Vaginale Beschwerden wie Trockenheit, Brennen, Juckreiz oder Schmerzen führen bei vielen Frauen zu Unsicherheiten und Scham. Der Intimbereich ist auch heute noch ein Thema, über das häufig nur ungern gesprochen wird. Treten Beschwerden auf, entsteht daher nicht selten die Sorge, man habe etwas falsch gemacht oder den Intimbereich nicht ausreichend gepflegt. Genau das ist jedoch ein weit verbreitetes Missverständnis.
Vaginale Atrophie hat nichts mit mangelnder Hygiene oder fehlender Pflege zu tun. Vielmehr handelt es sich um hormonell bedingte Veränderungen des Gewebes, die besonders in und nach den Wechseljahren häufig auftreten. Umso wichtiger sind Aufklärung und ein offener Umgang mit dem Thema. Denn die Intimgesundheit hat einen erheblichen Einfluss auf Wohlbefinden, Lebensqualität und Sexualität.
Warum vaginale Atrophie häufig falsch verstanden wird
Da Beschwerden im Intimbereich oft tabuisiert werden, versuchen viele Frauen zunächst, die Symptome selbst zu behandeln. Manche nehmen Trockenheit oder Schmerzen lange hin, weil sie glauben, diese gehörten zum Älterwerden einfach dazu. Andere suchen die Ursache bei sich selbst und vermuten mangelnde Hygiene oder Pflegefehler.
Häufig werden dann neue Intimpflegeprodukte, Waschlotionen oder Hausmittel ausprobiert. Obwohl Hygiene grundsätzlich wichtig ist, liegt die Ursache einer vaginalen Atrophie jedoch nicht in einer unzureichenden Pflege. Vielmehr führt der sinkende Östrogenspiegel dazu, dass sich die Vaginalschleimhaut verändert. Das Gewebe wird dünner, trockener und empfindlicher. Gleichzeitig können Durchblutung, Elastizität und natürliche Befeuchtung abnehmen. Die Folge sind Beschwerden, die viele Frauen zunächst nicht mit hormonellen Veränderungen in Verbindung bringen.
Zu viel Intimpflege kann die Beschwerden sogar verstärken
Wenn Trockenheit, Juckreiz oder Brennen als Pflegeproblem interpretiert werden, reagieren viele Betroffene mit einer intensiveren Hygiene. Gerade das kann jedoch problematisch sein.
Die Scheide verfügt über ein empfindliches biologisches Gleichgewicht und eine natürliche Schutzfunktion. Häufiges Waschen, aggressive Reinigungsprodukte oder stark parfümierte Intimprodukte können dieses Gleichgewicht stören. Die Schleimhäute werden zusätzlich gereizt und die Beschwerden können sich sogar verstärken.
In vielen Fällen ist daher weniger mehr. Für die tägliche Intimhygiene genügt meist klares Wasser oder ein speziell abgestimmtes, mildes Produkt. Entscheidend ist jedoch, die eigentliche Ursache der Beschwerden zu erkennen und nicht ausschließlich die Symptome zu behandeln.
Welche Beschwerden können auftreten?
Meist entwickelt sich eine vaginale Atrophie schleichend. Dadurch müssen anfangs keine Beschwerden vorliegen. Zu den häufigen ersten Veränderungen, die Betroffene feststellen, gehören eine leichte Trockenheit oder ein verändertes Gefühl im Intimbereich bemerken zunächst nur eine leichte Trockenheit oder ein verändertes Gefühl im Intimbereich. Bleibt die vaginale Atrophie unbehandelt, können sich die Symptome mit der Zeit verstärken und es können auch neue Beschwerden hinzukommen.
Neben der vaginalen Trockenheit kommt es häufig zu Brennen, Jucken und Spannungsgefühlen. Zudem wird das Gewebe bei der vaginalen Atrophie dünner und verletzlicher. Somit kann es in der Folge auch zu Verletzungen, Rissen und Schmerzen (z. B. beim Geschlechtsverkehr kommen). Da auch die natürliche Schutzfunktion der Vaginalschleimhaut beeinträchtigt wird, können auch leichter Infektionen und Reizungen auftreten.
Nicht selten beeinflussen die Beschwerden auch das Sexualleben und das allgemeine Wohlbefinden. Viele Frauen ziehen sich zurück oder vermeiden intime Situationen aus Angst vor Schmerzen oder Unwohlsein.
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Die jeweiligen Behandlungen richten sich immer nach dem individuellen Beschwerdebild und dem Ausmaß der Veränderungen. In den meisten Fällen handelt es sich um pflegende oder hormonfreie Produkte, die die Schleimhaut befeuchten und aufbauen sollen. Je nach Befund kann auch eine lokale Hormontherapie infrage kommen. Dies wird immer individuell besprochen und festgelegt.
MonaLisa Touch® – Unterstützung für die Vaginalschleimhaut
Zusätzlich zu den äußeren Anwendungen kann auch eine moderne Behandlung mit MonaLisa Touch® stattfinden. Dabei handelt es sich um eine spezielle Lasertherapie, bei der durch kontrollierte Laserimpulse die regenerativen Prozesse im Gewebe angeregt werden. Ziel ist es, die Schleimhautstruktur zu unterstützen, die Durchblutung zu fördern und die natürliche Feuchtigkeitsversorgung zu verbessern.
Da keine operative Behandlung erforderlich ist, wird MonaLisa Touch® häufig als schonende Option für Frauen betrachtet, die unter den Folgen einer vaginalen Atrophie leiden.
Beschwerden müssen nicht einfach hingenommen werden
Vaginale Atrophie ist eine häufige Folge hormoneller Veränderungen und hat nichts mit fehlender Pflege oder mangelnder Hygiene zu tun. Eine übertriebene Intimpflege kann die Beschwerden unter Umständen sogar verstärken. Wichtig ist es in jedem Fall, die genauen Ursachen für die Beschwerden zu kennen, damit diese gezielt behandelt werden können.
Neben klassischen konservativen Maßnahmen stehen heute moderne Behandlungsmöglichkeiten wie MonaLisa Touch® zur Verfügung, um die Vaginalschleimhaut zu unterstützen. Frauen, die unter Trockenheit, Brennen oder anderen Beschwerden leiden, sollten sich deshalb nicht scheuen, ärztlichen Rat einzuholen. Intime Gesundheit ist ein wichtiger Bestandteil des allgemeinen Wohlbefindens – auch und gerade in den Wechseljahren.
Wenn Sie mehr über das Thema erfahren und sich persönlich beraten lassen möchten, melden Sie sich gern in unserer Praxis. Wir nehmen uns Zeit, Sie ausführlich zu informieren und gemeinsam mit Ihnen das beste Vorgehen zu finden. Einen Termin können Sie telefonisch oder über unsere Online-Buchung vereinbaren.