Warum Scheidentrockenheit nicht „einfach ausgehalten“ werden sollte

Scheidentrockenheit ist ein wichtiges Thema. Obwohl es zahlreiche Frauen betrifft, wird es öffentlich vergleichsweise wenig angesprochen, da es nach wie vor als tabuisiert oder schambehaftet empfunden wird. Genaue Zahlen gibt es daher nicht, doch man geht davon aus, dass unter 18- bis 50-Jährigen rund 20 Prozent betroffen sind und die Zahl im Alter ansteigt – in den Wechseljahren auf etwa 40 Prozent, nach den Wechseljahren soll sogar rund jede zweite Frau unter vaginaler Trockenheit leiden. Dadurch wird bei einer Vielzahl der Frauen auch der Eindruck erweckt, dass Scheidentrockenheit zum Alter einfach dazugehöre. Jedoch müssen Beschwerden und ein eingeschränktes Wohlbefinden durch Scheidentrockenheit keinesfalls ausgehalten und hingenommen werden. In der modernen Medizin gibt es verschiedene Ansätze, die die Feuchtigkeitsversorgung des Intimbereichs unterstützen können, darunter auch die schonende Laserbehandlung.

Warum steigt die Häufigkeit von Scheidentrockenheit im Alter an?

Trockenheit im Intimbereich kann in jeder Lebensphase auftreten und durch unterschiedliche Ursachen ausgelöst werden. So können hormonelle Umstellungen in der Schwangerschaft oder durch bestimmte Medikamente dazu beitragen, dass weniger Scheidenflüssigkeit gebildet wird. Ebenso können Behandlungen wie Bestrahlung oder ein operativer Eingriff die Feuchtigkeitsproduktion negativ beeinflussen.

Dass das Risiko für Scheidentrockenheit im Alter steigt, hängt mit natürlichen körperlichen Veränderungen zusammen. Während der Wechseljahre nimmt die Produktion weiblicher Geschlechtshormone ab. Östrogen ist beispielsweise am Aufbau der Vaginalschleimhaut beteiligt. Nimmt die Menge an Östrogen ab, wird dementsprechend auch die Schleimhaut dünner. Zudem wird der Bereich oftmals schlechter durchblutet. All diese Faktoren begünstigen Scheidentrockenheit.

Scheidentrockenheit ist mehr als „Schmerzen beim Geschlechtsverkehr“

Bei vaginaler Trockenheit denken viele zunächst an die Auswirkungen für das Sexualleben. Dies ist auch ein wichtiger Punkt, denn Scheidentrockenheit führt oftmals dazu, dass betroffene Frauen Schmerzen beim Geschlechtsverkehr haben oder sich so stark dafür schämen, dass sie intimen Kontakt eher vermeiden. Darüber hinaus kann Scheidentrockenheit aber auch andere alltägliche Bereiche beeinflussen und das allgemeine Wohlbefinden einschränken. Je nach individueller Ausprägung kann bereits beim Sitzen oder Gehen ein Spannungsgefühl im Intimbereich wahrgenommen werden. Auch beim Sport oder beim Tragen enger Kleidung kann es zu unangenehmen Empfindungen kommen, die die Frauen belasten.

Ist das Vaginalgewebe nicht ausreichend befeuchtet, steigt außerdem das Risiko für kleine Risse oder Verletzungen, die wiederum brennen, schmerzen und bluten können. Nicht zuletzt wird auch das Scheidenmilieu beeinflusst, sodass es Erreger leichter haben können, sich zu vermehren und beispielsweise wiederkehrende Harnwegsinfekte auszulösen.

Kurzum: Scheidentrockenheit kann sich auf verschiedenen Ebenen auf das Leben auswirken.

Der Teufelskreislauf bei der Intimhygiene

Manche Frauen haben das Gefühl, dass die Beschwerden wie Brennen, Jucken und schmerzhafte Reizungen auf Fehler bei der Pflege zurückzuführen sind. Tatsächlich kann Hygiene eine Rolle spielen, jedoch gehen viele Frauen davon aus, dass sie zu wenig tun und versuchen, den Beschwerden mit einer intensiveren Reinigung entgegenzuwirken. Doch genau das kann dazu beitragen, dass sich die Beschwerden verstärken.

Zu häufiges Waschen kann die natürliche Intimflora stören und Reizungen begünstigen. Hinzu kommt, dass vor allem parfümierte Produkte die ohnehin empfindliche Haut zusätzlich belasten können. Daher empfiehlt es sich, den Intimbereich nur mit klarem Wasser vorsichtig und sanft zu reinigen. Die Haut sollte am besten trocken getupft und nicht gerieben werden. Ob eine milde Waschlotion für den Intimbereich sinnvoll ist, kann individuell besprochen und ausprobiert werden. Im Grunde reicht klares Wasser aus, manche Frauen fühlen sich aber mit einem zusätzlichen Produkt wohler. Solange die Haut das verträgt, ist das kein Problem.

Wie lässt sich Scheidentrockenheit behandeln?

Die Behandlungsmöglichkeiten richten sich nach der Ursache, der Stärke der Beschwerden und den persönlichen Voraussetzungen der Patientin. Bei leichter Trockenheit können bereits Feuchtigkeitspräparate helfen, die regelmäßig im Intimbereich aufgetragen werden. Darüber hinaus gibt es die Option einer lokalen Hormonersatztherapie, bei der häufig Östrogenpräparate zum Einsatz kommen. Sie können sowohl als Creme aufgetragen als auch in Tablettenform eingenommen werden.

Eine moderne Behandlungsmöglichkeit ist außerdem die vaginale Lasertherapie. In unserer Praxis verwenden wir das MonaLisa-Touch®-System. Über eine spezielle Vaginalsonde werden Impulse an das Gewebe abgegeben. Diese Impulse sollen körpereigene Regenerationsprozesse stimulieren. Dadurch können unter anderem die Kollagenneubildung und die Durchblutung verbessert werden, was sich wiederum positiv auf die Feuchtigkeitsversorgung auswirkt.

Ob eine Behandlung mit MonaLisa Touch® sinnvoll ist, wird individuell untersucht und besprochen. Das Verfahren erfolgt ambulant und dauert nur wenige Minuten. Oft bemerken Patientinnen bereits nach drei bis fünf Behandlungssitzungen eine Verbesserung.

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Wenn Sie mehr zu MonaLisa Touch® erfahren möchten, kontaktieren Sie uns für ein persönliches Beratungsgespräch. Dr. Görlitz-Novakovic nimmt sich Zeit, Sie ausführlich über die Lasertherapie zu informieren und Ihre Fragen zu beantworten. Nutzen Sie gern unsere Online-Terminbuchung.