Lichen sclerosus: Lassen sich Symptome mit Lasertherapie reduzieren?

Lichen sclerosus ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung. Sie betrifft vor allem den Intim- und Analbereich. Für die Betroffenen geht die Erkrankung oftmals sowohl mit körperlichen als auch seelischen starken Belastungen einher. Die Hautareale sind gerötet, brennen, jucken und können feine Risse bilden. Im Verlauf kann es auch zu Vernarbungen kommen. Durch die Beschwerden wird oftmals sowohl der Alltag als auch die Sexualität und das eigene Körpergefühl beeinträchtigt. Hinzu kommt, dass die Erkrankung bislang nicht heilbar ist. Mit der richtigen Diagnose und Therapie ist es jedoch möglich, die Symptome effektiv zu lindern, die Schübe zu reduzieren und das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen.

Neben der medikamentösen Behandlung hat sich in den letzten Jahren zunehmend auch die lichtgestützte Lasertherapie als unterstützende Maßnahme etabliert. In unserer Praxis bieten wir die Lasertherapie mit MonaLisa Touch® an. Das Verfahren wurde speziell für vulvovaginale Beschwerden entwickelt und zeigt aus unserer Erfahrung oft gute Erfolge bei der Behandlung von Lichen sclerosus.

Standardtherapie mit Kortison – bewährt, aber nicht immer genug

In der Regel umfasst die Therapie bei Lichen sclerosus eine hochpotente Kortisonbehandlung. Meist werden spezielle Salben verwendet, die direkt auf die lokalen Stellen aufgetragen werden. Täglich wird das Areal durch die Salbe beruhigt und gepflegt. Nach der Akutbehandlung von etwa zwölf Wochen kann die Anwendung meist auf ein- bis zweimal pro Woche reduziert werden.

Durch das Kortison werden die Entzündungsneigung reduziert und der Juckreiz gelindert. Zudem wird dem weiteren Vernarben des Gewebes entgegengewirkt. Die Kortisontherapie hilft dabei, Symptome zu lindern und das Voranschreiten der Erkrankung zu bremsen.

Bei vielen Patientinnen zeigt die Kortisonbehandlung in Verbindung mit weiteren Pflegetipps bereits gute Erfolge. Doch nicht in jedem Fall reichen die erzielten Ergebnisse aus. In manchen Fällen bleiben die gewünschten Resultate aus.

Ein Teil der Betroffenen berichtet über:

  • unzureichende Symptomkontrolle
  • wiederkehrende Schübe trotz Therapie
  • Angst vor Langzeitnebenwirkungen

Daher wächst zunehmend das Interesse an einer unterstützenden, sanften Therapie, die auf die Geweberegeneration und Hautstruktur abzielt. Genau hier setzt die Lasertherapie an.

Warum reagiert der Intimbereich überhaupt so sensibel?

Im äußeren Genitalbereich ist die Haut besonders dünn und gut durchblutet. Zudem verlaufen dort zahlreiche feine Nervenenden. Gleichzeitig ist die Intimhaut mechanischen Reizen, Feuchtigkeit, hormonellen Schwankungen und Entzündungsprozessen ausgesetzt. Kommt es nun zusätzlich zu einer Lichen-sclerosus-Erkrankung, treten außerdem strukturelle Veränderungen ein. Das Gewebe wird dünner, weniger elastisch und somit auch anfälliger für Verletzungen.

All diese Faktoren zusammen zeigen, warum Lichen sclerosus im Intimbereich so eine starke Belastung und Einschränkung für die Patientinnen darstellen kann. Ein Therapieansatz, der sich auf den Aufbau des belasteten Gewebes fokussiert, stellt eine wertvolle Unterstützung zur medikamentösen Behandlung dar, die vorrangig der Entzündungshemmung dient.

Was ist eine Lasertherapie im Intimbereich?

Eine vaginale Lasertherapie ist ein medizinisches Verfahren, das speziell für diesen sensiblen Bereich konzipiert wurde. Dabei wird gebündelte Lichtenergie gezielt auf das Gewebe gerichtet, um dort körpereigene Regenerationsprozesse in den tiefen Gewebeschichten anzustoßen. Dies geschieht über kontrollierte Wärmeentwicklung. Sie stimuliert die Bildung von Kollagen und Elastin. Zudem wird die Durchblutung gefördert, was sich auch positiv auf die Nährstoffversorgung auswirkt.

Im gynäkologischen Kontext findet die Lasertherapie neben der Behandlung von Lichen sclerosus auch Anwendung in folgenden Bereichen:

  • vaginaler Atrophie
  • Schleimhautveränderungen
  • Belastungsinkontinenz

Wie soll Lasertherapie bei Lichen sclerosus wirken?

Der Hauptfokus der Lasertherapie liegt auf einer Stimulation und Stärkung des Gewebes. Aus der Erfahrung zeigt sich, dass die Lasertherapie unter anderem folgende positive Effekte begünstigen kann:

  • Anregung der Kollagenneubildung
  • Verbesserung der Durchblutung
  • Förderung der Schleimhaut- und Hautstruktur
  • Erhöhung der Elastizität des Gewebes
  • mögliche Reduktion von Mikrorissen

Ziel ist es, die Haut widerstandsfähiger zu machen und Symptome wie Trockenheit, Spannungsgefühl oder Schmerzen zu reduzieren. Die Lasertherapie ist nicht dazu gedacht, andere Verfahren zu ersetzen, sondern sie sinnvoll und sanft zu ergänzen.

Mehr zur Lasertherapie bei Lichen sclerosus

Wenn Sie mehr zur vaginalen Lasertherapie erfahren möchten, kontaktieren Sie uns gern für ein persönliches Beratungsgespräch in der Praxis. Sie erreichen uns telefonisch und über unsere Online-Buchung. Wir klären Sie umfassend zu MonaLisa Touch® auf und schauen gemeinsam, ob die Behandlung für Ihren Befund und Ihre Behandlungsziele sinnvoll ist. Weitere Informationen finden Sie außerdem hier auf unserer Behandlungsseite: MonaLisa Touch®.