Schmerzen beim Geschlechtsverkehr können verschiedene Ursachen haben. Zunächst ist wichtig: Diese Beschwerden sind weder ein Tabu noch müssen Sie dafür irgendeine Schuld auf sich nehmen oder Schmerzen einfach ertragen. Mit einem offenen Gespräch lassen sich die Gründe meist gut ermitteln und mit sanften Maßnahmen oftmals langfristig reduzieren.
Als mögliche Auslöser kommen unter anderem mangelnde Feuchtigkeit, fehlende Erregung, körperliche Ursachen wie Entzündungen oder Lichen sclerosus, Hormonveränderungen oder eine verkrampfte Beckenbodenmuskulatur infrage. Auch eine seelische Belastung oder chronischer Stress können dazu beitragen.
Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie) sollten nicht als normal hingenommen, sondern gynäkologisch untersucht und besprochen werden. Sie werden durch Faktoren wie Scheidentrockenheit, Infektionen, hormonelle Veränderungen oder andere Erkrankungen ausgelöst. Obwohl die zugrundeliegenden Auslöser in den meisten Fällen harmlos und gut behandelbar sind, können sie das Wohlbefinden und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen.
Grundsätzlich sollten Sie niemals das Gefühl haben, dass Sie Schmerzen oder Beschwerden im Intimbereich hinnehmen oder einfach aushalten müssen. Jegliche Probleme und Unsicherheiten können Sie jederzeit in unserer Praxis offen ansprechen – und wir suchen gemeinsam eine passende Lösung.
So auch bei Schmerzen beim Geschlechtsverkehr: Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn Schmerzen anhalten, gehäuft auftreten oder stärker werden. In vielen Fällen gibt es sanfte Behandlungen und Maßnahmen, die die Beschwerden lindern und das Wohlbefinden verbessern können. Auch bei leichten Beschwerden sollten Sie sich nicht scheuen, ärztlichen Rat einzuholen, wenn Sie sich eingeschränkt oder unwohl fühlen.
Zunächst führen wir eine gründliche Anamnese durch, um gesundheitliche Informationen einzuholen und festzustellen, was genau Sie beschäftigt. Anschließend folgt in der Regel eine gynäkologische Untersuchung, um Organe und Funktionen zu kontrollieren. Je nach Beschwerdebild und möglichen Ursachen für die Schmerzen können weiterführende Untersuchungen wie Abstriche, Laborwerte und Bestimmung der Hormonwerte sowie eine Untersuchung der Beckenbodenmuskulatur infrage kommen. Dies wird immer individuell festgelegt und besprochen.