Vaginale Atrophie ist eine Strukturveränderung im Vaginalgewebe. Dabei werden die Schleimhäute dünner und das Gewebe bildet sich langsam zurück. Mit fortschreitender Atrophie können Beschwerden wie Juckreiz, Brennen, Schmerzen und auch Verletzungen auftreten. Einer der Hauptauslöser ist Östrogenmangel (z. B. durch die Wechseljahre).
Beschwerden, die den Intimbereich betreffen, werden ungern offen angesprochen. Deshalb ist ein erster wichtiger Schritt bei Symptomen wie Brennen, Juckreiz oder Scheidentrockenheit, diese bei Ihrer Gynäkologin anzusprechen und ärztlich abklären zu lassen. Nur so kann eine geeignete Behandlung gefunden werden.
In unserer Praxis gibt es keine Tabus. Sie können ganz offen mit uns sprechen. Vaginale Beschwerden müssen nicht einfach akzeptiert oder hingenommen werden – in der modernen Medizin stehen für viele Indikationen gezielte Maßnahmen und sanfte Behandlungen zur Verfügung, die zu mehr Wohlbefinden beitragen können.
Eine vaginale Atrophie entwickelt sich meist schleichend. Die Symptome können dabei individuell unterschiedlich sein. Häufig bemerken Frauen zunächst ein vermehrt trockenes oder wundes Gefühl im Intimbereich. Auch starkes Brennen und Jucken können auftreten. Mit der Zeit wird das Gewebe dünner und reagiert mitunter empfindlicher auf Einflüsse. Da diese Beschwerden auch bei anderen Erkrankungen auftreten können, ist eine gynäkologische Untersuchung zur Abklärung in jedem Fall sinnvoll.
Eine vaginale Atrophie geht in der Regel nicht von allein wieder weg. Unbehandelt kann der Geweberückgang mit der Zeit fortschreiten und neue Beschwerden begünstigen beziehungsweise bestehende Beschwerden verstärken.
Je nach Ursache und Stärke der Beschwerden kommen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten infrage. Zunächst können lokale Hormontherapien mit Zäpfen, hormonfreie Feuchtigkeitscremes oder spezielle Gele eingesetzt werden. Darüber hinaus können systemische Behandlungen mit Medikamenten oder die sanfte Laserbehandlung (in unserer Praxis MonaLisa Touch®) erfolgen. Welche Behandlung geeignet ist, richtet sich nach Ursache und Ausprägung der Beschwerden.