auch eine seelische Belastung oder chronischer Stress können dazu beitragen.

Sind Schmerzen beim Geschlechtsverkehr normal?

Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie) sollten nicht als normal hingenommen, sondern gynäkologisch untersucht und besprochen werden. Sie werden durch Faktoren wie Scheidentrockenheit, Infektionen, hormonelle Veränderungen oder andere Erkrankungen ausgelöst. Obwohl die zugrundeliegenden Auslöser in den meisten Fällen harmlos und gut behandelbar sind, können sie das Wohlbefinden und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen.

Wann sollte ich eine Frauenärztin oder einen Frauenarzt aufsuchen?

Grundsätzlich sollten Sie niemals das Gefühl haben, dass Sie Schmerzen oder Beschwerden im Intimbereich hinnehmen oder einfach aushalten müssen. Jegliche Probleme und Unsicherheiten können Sie jederzeit in unserer Praxis offen ansprechen – und wir suchen gemeinsam eine passende Lösung.

So auch bei Schmerzen beim Geschlechtsverkehr: Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn Schmerzen anhalten, gehäuft auftreten oder stärker werden. In vielen Fällen gibt es sanfte Behandlungen und Maßnahmen, die die Beschwerden lindern und das Wohlbefinden verbessern können. Auch bei leichten Beschwerden sollten Sie sich nicht scheuen, ärztlichen Rat einzuholen, wenn Sie sich eingeschränkt oder unwohl fühlen.

Welche Untersuchungen sind zur Abklärung notwendig?

Zunächst führen wir eine gründliche Anamnese durch, um gesundheitliche Informationen einzuholen und festzustellen, was genau Sie beschäftigt. Anschließend folgt in der Regel eine gynäkologische Untersuchung, um Organe und Funktionen zu kontrollieren. Je nach Beschwerdebild und möglichen Ursachen für die Schmerzen können weiterführende Untersuchungen wie Abstriche, Laborwerte und Bestimmung der Hormonwerte sowie eine Untersuchung der Beckenbodenmuskulatur infrage kommen. Dies wird immer individuell festgelegt und besprochen.

Persönliche Beratung

Ihre Frage ist nicht dabei? Dann vereinbaren Sie telefonisch unter +49 (0)30 30 10 91 93 oder bequem online einen Termin in unserer Praxis. Wir nehmen uns Zeit für Ihre Fragen und beraten Sie individuell.