Tipps gegen Wechseljahresbeschwerden – das können Sie tun

Wechseljahresbeschwerden können das Wohlbefinden und die Lebensqualität von Frauen stark einschränken. Viele Frauen suchen daher nach Wegen, um selbst besser mit den Symptomen und Veränderungen umgehen und die Beschwerden selbstständig lindern zu können. Sowohl eine Ernährungsumstellung, Sport oder Yoga können bereits helfen, einzelne Wechseljahresbeschwerden abzuschwächen. Welche Methoden infragekommen, entscheidet jede Patientin selbst. Häufig müssen sie zunächst ein wenig rumprobieren und verschiedene Tipps austesten, um für sich selbst die Verfahren zu finden, die Wirkung zeigen. Nachfolgend habe ich einige Möglichkeiten und Ratschläge zusammengestellt, die Ihnen möglicherweise weiterhelfen können.

Veränderte Östrogenwerte führen zu Beschwerden

Bei den Wechseljahren handelt es sich nicht um eine Erkrankung, sondern um einen natürlichen Prozess. Dennoch sind sie für einen Großteil der Frau mit verschiedenen Beschwerden verbunden. Sowohl körperliche als auch seelische Symptome können auftreten und die individuelle Lebensqualität stark einschränken.

Auslöser für die typischen Wechseljahresbeschwerden ist die Veränderung des Östrogenspiegels im Körper. Mit dem Klimakterium kommt es zu hormonellen Umstellungen. Stellen die Eierstöcke letztendlich die Östrogenproduktion vollständig ein, kommt es zu einem Östrogenmangel, der sich in verschiedenen Symptomen bemerkbar machen kann. Hierzu zählen Schweißausbrüche, Hitzewallungen, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, depressive Verstimmungen, Nervosität und Angst, Kopfschmerzen und Gewichtsprobleme. An welchen Beschwerden Frauen während dieser Zeit leiden, ist sehr unterschiedlich.

Auf längere Sicht führt der Östrogenmangel bei einigen Frauen auch zu Veränderungen im Genitalbereich. Die Schleimhäute bilden sich zurück, wodurch Scheidentrockenheit, Schmerzen beim Wasserlassen sowie beim Geschlechtsverkehr, leichte Blutungen und Reizungen sowie vermehrte Entzündungen und Infekte folgen können.

Sport und Bewegung an der frischen Luft

Bei vielen gesundheitlichen Themen stellt Sport eine sinnvolle und effektive Ergänzung dar. Denn Sport hilft vielen Menschen dabei, sich zu entspannen und die Stimmung zu pushen. Durch die körperliche Ertüchtigung wird das Blut schneller durch den Körper gepumpt, wodurch auch die Sauerstoffversorgung gefördert wird. Zudem lassen sich durch Sport die Muskulatur stärken und die Beweglichkeit erhöhen. Des Weiteren hilft das regelmäßige Aktivsein dabei, ein normales Gewicht zu halten beziehungsweise ein Übergewicht zu reduzieren und den Blutdruck zu senken.

Ob Sport gezielt gegen Wechseljahresbeschwerden vorgehen kann, wurde bislang in mehreren kleinen Studien untersucht. Ein eindeutiges Ergebnis konnte nicht herausgefunden werden. Fest steht: Schaden können Sport und Spaziergänge in der Natur nicht. Testen Sie am besten selbst aus, was Ihnen guttut und Freude bereitet. Das können unter anderem schnelles Gehen, Nordic Walking, Joggen, Gymnastik oder Schwimmen sein.

Ernährung in den Wechseljahren

Auch bei der Ernährung gibt es verschiedene Tipps, welche Nahrungsmittel zu empfehlen sind und auf welche Sie während der Wechseljahre besser verzichten sollten. Eine zuverlässige wissenschaftliche Grundlage gibt es bisher noch nicht dazu. Ratsam kann es jedoch sein, bei ohnehin starken Schweißausbrüchen und Hitzewallungen scharfe Speisen und Gewürze, Alkohol, Kaffee und andere koffeinhaltige Lebensmittel weitestgehend einzuschränken. Eine ausgewogene und gesunde Ernährung ist in jedem Fall gesundheitsfördernd und kann daher auch dabei helfen, leichter durch die Wechseljahre zu kommen. Zudem können Sie testen, ob bestimmte (Kräuter-)Tees, Pflanzenöle oder der Verzehr von Nüssen sich positiv auf Ihr Wohlbefinden auswirken.

Entspannungstechniken und ein erholsamer Schlaf

Einige Frauen empfinden es als sehr angenehm, gezielte Entspannungsübungen auszuführen und somit den individuellen Stresslevel zu senken. Autogenes Training, Meditation, Yoga, Tai Chi, Atemübungen oder ruhige Tätigkeiten wie Musik zu hören oder zu lesen, sind hierbei nur ein paar Beispiele an Möglichkeiten, um das eigene Körpergefühl zu verbessern. Um ausgeruht und voller Energie in den Tag starten zu können, ist ausreichend Schlaf wichtig. Im Schlaf regenerieren sich die Zellen. Wer genügend und vor allem erholsam schläft, ist geistig sowie körperlich leistungsfähiger.

Ganz wichtig: Stressen Sie sich nicht und bleiben Sie positiv!  

Es mag trivial klingen, doch zu den wichtigsten Tipps, um leichter durch die Wechseljahre zu gehen, gehört es, diesen natürlichen Lebensabschnitt für sich selbst zu akzeptieren und sich auf die Veränderung einzulassen. Wechseljahresbeschwerden können ohne Frage sehr belastend für die Betroffenen sein. Bleiben Sie positiv und versuchen Sie verschiedene Ratschläge aus, um die Beschwerden zu lindern. Empfehlenswert kann es zudem sein, sich mit anderen Frauen auszutauschen und in Foren nach Tipps und Erfahrungen zu suchen. Auch minimalinvasive Behandlungen können stattfinden, um Probleme wie Inkontinenz oder Schmerzen zu reduzieren.